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Reisen & Kunst: Osteuropa / Tschechien / Prag / Jugendstil

Kulturreise Jüdisches Prag

Wir haben die Reise zwischen 2000 und 2003 insgesamt 8mal veranstaltet. Im Jahre 2001 gewann die Reise die Goldene Palme, den 1. Platz beim Touristikpreis der GEO Saison. Siehe: Presseinfo

Kulturreise in die Drei-Völker-Stadt Prag In seinen Glanzzeiten war Prag immer eine Drei-Völker-Stadt. Der Mythos von der "Goldenen Stadt" wurde von Tschechen, Deutschen und Juden geformt. Dabei spielte das Judentum nicht nur eine große eigenständige Rolle, es war auch eine Brücke im schwierigen Zusammenleben von Tschechen und Deutschen. In Prag entfaltete sich das Schicksal des europäischen Judentums in seinen glanzvollen und in seinen schrecklichen Aspekten besonders nachdrücklich: seiner Blütezeit in der Renaissance und der extrem fruchtbaren Kulturepoche des frühen 20. Jahrhunderts steht der perfide Plan der Nazis gegenüber, ausgerechnet die alte Judenstadt Prag zu einem Museum einer "ausgestorbenen Rasse" zu machen.

Berühmtes und Verborgenes Unsere Reise wird den vielfältigen Spuren des jüdischen Prag nachgehen. Dabei werden wir nicht nur die weltberühmten und daher auch arg überlaufenen Stätten des ehemaligen Ghettos besuchen. Wir wollen auch abgelegene und vergessene Orte aufsuchen, Orte, die oft mehr Eindruck hinterlassen als die bekannten ... Wir besuchen Prager Außenbezirke, die man normalerweise nicht zu sehen bekommt. Zum Programm gehört auch eine Fahrt nach Theresienstadt / Terezin, die erste KZ-Station für die meisten böhmischen Juden auf ihrem Weg in die Vernichtungslager.

Geschichte und Literatur - laufen und lesen Das Prager Judentum gehört ebenso wie das multikulturelle Land Böhmen der Vergangenheit an. Wer dessen historischen Zauber und kulturellen Reichtum erleben will, sollte sich nicht nur Orte und Dinge ansehen. Den intensivsten Einblick in die Bedeutung des jüdischen Prag ermöglichen seine Autoren. Deshalb werden berühmte und vergessene jüdische Schriftsteller unsere Begleiter sein: Franz Kafka, Franz Werfel, Egon Erwin Kisch, Leo Perutz und viele andere. Unsere Stadtwanderungen und -fahrten werden wir durch Lesungen vor Ort oder abends im Hotel Europa ergänzen und vertiefen. Die Literatur wird unsere "vierte Perspektive" sein, die nicht nur die Geschichte lebendig macht, sondern auch die Aktualität des jüdischen Lenbens heute.

Reisebegleiter - Begegnungen Ständige Reisebegleiter sind Arthur Schnabl,(siehe LiterArthurHommage) Journalist und Literaturkenner und die Pragerin Dagmar Nemcova, Spezialistin für die jüdische Geschichte der Stadt. Dazu kommt tageweise der Prager Stadtführer Ing. Dusan Dohnal. Wir kommen auch mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde ins Gespräch und treffen, wenn es seine Zeit erlaubt, den Inhaber des Vitalis-Verlags, Dr. Harald Saalfellner.

Programm:

Samstag Ca. 18 h Treffpunkt im JugendstilHotel Europa am Wenzelsplatz (Genaues im Anschreiben). Prag ist mit dem Zug aus allen Städten der BRD gut zu erreichen. Ein kurzer Spaziergang über Wenzelsplatz und die anschließenden Straßen gibt einen ersten Einblick in die geistige Geschichte des modernen Prager Judentums: hier schrieb das "Prager Tagblatt" Zeitungsgeschichte und im Piaristenkloster lernten viele berühmte Autoren das ABC. Danach in einem gemütlichen Lokal Vorstellungsrunde und kurze Reiseeinführung.

Sonntag: "Herr und Kammerknecht" - Kleinseite und Hradschin. Spaziergang über die idykllische Kleinseite und Novy Swet zum Hradschin, wo die böhmischen Könige und die habsburgische Kaiser saßen, die das Schicksal der Prager Juden in ihren Händen hatten und von deren Geld abhängig waren. Hier trafen sich Kaiser Rudolf II, sein Finanzier Mordechai Maisl und der berühmte Rabbi Löw. Der Schriftsteller Leo Perutz ("ein Fehltritt Agatha Christies mit Franz Kafka") hat dieses Verhältnis in seinem faszinierend vielschichtigen und spannenden Roman "Nachts unter der steinernen Brücke" beschrieben. Nachmittags zeigt Ihnen unser Prager Stadtführer, Ing. Dusan Dohnal, den Hradschin und den Veitsdom.

Montag: "Vom Golem zur Moderne" - Das ehemalige Ghetto Das Herz des Prager Judentums lag in Josefov, der Josefsstadt. Seit tausend Jahren ist hier die jüdische Gemeinde ansässig. In der Literatur hat es das Prager Ghetto zu Weltruhm gebracht: durch Gustav Meyrinks "Golem". Nirgends läßt sich der ewige Widerstreit zwischen Tradition und Moderne, Orthodoxie und Assimilation, besser verfolgen. Vom ehemaligen Ghetto blieb wenig: das jüdische Rathaus und vier Synagogen, insbesondere die Altneusynagoge, das liturgische Zentrum des jüdischen Prag. Ein erster Gang konfrontiert uns mit dem Glanz der Spanischen Synagoge und dem Dunkel der uralten Altneu-Synagoge. Für diesen Tag ist ein koscheres Mittagessen im Gemeindesaal des Jüdischen Rathauses geplant. Nachmittags machen wir einen Abstecher zum Rudolfinum, wo ein Komponist die Nazis ärgerte

Dienstag: Kafka und Kisch, oder: wie man die Welt betrachten kann Das jüdische Prag hat exemplarische Werke der literarischen Moderne hervorgebracht. Im Umkreis der Prager Altstadt mit ihrer bizarr verwin-kelten Architektur entstand Franz Kafkas uner-hörtes Werk, das wie keine andere Literatur die menschliche Existenz in ihrer Hoffnung und ihrer Sinnlosigkeit thematisiert. Im gleichen Lebenskreis wie der einsame Kafka jagte auch sein Gegenpol, der "rasende Reporter" E.E. Kisch nach Geschichten vom Menschen. Wir schlendern auf Kafkas und Kischs Spuren durch die Altstadt. Am Nachmittag erholen wir uns vom Großstadtgetriebe auf dem neuen jüdischen Friedhof, wo nicht nur Franz Kafka begraben liegt. Später Besuch der Franz-Kafka-Buchhandlung und ev. Gespräch mit dem Verleger Dr. Harald Salfellner

Mittwoch: Mitten im Schrecken singen - ein Tag in Theresienstadt 60 km nordwestlich von Prag liegt das Städtchen Terezin mit seiner Barockfestung. Hier richteten die Nazis das "Vorzeige"- KZ Theresienstadt ein. Es war vor allem für böhmische Juden gedacht, die hier auf ihren Transport in die Vernichtungslager warten mußten. - Mitten im Schrecken versuchten die Menschen, mit Kulturveranstaltungen ihre Würde zu bewahren. Wir fahren mit dem Zug und gehen den Weg zehntausender Häftlinge zu Fuß vom Bahnhof Bohusovice nach Terezin (2 km). Begleiten wird uns jemand, der die NS-Greuel in Theresienstadt und anderen Lagern am eignen Leib erfahren hat.

Donnerstag: Die Zerstörung des Tempels - die Vorstadt Líben Vormittags frei. Am Nachmittag erleben wir in der Prager Vorstadt Líben einen vergessenen Ort der Religion und Literatur voll Trauer und Würde. Hier hat sich Bohumil Hrabal, einer der größten tschechischen Autoren "verewigt". Danach Treffen mit Herrn Emil Svátek, dem "Schammes" der stillen Jerusalem-Synagoge. Gespräch über die heutige Situation der Prager Gemeinde.

Freitag: Wände aus Namen - Pinchas-Synagoge Am Vormittag in der Klaus-Synagoge, wo jüdisches Leben- und Religion mit ihrer Vielzahl von Riten und Bräuchen erlebbar wird. Am Nachmittag eine eindrucksvolle Begegnung mit Orten des Abschieds und der Erinnerung: die stimmungsvolle Pinchassynagoge, deren Wände aus 80 000 Namen ermordeter Juden bestehen; und natürlich der alte jüdische Friedhof, der um diese Zeit hoffentlich etwas ruhiger ist. Wer Lust hat, wirft vom Letna-Plateau noch einen letzten stimmungsvollen Blick auf Prag: dort, wo ein verschwunde-nes Kolossal-Denkmal Bertold Brechts "Lied von der Moldau" ins Bewußtsein holt: "es ändern sich die Zeiten ..."

Samstag Gemeinsames Frühstück - Rückfahrt. Abfahrtszeit je nach Bedarf, wir helfen bei der Organisation

Leistungen

  • 7 Übernachtungen mit Frühstück
      im Jugendstilhotel Hotel Europa
  • 2 Kompetente Reisebegleitungen
  • alle Fahrten laut Programm
  • Führungen, Eintritte, Kulturprogramm, Lesungen
  • ausführliches Karten,- Lese- und Infomaterial

Reisebegleiter und Referenten:
Arthur Schnabl, Dusan Dohnal
S. auch: LiterArthurHommage in der TAZ, 20.4.2014

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

 

Bei gelbem Punkt („nur noch wenige Plätze frei“)

findet die Reise natürlich sicher statt.

Maximalzahl der Mitreisenden: 17;

die Mindestteilnehmerzahl ist 8.


Um Ihnen (und uns, insbes. Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl eventuell nicht erreichen. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

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