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Südböhmen, Jaroslav Hasek, Josef Schwejk,
Budweis Tabor Pisek Prag
Neue Reise!

"Melde gehorsamst!"
Südböhmische Schwejkiaden

Schlendereien auf den Spuren des braven Soldaten Schwejk

Diese Reise hat 2013 eine "Goldene Palme" (3. Platz)
bei GEO-Saison gewonnen . Siehe hier S.4/5

"In Klatovy lebt ein braver Mensch, der Herr Franc. Der is, könnt ma sagen, ein großer Verehrer von mir. Und in Regensburg wohnt ein gewisser Schnabl, der was ein Fanatiker von der böhmischen Literatur is. Die ham sich einmal im Ausgeschossenen Auge in Prag mit mir betrunken, und weil man dabei immer die besten Ideen hat, ist ihnen eingefalln, dass sie sich a Hetz machn und die Menschheit mit einer Reise beschenken, die was keiner braucht. Ich hab ihnen bissel was erzählt, und das ist dabei rauskommen. Aber ich kann gewissermaßen nix dafür, ich habs bloß gut gemeint“
(Josef Schwejk)

1. Treffpunkt am Hauptbahnhof in Prag um 17 h.
Es geht weiter mit dem Zug um 17.15 h, Tabor an: 18.50 h.
2. Treff:
Tabor im Hotel, 19 h.

Also am Samstag geht der ganze Palawatsch los.
Da könnens den Herrn Schnabl am Prager Hauptbahnhof treffen, so gegen 5 nachmittags. Da pflegt er nämlich in der Kavarna Fantova unter der großen Kuppel immer ein Paar Würstel zu speisen, wie seine Majestät, der Kaiser. Wenn er die Fahrkarten nicht vertrunken hat, wie mir das amal passiert is, dann nimmt er alle, was da sind, und fahrt mit ihnen nach Tabor. Da kennens natürlich auch direkt hinkommen, wenn Sie möchten. (Genaueres kriegns noch gschrieben, wenn Sie mitreisen.) In Tabor wartet dann schon der Herr Franc, damit alles vernünftig wird. Einquartierung is in verschiedenen Pensionen hinterm Rathaus, je nachdem ...

Am Sonntag sehen wir uns in Tabor um. Kennen Sie Tabor? Nein? Und Sie wolln a gebildeter Mensch sein? Das hamm doch die Hussiten gebaut als Stadt für die ganz Frommen, und der Zizka hat sich dort bissel gerauft mit den Kreuzrittern. Und dann hat es noch den Ruhm, dass ich da wegen der Notbremse in eine Schlamastik gekommen bin. Leider hab ich damals gar keine Zeit gehabt, um mich umzusehen. So is mir entgangen, was für eine hübsche alte Stadt Tabor is. Da reden alle von Krumau. Na, also ich würd Tabor prämieren. So viel bemalte Häuser hab ich noch gar nich gesehn: so schöne Bildln ham wir nich mal in Prag in der Nationalgalerie.
Am Nachmittag gehn wir dann wallfahren nach Klokoty. Das is 2 Kilometer hinter Tabor: Da schauns, was? Der Schwejk und wallfahren? Das hättens nicht gedacht. Aber ich war doch Bursch beim Herrn Feldkuratn und da hab ich erkannt, dass es bei den Christen immer den besten Wein gibt.- Die Frau von meinem Freund Baloun war auch schon dort und hat mögen was gegen seine Verfressenheit beten. Hat aber nix gholfen ...

Also, am Montag müßt ich ja schon los nach Budweis zu meinem Oberlajitnat. Aber weils Sie sind, führ ich Sie noch a bissl um Tabor herum. In Chynov gibts nämlich das Atelier vom Herrn Frantisek Bilek, no der ist vielleicht berihmt! Aber recht schwermütig. Er war halt fromm, da muß man mit blöde Witze aufpassn! Ich glaub, werd solang im Wirtshaus dann auf Sie warten. Lustiger sind dann die schönen Bauernhöfe in den böhmischen Dörfern. "Bauernbarock" sagn die Fachleute. Also, mir gfallts. Dann fahrn ma nach Pisek. Das liegt an der Ottawa, so schön am Fluss. Ich hab damals ja laufen müssn, aber auf Ihnen nimmt man natürlich Rücksicht. Man hat Ihnen ein richtiges Hotel gemietet, mit drei Sternen!! Bila Ruze heißts. Fast für die ganze Zeit sind wir da, also bis Freitag.


Pisek is aber auch was, eine Stadt mit alten Häusern und einer alten Brücke. Fast wie bei uns in Prag. Sie soll sogar älter sein. Noja, aber halt doch Provinz. Ich hoff, dass Sie auch was zum Trinken kriegn, vom Besichtigen bekommt ma einen höllischen Durst. Da hab ich einen Tip: gehns zum "Reiner", das ist das beste Wirtshaus in Pisek. Da hat sich ein Dichter, der Herr Adolf Heyduk, immer betrunken und weil´s ihm zu teuer geworden is, is er darauf verfallen, dass er die Wirtstochter verführt und sich mit ihr heiratet. Jetzt gehört ihm das Wirtshaus und kann er umsonst trinken. Mein Papa, der Herr Hasek war da immer sehr neidisch auf den Herrn Heyduk.

Am Dienstag wolln mer uns die Gegend anschauen, wo ich damals diesem verfluchten Budweis hinterherglaufen bin. Schön is mein Südböhmen, genau so wie mein Freund, der Herr Josef Lada es gemalt hat. Apfelbäume, Teiche, Flüßchen und Gasthäuser. Man könnt sich ins Hemd weinen vor Freude über soviel Schönheit. Besonders hübsch is Putim. Das dürfns nicht verwechseln mit dem strengen Menschen aus Rußland. Nein, das ist das Dorf, wo´s mich damals verhaftet ham, weil ich so schlau ausseh wie ein russischer Spion. Seitdem sind sie hier berühmt. Mich hams damals aber doch nicht an die Wand gestellt, bloß auf die Wand gemalt, im Wirthaus nämlich.
Und damit Sie sich erinnern wie das Gehen geht, laufen wir hübsch an der Ottawa zurück nach Pisek. Ich habs nich gemessen, aber es wern so übern Schlag 10 km sein. Jammern´s nicht, ich bin damals 160 Kilometer gelaufen, um mein Regiment wiederzufinden.

Mittwoch mach ma wir ein Ausflug nach Budweis. Mit der Eisenbahn. Das hab ich besonders gern. Wegen der roten Griffe, wo man sich immer so hübsch anhalten kann. Budweis is ja berühmt für sein Bier. Das wissen´s ja. No, das is vielleicht a schöne große Stadt, sag ich Ihnen. Da brauchens eine Stunde, bloß um den Marktplatz drum herum zu kommen. Aber Sie ham dabei immer a Dachl übern Kopf, es kann also regnen soviel es will. Ja und ich denk mir halt, dass Sie auch die Kaserne interessiert, wo ich meinen Oberleitnant wiedergefunden hab. Mir hats sehr gefallen im Arrest in Budweis … Da hab ich den Einjährigfreiwilligen Marek kennen gelernt. Aber dann gehen wir auch noch ins Dominikanerkloster. Kirchenfeinde können ja solange ins Motorrad-Museum nebenan gehen.

Am Donnerstag kommt was Besonderes, was wir aber nicht mehr genau wissen. Weil wir die Pläne verloren haben, wie wir uns mit´m Herrn Wachtmajster, der mich in Putim verhaftet hat, betrunken haben. Aber wie der Herr Vodjerka aus der Spalena sagt: da schaut sich sowieso nix heraus, wenn man alles genau weiß. Ah jetzt weiß ich wieder ... Heut tun wir das, was ich damals gemacht hab: rumlaufen und die Nas reinstecken. Da kriegt man manchmal was drauf, aber man entdeckt auch die interessantesten Dinge. Durch schöne Dörfer laufen wir, an großen Fischteichen vorbei, in Steken hams ein Jesuitenkloster, da is jetzt der Herr Feldkurat Katz in Pension, da schaun wir natürlich vorbei und ein Herr Schriftsteller Klostermann is da verstorben, da will der Herr Franc hin. Und im Wald gibts einen kleinen jüdischen Friedhof, wo die Großeltern von einem gewissen Kafka aus Prag liegen. Kennen´s den? Also im "Kelch" war der nie, das wüßt ich. Apropos Kelch: Bei den Teichen von Sudomer is eine Wiese und da ham sich die Husitten gerauft, damits den Kelch zu trinken kriegn, naja es warn halt Tschechen, denen muß man zu trinken gebn, sonst hams schlechte Laune. Am Abend gibt´s a Hetz: da sehn wir einen Film. Ein gewisser Trnka hat sich als Bub schon gern mit Puppen gespielt und später draus Filme gemacht. Auch über mich. Es is bißl komisch, wenn man sich als Püppchen sieht.

Am Freitag is fast schon aus. Da fahren wir nach Prag.
Weils da mit mir angfangen hat, damals, als mein Vater, der Herr Schriftsteller Hašek, mich mit einem wohlgeformten Tintenfass gezeugt hat. Wir müssen leider in dem a bissel ramponierten Jugendstilhotel Europa am Wenzelsplatz wohnen. Also da war es ja in unserer Kaserne in Budweis noch besser. Aber angeblich gefällt es dem Herrn Schnabl im Europa so. Noja, in jedem großen Weisen wohnt ein kleiner Narr, wies der Herr Navratil aus der Spalena-Gasse sagt.
Aber dann müssen´s mich entschuldigen. Ich hab noch eine Verabredung auf ein Bierchen mit Herrn Sapeur Vodicka um 18.00 im Kelch. Aber ich werd ihn anrufen mitn mobil, auf dass wir lieber ins Ausgeschossene Auge gehn in Zizkov. Im Kelch treiben sich zuviel Touristen rum. Wolln´s vielleicht mit ins Auge? No, wenn´s Ihnen traun ... aber heuln´s mir dann nich den Buckel voll, wegen Rauch und Gestank. Das Auge is nämlich ein richtiges gutes Wirtshaus ...

Am Samstag is dann ganz aus.
Da dürfens endlich heimfahren. Oder noch dableiben, wenn´s Ihnen gfallt. Also, bis Frühjahr oder Sommer um 5 Uhr in Prag am Bahnhof. Passen's auf ihre Koffer auf und tun's Ihnen bittschen nicht verspäten, nicht dass Ihnen geht wies mir mal passiert ist ...

Leistungen

  • 7 Übernachtungen mit Frühstuck
  • alle Fahrten von/bis Prag laut Programm
  • 2 Kompetente Reisebegleitungen
  • Führungen, Eintrittskarten
  • ausführliches Karten,- Lese- und Infomaterial
Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.
Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht


Bei gelbem Punkt („nur noch wenige Plätze frei“)
findet die Reise natürlich sicher statt.
Maximalzahl der Mitreisenden: 17;
die Mindestteilnehmerzahl ist 7.

Um Ihnen (und uns, insbes. Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl eventuell nicht erreichen. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindetteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

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Tabor Hussiten

 

 

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Unser erstes Hotel:

Reiseroute - Streetview des Hotels


Anfahrt mit dem eigenen Auto

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Diese Reise hat 2013 eine "Goldene Palme" (3. Platz) bei GEO-Saison gewonnen . Siehe hier S.4/5

 

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Tabor

 

 

 

Tabor Suedboehmen Hus Zizka

 

 

 

Tabor Hus Zizka

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Putim Hasek Schwejk

 

 

 

 

 

 

 

 

Wollens wissen, was wann geplant ist?

 

Samstag: Anfahrt (über Prag)

Sonntag:
Tábor, Klokoty

Montag:
Bus nach Chýnov (Bildhauer Bílek), Branice (Bauernbarock, Květov), Písek

Dienstag:
Zug nach Putim, Wandern nach Písek

Mittwoch:
Zug nach Budějovice (Stadt, Kaserne, Kloster), Zug zurück

Donnerstag:
Bus Písek – Štěkeň, Wanderung Steken - Sudoměř - Kestrany - Putim, Zug zurück

Freitag:
Bus/Zug Praha, Hradčany, Bílá Hora

 

Samstag: Heimfahrt


Unterkünfte:

Sa+So: Tábor – Hotel Best Western

Mo-Do: Písek – Hotel Bílá Růže

Fr: Prag – Hotel Europa