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Kultur und Wandern
in Schlesien / Polen
/ Oppeln / Gleiwitz / Beskiden / Tatra / Krakau

Schlesisches Arkadien
Oberschlesien, Beskiden und Krakau


Begegnung mit einem „zehnfach interessanten Lande“ (Goethe)


Im Oktober ist in Südpolen meist stabile Wetterlage und das schönste Wanderwetter. Wanderschuhe und Sitzunterlage mitnehmen!

Reisebegleiterinnen:
Karin Thomas Martin und Jola Graczyk

Spaziergänge und Wanderungen (bis 10 km),
Begegnungen mit Menschen, Dichtern und Denkmälern.


"Da säß ich denn glücklich wieder hinter meinem Pulte, um dir meinen Reisebericht abzustatten. Es ist mir aber auf dieser Reise so viel Wunderliches begegnet, dass ich in der Tat nicht recht weiß, wo ich anfangen soll.“
So beginnt Joseph von Eichendorffs „Auch ich war in Arkadien“.

Eine Reise nach Oberschlesien? Wahrhaft ein Arkadien, ein unbekannter Landstrich, der schon unter preussischer Herrschaft verkannt war. Entdecken Sie mit uns spannende, tragische, anrührende deutsch-polnische Geschichte(n), interessante Kulturdenkmäler von der Holzkirche über Kohlengruben und Gießereien zu in ihrer Art einzigartigen Städten, Kirchen und Schlössern; dazu faszinierende Landschaftsausblicke auf den Wanderungen in den Beskiden und immer wieder Literatur, die uns die Gegend und die Geschichte erschließt: romantisch, zeitgeschichtlich, deutsch und polnisch.

Wie Goethe 1790 aus Schlesien an Herder schrieb: "Seit Anfang des Monats bin ich nun in diesem zehnfach interessanten Lande, habe schon manche Teile des Gebirgs und der Ebene durchstrichen und finde, daß es ein sonderbar schönes, sinnliches und begreifliches Ganze macht."

PROGRAMM

Samstag: Anfahrt nach Oppeln: „Stadt der Lieder“
Anreise per Zug, Bus od. Flug nach Breslau, +1 Zugstunde nach Oppeln.
1. Treff nachmittags, Bahnhof Breslau;
2. Treff ca. 18 h Bahnhof Oppeln. – Genaueres im Anschreiben.
Übernachtung in einem zentrumsnahen Hotel. (Wenn Sie schon vorher anreisen, geben wir gerne Tipps.)
Abends Rundgang durch das „Venedig an der Oder“.

Sonntag: Schläft ein Lied in allen Dingen,
Mit einer leichten Wanderung (6 km / 150 hm) kommen wir zum Annaberg / Góra Sw. Anny, einem Wallfahrts- und Erinnerungsort der oberschlesischen Geschichte. Später begegnet uns Freiherr Joseph von Eichendorff an seinem Geburtsort Lubowitz bei Ratibor / Racziborz. Und im reizend-verschlafenen Städtchen Oberglogau / Glogówek gibt es musikalische Geschichten zu hören.

Montag: Holzkirchen und Sendergeschichte
In Oberschlesien haben sich noch einige der wunderschönen Holzkirchen erhalten. Auf dem Weg nach Gleiwitz besuchen wir noch ein wichtiges eisernes Denkmal und eine geheimnisvolle Holzkirche.Mittags In Gliwice nähern wir uns ernst und heiter der wechselvollen Geschichte des Oberschlesischen Kohlereviers mit Hilfe von Horst Bienek z.B. im Sender Gleiwitz.
Wir bleiben wieder 2 Nächte: im zentral gelegenen Hotel "Diament" in Kattowitz / Katowice

Dienstag: Glanz in Kattowitz - aber ja!
Wir entdecken die historischen und modernen Glanzpunkte der Hauptstadt Oberschlesiens: Wegweisende Arbeitersiedlungen, Geschichte(n) auf und in einem ehemaligen Bergwerk und Spitzentöne in der neuen Philharmonie.

Kattowitz modern
Kattowitz - modern Mittwoch: Am Fuß der Beskiden,
Schloss Pless / Pszczyna erzählt uns von der Macht und dem Reichtum oberschlesischer adeliger Industriemagnaten. Von Bielsko-Biała aus wandern wir bei schönem Wetter 6 km (100hm bergauf, 400hm bergab) entlang eines Beskidenkammes nach Szcztyrk und schauen auf die Beskiden mit den Augen des Malers Julian Fałat. Eine einfache Familienpension in einem idyllischen Dorf nahe Wisła ist unser 3. Quartier, weitere 2 Nächte.

Donnerstag: Aussichten in den Beskiden,
Ein Sessellift verkürzt uns den Aufstieg zum Aussichtsturm des Czantoria auf dem böhmisch-polnischen Grenzkamm (eine knappe Stunde, leichte 150 hm bergan). Nachmittags begegnen wir nicht nur dem Sport- und National-Idol Adam Małys in Wisła, wir lernen auch historisches Leben und Arbeiten kennen. Wer möchte, kann über einen gemütlichen Gipfel mit Tatrablick zu unserem Aussichts-Abendessen laufen.

Freitag: Kulturhauptstadt Krakau,
Abschied von den Beskiden. Wir erreichen Krakau, eine der großen mitteleuropäischen Kulturhauptstädte. Eine Stadtführung gibt uns einen ersten Überblick: der berühmte Veit Stoss Altar, die älteste Universität Polens, den Wawel. Abends besuchen wir das jüdische Viertel in Kazimierz; Abendessen bei Klezmermusik. 2 Nächte in einem stadtnahen Hotel.

Weihnachtskrippen in KrakauWeihnachtskrippen in Krakau

Samstag: Weltkulturstätten – Stadt der Dichter,
Es bleibt Zeit, die Stadt selbst zu entdecken. Fakultativ ermöglichen wir den Besuch in Auschwitz oder im Salzbergwerk in Wielicka. Am Spätnachmittag ein besinnlicher Abschied auf Spuren von Stanislaw Wyspiańsky, Georg Trakl, Wisława Szymborska, Czeslaw Miłosz … Leider schon Abschlussabend.

Sonntag: Abreise – oder Verlängerung?
z.B. per Bahnbus (ab 9:20 Uhr) umsteigefrei in ca. 8 Std. nach Berlin. Für Frühbucher gibt es auch sehr günstige Flüge z.B. nach Düsseldorf, Dortmund, Stuttgart, München, Berlin.
Falls wir für Sie im Hotel eine Verlängerung reservieren sollen, bitten wir um schriftliche Mitteilung.
Oder Sie reisen mit uns gleich weiter So. bis Fr. nach Lemberg. Bitte Info anfordern. Oder im Web schauen:
www.boehmen-reisen.de/reisen/Staedtereisen/Ukraine-Lemberg.php

Kulturwandern in Polen: Schlesien und Krakau
Historische Kurzerläuterung zur Reiseregion:
Schlesien war und ist eine der wichtigsten Brückenlandschaften im östlichen Mitteleuropa. Ursprünglich slawisch besiedelt, war es anfangs Spielball zwischen polnischen und böhmischen Fürsten. Ab 1200 wurden vom polnischen Piasten-Herzog Boleslaw deutsche Siedler ins Land geholt. Wenig später geriet Schlesien unter böhmische Herrschaft, im 16. Jahrhundert wurde es habsburgisch. Im 18. Jahrhundert eroberte es Friedrich der Große für Preußen. Nach dem 2.Weltkrieg wurden die Deutschen als Folge des Naziterrors vertrieben. Viele Polen, die in den von Russland besetzten Gebieten Ostpolens nicht bleiben konnten und durften, wurden in die frei gewordenen Häuser in Schlesien zwangsumgesiedelt.

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Leistungen

- 8 Übernachtungen mit Halbpension (gute polnische Küche!)
- 2 kompetente und engagierte Begleitpersonen
- alle Programmfahrten von Oppeln bis Krakau
- ReferentInnen, Kulturprogramm, alle Eintritte
- fundiertes Karten-, Lese- und Infomaterial

Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.

Reisebegleiter: Karin Thomas Martin & Jola Graczyk


Bei gelbem Punkt („nur noch wenige Plätze frei“)

findet die Reise natürlich sicher statt.

Maximalzahl der Mitreisenden: 17;

die Mindestteilnehmerzahl ist 6.


Um Ihnen (und uns, insbes. Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl eventuell nicht erreichen. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht
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Leistungen Technische Infos
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bielsko-biala

Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.

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gut begleitet: Reisen in Oberschlesien

Jola Graczyk und Karin Thomas-Martin