Sanfter Tourismus

nachhaltig - bewusst - intensiv reisen

A) 10 Aspekte:

1. Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und Naturschutzverbänden:
Insgesamt haben wir seit 1990 für bzw. gemeinsam mit über 30 Volkshochschulen, kirchlichen Bildungswerken und Ökoverbänden (LBV, BUND, VCD, Grünes Herz Europas) Reisen veranstaltet.

2. Kulturprogramm: Neben den Reisen organisieren wir für Bildungseinrichtungen auch Tagungen, Vortragsreihen und Podiumsdiskussionen. Ferner Dia-Shows mit Musik, Vorträge und Leseabende (mit dem LiteraTour-Begleiter Arthur Schnabl).
Zu unserem klassischen Reisegebiet hat Erwin Aschenbrenner einen Radreiseführer geschrieben (der freilich bereits vergriffen ist): Böhmerwald und Moldautal (Pietsch-Verlag).

3. Homepage: Bereits seit Mai 1999 haben wir als papierfreien Werbeweg eine ausführliche, informative und übersichtliche Homepage mit über 500 eigenen Reisefotos (teils auch mit Download-Möglichkeit, z.B. hier) und vielen weiteren Infos auch über unser Kulturprogramm, Vorstellung des Reiseteams ...

4. Kleine Reisegruppen: Die durchschnittliche Größe unserer Reisegruppen ist insgesamt 11 Personen. Bei fast allen Reisen haben wir als Maximalteilnehmerzahl 19, bei Kultur-Reisen (trotz zwei Reisebegleitungen) meist sogar nur 16 .

5. Anreise per Bahn: Wir empfehlen die Anreise per Bahn und informieren unsere TeilnehmerInnen dazu. 80% kommen auch mit der Bahn. Treffpunkt der Reisen sind zumeist die Bahnsteige des einfahrenden Zuges (meist ein Grenzbahnhof). Das macht es den Bahnfahrern noch bequemer als den Autofahrern.
Eine Diplomarbeit über sanften Tourismus hat herausgefunden, daß wir der einzige Reiseveranstalter in der BRD sind, bei dem die Reisen fast durchgehend mit der Einfahrt eines öffentlichen Verkehrsmittels beginnen. Mit viel „Überredungskunst“ auf politischer Ebene konnten wir es vor Jahren durchsetzen, daß die dortige Regentalbahn in den Sommermonaten samstags für Radfahrer einen zusätzlichen Waggon anhängt. (Eine kleine ökologisch positive Wirkung über das Reiseangebot hinaus, die nun bereits mehrere Jahre anhält.)

6. Reisepreis erst nach der Reise: Wir sind wohl einer der ganz wenigen Reiseveranstalter in der BRD, der den Reisepreis erst nach der Reise abbucht. (Ausnahme ist nur, wenn von den ReiseteilnehmerInnen ausdrücklich Überweisung gewünscht wird.) - Und unsere Reisepreise sind trotz intensiver und aufwendiger Erkundung und Begleitung und trotz Kleingruppen für die meisten Bundesbürger noch gut erschwinglich.

7. Referenten: Neben den engagierten Reisebegleitern setzen wir fast bei jeder Reise fachkundige ReferentInnen zu regionsnahen, oft auch alltagskulturellen Themen (vom Goldwäscher bis zum Bürgermeister, vom Pfarrer bis zum Biologen) ein.

8. Intensive Reiseerkundung und -begleitung:
Alle Reisegebiete und Reisethemen sind von Erwin Aschenbrenner mit seinen Partnern zusammen erkundet worden. Die ersten Jahre begleitete er alle Reisen selbst. Nun ist er zumindest bei jedem neuen Reisetyp bei der Erkundung und dem erstem Reisetermin dabei, kennt also als verantwortlicher Veranstalter und Kundenberater jede Reise mit ihren Schönheiten und möglichen Problemfeldern.
Alle Reisebegleiter sind intensiv (meist über Jahre) bei den jeweiligen Reisetypen eingearbeitet und stehen engagiert hinter dem besonderen Reise- und Begegnungskonzept.
2001 bekam ein Hauptpartner, Ing. Jaroslav Neužil, zusammen mit E. Aschenbrenner für die Begegnungs-Arbeit den deutsch-tschechischen „Preis der Hoffnung und Verständigung“ gemeinsam von Grünen in Westböhmen und Grünen + ÖDP in Ostbayern.

9. Der Weg als Ziel: Unser Konzept besteht nicht im Verschlingen möglichst vieler attraktiver Reiseziele, sondern im langsamen Er-Fahren und Er-Fassen landestypischer, eigentümlicher Dinge. Intensität statt Quantität.

10. Nachhaltiges Erleben: Nicht die Sensationssuche des Massentourismus steht im Mittelpunkt, sondern das Unscheinbare, die Details am Weg. Die „kleinen Dinge“ bieten oft mehr Unterhaltung und Gesprächsstoff. Nur einige Beispiele: Abenteuer der Pflanzenwelt im Böhmerwald, Spuren verschwundener „böhmischer Dörfer“, ein leeres Schloß voll Literatur, Besuch einer Prager Zeitungsredaktion, Begegnung mit einer deutsch-jüdischen Ärztin in Mähren, Gespräche über soziale Problemfelder mit einem Pfarrer in Westböhmen...
Das kommt der „dritten“ Urlaubsphase unserer Gäste zugute: dem Erinnern und Erzählen zu Hause. Unsere Reisen haften länger im Gedächtnis als ein „normaler“ Urlaub. Das spüren wir z.B. beim Nachtreffen an unserem „Böhmischen Abend", zu dem jährlich circar 100 Reisende aus ganz Deutschland zusammenkommen.

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B) Geschichte und Konzept des Projektes:

Das Projekt „Begegnung mit Böhmen“ ist 1990 im Rahmen einer von Dr. Erwin Aschenbrenner beantragten Pro-jektstelle beim Evangelischen Bildungswerk Regensburg entstanden und aufgebaut worden. 1995/1996 war der Verein „Grünes Herz Europas - Nationalparkregion Donau-Moldau“ Träger des Projektes.

Ziel war es, im Nachbarland Tschechoslowakei (später Tschechien und Slowakei) dem vom Devisengefälle geprägten Tagestourismus (vom Einkaufs- bis zum Prostitutionstourismus) sanfte Reisen entgegenzusetzen.

Das Reiseprojekt begann 1990 mit 3 Radtouren im Böhmerwald. Inzwischen sind es über 100 einwöchige Reisen pro Jahr in ca. 20 verschiedene Gebiete Tschechiens. Schwerpunkte sind Radeln, Skiwandern und Kultur-Reisen (LiteraTouren, Musik- und Themenreisen).

Seit 1998 ist „Begegnung mit Böhmen“ ein selbständiges „kommerzielles“ Projekt (Gewerbeanmeldung: „Veranstalter von Bildungs- und Begegnungsreisen“), arbeitet aber weiter eng mit dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg (und anderen Bildungs- und Naturschutz-Einrichtungen) zusammen. Ab 2004 (EU-Erweiterung, 1.5.) veranstalten unsere tschechischen Partner die Aktivreisen selbst und wir gehen mit unserem Schwerpunkt „Kulturreisen“ in andere östliche Nachbarländer.

Der Einstieg 1990 und auch noch die Arbeit bis heute war konfrontiert mit dem Problem, dass es in Tschechien kaum eine Infrastruktur gibt, die einen sanften Tourismus fördern könnte. Es gibt weder Fremdenverkehrsgemeinden noch Tourismusverbände. Und die tschechische Tourismuszentrale im großen Prag war (und ist) weit weg und vor Ort in den ländlichen Gebieten weder sichtbar noch ansprechbar. So galt es (und gilt es weiterhin), die wenigen Möglichkeiten für entsprechende sanfttouristische Reiseangebote erst zu suchen oder zu schaffen.

Dabei sind die faszinierenden Ur- und Kulturlandschaften Böhmens für einen sanften Tourismus (Wandern, Radeln, Skilanglauf und alltagsnahe Kulturreisen) geradezu ideal. (Dies war auch Grund, warum die renommierte Böhmerwald-Region von den „Naturfreunden International“ zur Landschaft des Jahres 1999/2000 prämiert wurde.)

Bei allen Reisen achten wir darauf, vor Ort in einheimischen Unterkünften zu übernachten, wobei weniger der Komfort als die naturnahe und kulturnahe Atmosphäre der Pensionen und Hotels eine Rolle spielt. Auch bei den Kulturreisen versuchen wir möglichst wenig mit Charterbussen und möglichst viel (nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus „Begegnungs“-Gründen) mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Die ReisebegleiterInnen sind ausgesuchte Persönlichkeiten, die wir während des langsamen Aufbaus des Projektes bei den Erkundungs- und Begegnungsreisen kennen und schätzen gelernt haben. Es kam uns dabei darauf an, be-geisterte Menschen zu finden, die mit Enagement und Kompetenz ihr Land und ihre Themen vermitteln wollen und können. Gemeinsam erkunden und organisieren wir dann auch das Reiseprogramm. (Das Feedback der Kunden zeigt den Erfolg dieser Methode: neben Landschaft und Reisekonzept macht Kompetenz und Begeisterung der ReiseleiterInnen das Hauptlob aus, das wir durchgehend rückgemeldet bekommen.)

Erwin Aschenbrenner

 

 

Sanft Reisen


 

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Erwin und Katka am Schlosstor von Bistrice

 

 

Stramberk

 

 

Prag Karlsbrücke

 

 

Prag unter der Karlsbrücke

 

 

was der Wein von uns weiß ...

 

 

Du gehst ja doch nur, um zu rasten ...

 

 

 

Brünn

 

 

 

Erwin und Arthur im Teufelssee