Kulturreise: Bayern | Würzburg | Veitshöchheim | Fürth | Nürnberg | Sukzbach-Rosenberg |  München  | Regensburg

Jüdisches Bayern

Über Jahrhunderte hinweg gehörten die Juden in Bayern als alteingesessene Minderheit völlig selbstverständlich zum Lebensalltag. Trotz einiger brutaler Pogrome gestaltete sich das Neben- und manchmal Miteinander über lange Zeiten reibungsarm bis reibungslos, bis das alles im Zuge der Machtergreifung des NS-Regimes ein jähes Ende fand. Unsere Reise will vor allem das Heute zeigen, oft nur noch ein Erinnern, das aber selbst im Musealen nicht im starren Blick aufs Gestern verharrt. Spannendes, oft (zu) wenig Bekanntes wird unterwegs zu sehen und zu hören und zu erkunden sein.

Reisebegleiter: Dr. Gerd Burger

Programm:

Sa.: Anreise und Treffen in Würzburg. Treffpunkt am Hauptbahnhof um 13:00 bzw. 13:29 h (Ankunft des IC aus Berlin bzw. Hamburg). Verstauen des Gepäcks im Bhf, dann geht‘s ins Museum für Franken auf der Feste Marienberg. Viele Werke von Tilman Riemenschneider sowie eine ganze Reihe von Judaica. Stadtbummel durch Würzburg und Einkehr in den Weinstuben des Julius-Spitals. Weiter ins Hotel Weisses Lamm (Veitshöchheim), unser Quartier für die ersten drei Nächte.

Sa.: Veitshöchheim. Heute geht es nach Veitshöchheim. Wir besichtigen die barocke Synagoge und das Museum übers fränkische Landjudentum, machen aber auch noch einen Bummel durch den wunderbaren Barockgarten der Würzburger Fürstbischöfe, mit seinen Alleen und heckenumsäumten Wegen eröffnen sich immer wieder neue Ausblicke auf Heckensäle, Lauben, Pavillons, Rondells, dem Großen See und rund 300 Skulpturen diverser Würzburger Hofbildhauer, die auch uns Heutige mit antiken Gottheiten, Allegorien und Tierdarstellungen „ergetzen“. (Zweite Übernachtung im Hotel Weisses Lamm.)

Mo.: Würzburg – Shalom Europa.  Wir besuchen die nach dem Krieg neugebaute Synagoge und daneben das 2006 eröffnete Zentrum Shalom Europa mit seiner Dauerausstellung zu den Grundlagen und Symbolen der jüdischen Religion und Tradition mit speziellem Fokus auf dem fränkischen Landjudentum – ergänzt durch eine Auswahl der beim Abriss einer Mauer entdeckten 1.500 Grabsteine (aus den Jahren 1147 bis 1346), die beim großen Pogrom von 1349 aus dem jüdischen Friedhof geraubt und erst 1987 beim Abriß einer Mauer wiederentdeckt wurden. Wir hören aus kundigem Mund über das ebenfalls dort angesiedelte Johanna-Stahl-Zentrum, dem „Kompetenzzentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken“. (Dritte Übernachtung im Hotel Weisses Lamm.)

Di.: Fürth und Nürnberg. Mit dem Bus (so die Planung) nach Fürth, ehedem bekannt als „das fränkische Jerusalem“, weil nach 1528 über Jahrhunderte die größte jüdische Gemeinde Süddeutschlands mit Talmudschule und mehreren hebräischen Buchdruckereien. Besichtigung des jüdischen Museums sowie des Synagogendenkmals am „Schulhof“, an dem einst neben der „Altschul“ noch drei weitere Synagogen lagen.

Nach dem Mittagessen weiter nach Nürnberg, wo die Shoah mit der Ausstellung „Faszination und Gewalt“ im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände erstmals auf unserer Reise Anschaulichkeit gewinnt. Kurzer Bummel durch die (wiederaufgebaute) Altstadt: Lorenzkirche, Regnitzufer, St. Sebald, Rathaus, schöner Brunnen, Frauenkirche, letztere dort errichtet nach der Zerstörung des jüdischen Ghettos. (Im Bus weiter nach Sulzbach, dort Abendessen und Übernachtung im Hotelgasthof Bayerischer Hof.)

Mi.: Sulzbach und Schnaittach. Besuch der jüngst erst restaurierten Sulzbacher Synagoge, einer von vielen Belegen für die aufgeklärt-liberalen Tradition des Sulzbacher Musenhofs unter Christian August, Pfalzgraf und erster Herzog der wittelsbachischen Nebenlinie von Pfalz-Sulzbach. Nach Orten wie Amsterdam, Venedig, Prag und Wilna wurde Sulzbach zu einem der bedeutendsten Ursprungsorte hebräischer Druckerzeugnisse; man schätzt, dass hier zwischen 1669 und 1851 rund 2.500 bis 3.000 verschiedene Bücher entstanden. Den Nachmittag verbringen wir in Schnaittach, wo wir zum Rundung des Themas „fränkisches Landjudentum“ den jüdischen Friedhof und das Museum in der alten Synagoge besuchen. (Zweite Übernachtung in im Hotelgasthof Bayerischer Hof Sulzbach.)

Do. Das neue Zelt Jakobs in München. Zugfahrt nach München; Rundgang zu markanten Punkten der jüdischen Geschichte der bayerischen Landeshauptstadt. Führung durch die neue Hauptsynagoge „Ohel Jakob“ (Zelt Jakobs) mit dem begehbaren Denkmal „Gang der Erinnerung“, Besuch des neuen Jüdischen Museums samt Café sowie einer auf Judaica spezialisierten Buchhandlung – von einst 190 jüdischen Gemeinden in Bayern existieren heute lediglich 19 Stück. (Nach dem Abendessen in einem klassischen Münchner Wirtshaus weiter nach Regensburg; Übernachtung im Hotel ibis – oder aber dem Hotel Ihrer Wahl für den Böhmischen Abend.)

Fr.: Das jüdische Regensburg – einst und heute. Am Beispiel der alten Stadt Regensburg lässt sich viel übers Gestern und Heute des jüdischen Bayern erzählen und zeigen, so die von Dany Caravan konzipierte Begegnungsstätte auf den Fundamenten der 1519 zerstörten gotischen Synagoge, das perfide Deckengemälde zu diesem Thema in der Kassianskirche, die steinerne „Judensau“ am Dom, das „Document“ in den Kellern des alten Ghettos, eine Mikwe des 19. Jhdts. und Grabsteine aus dem einst europaweit berühmten jüdischen Friedhof. Und natürlich die 2019 neu eröffnete Synagoge nach den Plänen von Volker Staab.

(Damit endet unsere Reise.)

Reisebegleiter: Dr. Gerd Burger

Abends folgt dann die traditionelle Lesung zur Eröffnung des Böhmischen Abends: diesmal mit dem Thema jüdische Literatur, eine Auswahl vorgelesen von Arthur Schnabl und Gerd Burger

Leistungen

  • 6 Übernachtungen mit Frühstück, 5x Halbpension
  • Kompetente Reisebegleitung
  • alle Fahrten laut Programm
  • Führungen, Eintritte
  • ausführliches Karten,- Lese- und Infomaterial

Maximalzahl der Mitreisenden: 18 || Mindestteilnehmerzahl: 7

Bei gelbem Punkt („nur noch wenige Plätze frei“) findet die Reise natürlich sicher statt. Um Ihnen (und uns, insbes. Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl eventuell nicht erreichen. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindetteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

Reisedaten:

Termine 2020
14.11. – 20.11. Es gibt noch freie Plätze

Reisepreis: 835 €
EZ – Zuschlag: 165 €

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

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