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Termine 2020
27.06. – 05.07. Termin leider ausgebucht

Reisepreis: 850 €
EZ – Zuschlag: 150 €

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Still und wunderschön: das Böhmische Erzgebirge

Still und wunderschön: das Böhmische Erzgebirge

 

Naturnah und einfach: das Hotel Ochsendorf in Horni Blatna

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Jáchymov: Joachimsthal: das ehemalige Silberzentrum Böhmens

Das ehemalige Silberzentrum Böhmens: Joachimsthal heißt heute Jáchymov

 

Ein alter Uranstollen in Jáchymov kann heute besichtigt werden

Ein alter Uranstollen in Jáchymov kann heute besichtigt werden

 

Wanderung am alten Plattener Kanal auf der Hochebene des Böhmischen Erzgebirges

Wanderung am alten Plattener Kanal

Der geheimnisvolle Weiler Königsmühle

Der geheimnisvolle Weiler Königsmühle

 

Die Ruinen der Königsmühle: Magie der Geschichte

Die Ruinen der Königsmühle: Magie der Geschichte

 

Die Saigerhütte in Olbernhau: ein technisches und soziales Denkmal

Die Saigerhütte in Olbernhau: ein technisches und soziales Denkmal

 

Schwarzenberg Stadtkirche

Schwarzenberg Stadtkirche

 

Die "Freie Republik" in Schwarzenberg. Eine Kneipe, wie sie sein soll

Die „Freie Republik“ in Schwarzenberg. Eine Kneipe, wie sie sein soll

 

Klosterkirche Osseg. Ein Höhepunkt des böhmischen Rokkoko

Klosterkirche Osseg. Ein Höhepunkt des böhmischen Rokkoko

 

Duchcov: Schloss Waldstein, Ort von Goethe und Casanova

Duchcov: Schloss Waldstein, Ort von Goethe und Casanova

 

Schloss Dux, Billardzimmer

Schloss Dux, Billardzimmer

 

Der alte Badeort Teplitz

Der alte Badeort Teplitz, einst die große Konkurrenz zu Karlsbad

 

Der Grabstein von Giacomo Casanova in Dux

Der Grabstein von Giacomo Casanova in Dux

 

Wanderung nach Moldava ans Ende der Welt

Wanderung nach Moldava ans Ende der Welt

Literarische Reise durch Böhmen und Sachsen, Erzgebirge.

Zwischen Böhmen und Sachsen dehnen sich die sanften Hügel des Erzgebirges. Bunte Wiesen, umschlossen von düsteren Wäldern, vergessene Orte im Schatten einstigen Ruhms, Wege, die im Nichts enden … Einst drehte sich hier alles um die Schätze der Erde. Silber machte die Region reich. Heute ist es hier ruhig, und auf der tschechischen Seite scheint die Zeit regelrecht still zu stehen. Ein besonderer melancholischer Zauber liegt auf diesem vergessenen Reich der Erdgeister.

Doch dieses Erbe wird gerade wiederentdeckt: die UNESCO hat die ehemalige Bergbauregion zum Weltkulturerbe erklärt. Unsere literarische Reise führt durch das unbekannte böhmische Erzgebirge, bietet aber auch interessante Abstecher nach Sachsen.


Reisebegleiter sind Arthur Schnabl und Blanka Návratová.

 

PROGRAMM

Samstag: Anreise, 1. Treffpunkt am Bahnhof Horní Blatná (Anfahrt z. B. über Zwickau, Joh.georgenstadt: ab 16.27, H.B. an 16.40). Unser kleines Hotel Ochsendorf liegt nahe dem Bahnhof, am Rand des Städtchens Horní Blatná. Früher war die „Bergstadt Platten“ Zentrum einer bedeutenden Montanbaulandschaft. Heute führen die wenigen Einwohner ein geruhsames Leben im Schatten des einstigen Ruhms.

Sonntag: Der Schatz im Silbertal – Joachimsthal oder Jáchymov. Der erste Tag führt uns ins Herz des „Silberlandes“. Einst war Joachimsthal die wichtigste Stadt Böhmens. Hier ließen die Meißner Herzöge und die böhmischen Könige die „Joachimstaler“ prägen, die dem „Dollar“ den namen gaben. Das hochinteressante Museum im „Königl. Münzhaus“ erzählt von diesen großen Zeiten. Und auch von den schlimmen, als zu kommunistischen Zeiten Tausende Häftlinge mit bloßen Händen Uran abbauen mussten und „Jáchymov“ zum Schreckensnamen wurde. Wir gehen diesen Spuren im „Stollen Nr.1“ nach. Ein eindrucksvoller Spaziergang, bei dem uns der Roman „Jáchymov“ von Josef Haslinger begleitet.

Montag: Marzebillas Reich – Wanderung zu vergessenen Dörfern. Die sanften Hänge um Horní Blatná laden zum beschaulichen Wandern ein. Auf einsamen Wegen suchen wir die Spuren verschwundener Siedlungen und vergessener Arbeit. Der Bergbau hat sichtbare Spuren in der Landschaft hinterlassen, die sogenannten „Pingen“. Entlang des alten Holzkanals gehen wir bis in die verschwundene Ortschaft Ryzovna, in der nur ein Haus überlebt hat, glücklicherweise das Gasthaus. Am Ende kommen wir zu einem der stillen Höhepunkte dieser Reise, in den verlorenen Weiler Königsmühle, wo Marzebilla, die Berghexe, aus den leeren Fensterhöhlen schaut und seltsame Dinge in den Bäumen hängen. (10 km)

Dienstag: Freiheit und Wismut – die Republik Schwarzenberg. Mit Bahn oder Bus von Horní Blatná über die Grenze nach Sachsen, ins hübsche Städtchen Schwarzenberg. Hier wurde 1945 ein politisches Experiment durchgeführt, das nach den Jahren der NS-Diktatur geradezu utopisch wirkte. Die ostdeutschen Autoren Stephan Heym und Volker Braun erinnern an die Tage der „Freien Republik“. Später hat Werner Bräunig den „Wismut-Alltag“ der DDR in große Literatur umgesetzt, die nicht gut bei der Partei ankam. Reizvoll ist auch der Besuch einer außergewöhnlichen Mittagskneipe, die handfest mit einer noch nicht lange vergangenen Vergangenheit konfrontiert.

Mittwoch: Sächsische Kostbarkeiten – Weiterfahrt nach Duchcov /Dux. Nach der Stille von Horní Blatná geht es nach Teplitz, wo Quellen und Schlösser sich abwechseln. Unterwegs besuchen wir die großartige Annakirche in Annaberg und in Olbernhau ein einmaliges technisch-soziales Denkmal, die Saigerhütte. Und einen ungewöhnlichen Drechslermeister, der den Räuchermännchen modernen Geist eindreht. Im heute eher abgenutzt-verschlafenen Duchcov / Dux beziehen wir dann unser 2. Quartier, das „Hotel Casanova“. Wie sein Namensgeber hat es die besten Zeiten hinter sich.

Donnerstag: Die Erkundungen des Geheimrats. Schon Goethe war als Bergbaufachmann vom Erzgebirge fasziniert. Wir fahren und wandern auf seinen Spuren. Von dem Badeort Teplitz aus erkundete er das östliche Erzgebirge. Das Kloster Mariaschein und das Städtchen Graupen interessierten ihn ebenso wie die Geologie der Region. Ihn brachte die Kutsche nach oben. Wir nutzen die Seilbahn zum Ausflugsgasthaus „Mückentürmchen“, um auf den steilen Kamm des Erzgebirges zu kommen. Dort wandern wir durch eine Wiesenlandschaft, die bis zum Horizont reicht und deren Stille nur durch Lerchengesang unterbrochen wird.

Freitag: Grenzerfahrungen – am Ende der Welt liegt Sachsen. Von Duchcov schlendern wir durch eine hübsche Teichlandschaft zur eindrucksvollen Klosterkirche von Ossek (6 km, flach). Am Bahnhof nimmt uns dann ein Züglein oder ein Bus mit auf den Kamm des Erzgebirges. Panoramablicke bis zum Böhmischen Paradies. Wir tuckeln zum Grenzbahnhof Moldava, wo 1938 der tschechische Schriftsteller Adolf Branald als Fahrdienstleiter wirkte und erwandern uns gemächlich Wälder und Wiesen. (ca. 7km)

Samstag: „Jakob Casanova“ – der Mythos von Dux und Teplitz Die großen Zeiten von Dux sind lange vorbei. Einst war Schloss Dux ein Treffpunkt für die vornehmen Badegäste aus Teplitz. 18 Jahre lebte hier Giacomo Casanova als Vorzeigeobjekt des Grafen Waldstein. Wir besuchen seine Zimmer. Am Nachmittag spazieren wir durch die Parks von Teplice, in dessen Bädern schon Goethe, Beethoven und Seume nach Heilung suchten. Heute stoßen die großen Erinnerungen an die feudale Zeit mit der postsozialistischen Gegenwart zusammen.

Sonntag: Heimreise nach dem Frühstück Wir bringen Sie vor 10h zum nahen Bahnhof Bílina.Von dort gehen etwa stündlich Züge, sowohl nach Cheb/Eger – Nürnberg als auch nach Děčín – Dresden – Berlin.

Wollen Sie vielleicht noch ein paar Tage in einer der schönsten Städte Europas anschließen? Schauen Sie auf unsere Seite: Prag hautnah.

Reisebegleiter: Arthur Schnabl und Blanka Návratová.
Siehe auch: LiterArthurHommage in der TAZ, 20.4.2014

Leistungen

  • 8 Übernachtungen mit Halbpension
    (alle Zimmer mit Dusche/WC)
  • 2 engagierte und kompetente Reisebegleitungen
  • Alle Fahrten zwischen Horní Blatná und Duchov
  • Wanderführungen, Lesungen,Gespräche
  • Eintrittskarten
  • Ausführliches Karten-, Lese- und Infomaterial

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maximalzahl der Mitreisenden: 18 || Mindestzahl der Mitreisenden: 8

Bei gelbem Punkt (d.h. „nur noch wenige Plätze frei“) rechts neben Reisetermin findet die Reise sicher statt. Um Ihnen (und Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl evtl. nicht erreichen. Meist wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

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