Berlin | Radtour

Berlin & Umgebung mit dem Rad

Wie viel wunderschöne Naturlandschaft eine Metropole, wie Berlin, zu bieten hat, kann man am besten mit dem Rad entdecken. So finden wir samt der überall gegenwärtigen Kultur auch Naturidyllen und faszinierende Landschaft, die sonst kaum ein Tourist sieht. Auf Touren übers Land, Spazierfahrten durch die Stadt und Profi-Radführungen begegnen wir, neben origineller Kunst, auch besonderen Persönlichkeiten.

Reiseleitung: Erwin Aschenbrenner

Vorbemerkungen zu Programm und Anforderungen

Wir radeln zum großen Teil in der Natur: Wälder, Moore, Fließe, Seen draußen, riesige Parks und Uferwege an Spree, Havel und an unzähligen Kanälen auch im Innern der Metropole. Berlin entwickelt sich zudem gerade in seinen Kernbezirken zu einer Fahrradstadt mit mehr oder weniger breiten Radwegen auf vielen Haupt- und Nebenstraßen, verkehrsberuhigten Villen-Straßen und neuerdings immer mehr Fahrradstraßen insbesondere in Mitte, Kreuzberg, Prenzlberg, Pankow …

ABER: Es ist dennoch unvermeidlich, dass wir manchmal – z.B. auf unseren Wegen zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten oder zu S-Bahn-Stationen – verkehrsreichen Situationen ausgesetzt sind: laute Straßen, komplizierte Kreuzungsübergänge, rennradelnde Profiraser, auf Radwegen liegen oft Scherben … Nicht alle U- und S-Bahnstationen, auf die wir angewiesen sind, haben Aufzüge. Zudem kann Reiseleiter Erwin bei dieser Tour nicht – wie sonst auf dem Land – einfache Varianten für Abkürzungen oder Rückwege anbieten.

ALSO: Die Anforderungen an Mitreisende sind höher, was flexible und zügige Verkehrstauglichkeit angeht. Bei eigenen Rädern sind unplattbare Mäntel wichtig. Mitreisende sollten ihre Räder über Stufen tragen können und sich zutrauen, mit den fahrradfreundlichen Verkehrsmitteln in Berlin (ein Wochenticket für den Berliner ÖPNV einschließlich Potsdam für Mensch und Rad ist im Preis) ggf. selbständig zum Hotel zurückzufinden. Auch zügiges Nachkommen und Mitdenken in komplexen Verkehrssituationen sind wichtig. Wer stehen bleibt wegen Fotos oder Spontanentdeckungen muss das in der Stadt deutlich zum Reiseleiter nach vorne vermitteln. Wobei wir natürlich bei vielen sehenswürdigen Besonderheiten Pausen machen zum Rasten, Staunen, Fotografieren, Schlendern (der Reiseleiter bleibt dann bei den Rädern).

 

Unser Hotel Zarenhof am Prenzlauer Berg
liegt ruhig in einem weitläufigen aufgeräumten Hinterhof, in dem wir auch unsere Räder gut parken können.
https://www.hotel-zarenhof.de/hotel-zarenhof-berlin-prenzlauer-berg/

Eine U-Bahn- und Trambahn-Station ist 50 m vor der Hoteltüre, vom Hauptbahnhof sind es 15 Radminuten (oder 10 Minuten mit der Tram M10), 10 Radminuten (großteils auf weitgehend autofreien Fahrradstraßen) sind es ins Zentrum (z.B. zur S-Bahn am Hackeschen Markt und am Alexanderplatz). Und nur 3 Fußminuten sind es zur Kulturbrauerei, wo neben vielen „alternativen“ Sozial- und Kunstläden (Flohmarkt, Galerien, Theater, Cafés, Lebensmittel-Läden, DDR-Museum …) auch unser Partner Berlin-on-bike seinen Ausgangsort und seinen Rad-Fuhrpark hat. Urige Kneipen, Biergärten und gehobene Restaurants z.B. in der nahen Kastanienallee und im ganzen Kollwitz-Kiez, ferner viele sehenswürdige Kleinode in Spaziernähe (Jüdischer Friedhof, die „Widerstands-Kirchen“ der 80er-Jahre Gethsemane und Zion, Mauer-Museum, Café Achteck, Galerien am Pfefferberg …), dazu der abends hochlebendige Mauerpark mit seinen Straßenmusikern gleich um die Ecke.

PROGRAMM – kurz:

An 3 der 5 Tage sind wir ganztags unterwegs, fahren hinaus in den Südosten, Südwesten und Norden Berlins und mit der S-Bahn zurück (bzw. hin). An 2 Vormittagen macht Berlin-on-bike eigens für uns dreistündige Führungen. Ein Überblick zu Berlin-Mitte und das intensive Thema der Berliner Mauer und des Ostens können besser Experten vor Ort erläutern und erzählen. Nachmittags bietet Erwin dann auf Wunsch gerne innerstädtische Touren (Mitte2+Charlottenburg und Kreuzberg+Tempelhof-Schöneberg) an.

Rundblick vom Hauptbahnhof "Hintereingang" Washingtonplatz Richtung dem Regierungsviertel (mittig erkennbar die kleine Kuppel ist das Reichstagsgebäude)

Erster Rundblick vom Hauptbahnhof „Hintereingang“ Washingtonplatz Richtung dem Regierungsviertel

 

Hier ein möglicher Plan, natürlich sind wir nach Wetter und Laune flexibel:

Montag Ankunft – Treffpunkt 18 Uhr abends im Hotel
Auf Wunsch und nach Absprache können wir nachmittags Radler abholen (und den Gepäcktransport z.B. mittels Taxi organisieren). Eine schöne Einstiegstour per Rad geht vom Hintereingang des Hauptbahnhofes erst entlang der Spree durch das Regierungsviertel und am Schloss vorbei – weiter auf verkehrsruhigen neuen Fahrradstraßen hoch zum Hotel am Prenzlauer Berg. (Ca. 6 km, die aber wegen der Anhäufung an großen Sehenswürdigkeiten mindestens eine Stunde brauchen.)

1a Dienstag vormittags – „Berlin im Überblick“
In der Kulturbrauerei, 3 Fußminuten vom Hotel, können wir 9.30 h die Räder ausleihen (Sonderpreis 55 Euro für die 5 Tage) und starten 10 h mit der höchst lehrreichen Klassiker-Tour „Berlin im Überblick“ nach Berlin „Mitte“ (bis 1989 großteils im Osten gelegen).
Die Geschichte Berlins vom Alten Fritz über die Nazi- und DDR-Prägung bis zur aktuellen Gentrifizierung soll Hauptthema sein.
Museumsinsel, Regierungsviertel, Brandenburger Tor, das umstritten-sanierte, kürzlich (Dez. 2020) eröffnete Stadtschloß, Holocaust-Denkmal, Dom …
https://berlinonbike.de/radtouren/radtour-berlin-im-ueberblick/

Nah beieinander auf der Spree-Insel: Museen, Lustgarten, Dom, Schloss - dahinter der Fernsehturm (Alexanderplatz)

Nah beieinander auf der Spree-Insel: Museen, Lustgarten, Dom, Schloss – dahinter der Fernsehturm (Alexanderplatz)

1b Dienstag nachmittags (15-25 km)
Anders durch Berlin Mitte – und zum Kurfürstendamm
Der „Überblick“ konnte auch in Mitte nur einen Mini-Teil zeigen. Deswegen nochmals, aber anders und mit Erwin durch Berlin Mitte und ein Stück Westen, viel auf Fahrradstraßen und Parkwegen, dennoch eine Tour zwischen Ruhe und Trubel: Kurze Halts z.B. bei der Zionskirche, den Hackeschen Höfen, Synagoge, Brecht-Grab (und nahebei Hegel, Christa Wolf, Fritz Teufel, Egon Bahr …), Tiergarten, Kurfürstendamm mit Gedächtniskirche, Bahnhof Zoo.
Zurück entweder mit der U2 direkt zum Hotel, oder per Rad, nochmals ca. 10 km.

2 Mittwoch (40-55 km)
Berlins ländlicher Norden: Naturidyllen zwischen West- und Ost-Kultur
Vom Bahnhof Bornholmer Straße geht’s mit der S8 raus aus Berlin in den Landkreis Oberhavel. Ein kurzes Stück geht es dörflich zu einem eindrücklichen Abschnitt der Berliner Mauer, danach pendeln wir zwischen den Stadt-Bezirken Reinickendorf (West) und Pankow (Ost): teils am breit asphaltierten Mauerweg, teils auf Forstwegen und malerischen Wiesen- und Uferpfaden durch die Naturidyllen des Tegeler Fließ. Fast am Ende die „Uferpromenaden“ der Panke, die uns ganz nebenbei durch Schloss- und Volksparks und kleinstädtische Villenviertel mit Literatur- und Funktionärsgeschichte bringen.

3a Donnerstag vormittags – Mauer-Tour
Radtouren in Berlin stoßen immer wieder auf die ehemalige Mauer. Gestern sind wir an der nördlichen Strecke ein kleines Stück an der Brandenburger Grenze geradelt. Heute vertiefen wir das Thema an einem ca. 10km langen Stück der innerstädtischen Mauer: Bornholmer Straße, Bernauer Straße mit anschaulicher „Freiluft“-Gedenkstätte, Invalidenfriedhof, Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie … Originalstücke gibt es kaum noch. Die hunderte Hektar des 155-km langen Mauergeländes sind dort überbaut für Politik und Kommerz, für Wohnsiedlungen und Bürogebäude, Bahngleise und Autobahn, aber auch umgewidmet für Freizeitgelände (durchgehender Wander- und Radweg!) und Naturschutz … Die Komplexität und Dramatik des Themas kann nur ein Historiker und ein Berliner erläutern. Berlin-on-bike hat solche Experten. https://berlinonbike.de/radtouren/berliner-mauer/

3b Donnerstag nachmittags (20-30 km)
Von schick bis wild: Kreuzberg – Neukölln – Tempelhof – Schöneberg
Mit Erwin durch teils schicke, teils wilde, teils türkische, teils schwäbische Stadtviertel südlich von Mitte. Wir streifen dort die Klischees des alternativen, revolutionären und wilden West-Berlins: „Punk, besetzte Häuser, Straßenschlachten“. Am Weg aber auch eine Menge städtische und doch autofreie Idyllen: Fahrradstraßen, Parks und ein riesiges „Feld“: der ehemalige Tempelhofer Flughafen.
Es geht durch Mitte nach Kreuzberg mit seinen Szene-Kiezen, im Volkspark Hasenheide Neukölln tangierend, dann über das Tempelhofer Feld, eine der größten innerstädtischen Freizeitflächen weltweit, durch den Viktoriapark mit seinem künstlichen Wasserfall, zum St. Matthäus-Friedhof in Schöneberg und zum Park am Gleisdreieck, von wo uns wieder die U2 zurückbringen kann zum Hotel. Oder nochmals per Rad in umgekehrter Richtung den intensiven und abwechslungsreichen Mauerweg von heute Vormittag, dann sind es + 10 km.

4 Freitag (35-55 km)
Durch den Südosten nach Köpenick: Zwischen Sozialismus & Punk, Gentrifizierung & Naturbewahrung
Heute bleiben wir im Osten. Durch Friedrichshain und Lichtenberg, die idyllischen Spreebuchten mehrmals kreuzend, geht es Spree-aufwärts nach Treptow und ins bürgerliche Köpenick mit vielen bestaunenswerten Stationen: Märchenhafter Volkspark Friedrichshain – DDR-Prunk „Karl-Marx-Allee“ – touristisch schön: EastSideGalery – ev. ein kurzer West-Schlenker zur „Szene“ am Görlitzer Park – Mauergeschichte am Schlesischen Busch – Kneipen-Schmankerl am Flutgraben – umstrittene Bauten und Baustellen „Mediaspree“ – geschäftiger gentrifizierter Boxhagener Kiez und bescheidener Kaskel-Kiez (Mittagspause?) – Alternativ-Idyll Rummelsburger Bucht – Soldaten- und Sozialismusgeschichte im Treptower Park – Spreeufer am Plänterwald – Alternativszenerie Wuhlheide – (nicht nur literarische) Spree-Romantik in Alt-Köpenick (mit schönen Ufer-Restaurants für ein ev. Abendessen).
Für Sehenswürdigkeiten wie die EastSideGalery werden besonders Fotografen viel Zeit brauchen. Mal sehen, ob wir am Abend in Köpenick schon in die S3 zurück an den Prenzberg einsteigen oder weitere 10 km bis zum Müggelsee radeln oder es gar um den Müggelsee bis Erkner schaffen.

Neues Palais in Potsdam - Sanssouci

Neues Palais in Potsdam – Sanssouci

5 Samstag (30-60 km)
Berlins reicher Südwesten: schloss – schlösser – Potsdam (mit Wannsee, Griebnitz, Sanssouci)
Wir wissen inzwischen Bescheid, ob wir lieber lange radeln, also schon am S-Bahnhof Grunewald starten oder gar schon in Charlottenburg. Und Schmankerl wie das Jagdschloss Grunewald und den vornehmen Villen-, Studenten-, Forschungs- und Museums-Ort Dahlem auf schattigen Forstwegen „mitnehmen“. Oder uns mehr Zeit nehmen wollen bei den Sehenswürdigkeiten und mit der S7 gleich bis Wannsee durchfahren.
Genug zu sehen wird es jedenfalls geben: Liebermannvilla und Haus der Wannsee-Konferenz, Königsweg im Düppeler Forst, Traumvillen am Griebnitzsee (u.a. bewohnt von Stalin und Churchill 1945), Babelsberger Schlösser, Glienicke Brücke mit neuen Mauer-Geschichten, Heiliger See, Cecilienhof – DER weltpolitische Ort Sommer 1945, Marmorpalais und Belvedere (mit tatsächlich großartiger Sicht), die russische Kolonie Alexandrovka – und natürlich die unzähligen Villen, Schlösser, Kirchen, Museen und Denkmäler im und um den Park Sanssouci.
Spätestens abends wollen wir jedenfalls in der schmuck-aufgeräumte Fußgängerzone der Altstadt sein, danach noch Nikolaikirche und Stadtschloss am Alten Markt gleich beim Hauptbahnhof Potsdam. Oder wer will, auch noch eine abendliche Tour hoch zum Wissenschaftspark am Einsteinturm oder zum Sonnenuntergang am Flatow-Turm in Babelsberg?
All das können wir fast durchgehend auf autofreien Park-, Forst- und Uferwegen erkunden. Unterbrochen freilich und unvermeidlich von kleineren und größeren, leiseren und lauteren Straßen.
Ob wir unseren Abschiedsabend in Potsdam verbringen oder in Berlin, wir werden sehen. Jedenfalls bringt uns die S7 schnell zurück nach Berlin Mitte – an den Prenzlberg.

6 Sonntag
Die Reise ist zu Ende nach dem Frühstück.
Wir empfehlen sehr, in Berlin zu verlängern. Wir sind nämlich fast sicher, dass Sie einige Sehenswürdigkeiten, die wir als Radler nur von außen gesehen haben, noch genauer besehen wollen und noch mehr Zeit zum Erschlendern einiger erkundeter Orte und/oder für Museumsbesuche haben möchten.
Falls Sie im gleichen Hotel bleiben und verlängern möchten, geht das über diesen Link.

 

PROGRAMM – sehr ausführlich:

Wie geschrieben, ein möglicher Plan, wir sind nach Wetter und Laune flexibel,
auch die Reihenfolge der Tage können wir in Teilen noch ändern.

Montag Ankunft – Treffpunkt 18 Uhr abends im Hotel
Auf Wunsch und nach Absprache können wir nachmittags Radler abholen (und den Gepäcktransport z.B. mittels Taxi organisieren).
Eine schöne Einstiegstour per Rad geht erst entlang der Spree durch das Regierungsviertel und am Schloss vorbei – weiter auf verkehrsruhigen neuen Fahrradstraßen hoch zur Bernauer Straße, vorbei am Mauerpark und der Kulturbrauerei zu unserem Hotel am Prenzlauer Berg. (Ca. 6 km, die aber wegen der Anhäufung an großen Sehenswürdigkeiten mindestens eine Stunde brauchen.)

1a Dienstag vormittags – „Berlin im Überblick“
In der Kulturbrauerei, 3 Fußminuten vom Hotel, können wir 9.30 h die Räder ausleihen (Sonderpreis 55 Euro für die 5 Tage) und starten 10 h mit der Klassiker-Tour „Berlin im Überblick“ nach Berlin Mitte.
https://berlinonbike.de/radtouren/radtour-berlin-im-ueberblick/
Das große Berliner Thema – nicht erst, aber besonders seit 1990 und da natürlich ganz besonders im Ostteil – der Gentrifizierung (der Verdrängung einkommensschwacher „Einheimischer“, oft eingeleitet durch „alternative“ Kiez-Pioniere vom engagierten Hausbesetzer über den begabten Hobby-Kneipier bis zum abenteuerliebenden Kunstprofessor, zu denen dann langsam und gerne einkommensstarkes Establishment nachrückt) lässt sich innerhalb Berlins wohl am ersten und am deutlichsten gleich in der Umgebung unseres Hotels am Prenzlauer Berg zeigen. Die dreistündige Tour führt aber vor allem nach Berlin-Mitte, weil hier die Preußische und Deutsche Geschichte – von Friedrich dem Großen über Holocaust und 40jährige DDR-Prägung bis zum modernen Regierungsviertel – anschaulich werden kann wie sonst an keinem anderen Ort. Und es wird deutlich werden, warum gerade Berlin „verdammt ist (bzw. war), immerfort zu werden und nie zu sein“ (Karl Scheffler).

1b Dienstag nachmittags (15-25 km)
Anders durch Berlin Mitte – und zum Kurfürstendamm
Nur einen kleinen Teil vom zentralen Berlin werden wir am lehrreichen Vormittag gesehen haben. Deswegen fährt Erwin nochmals und anders durch Berlin Mitte auf einer Tour zwischen Ruhe und Trubel: Wir bleiben die längsten Strecken auf autofreien Fahrradstraßen, Uferwegen und Parkwegen, kommen naturgemäß aber auch an trubeligen massentouristische Orten (nicht) vorbei. Diesmal ohne große Erläuterungen könnten z.B. Haltepunkte zum Schlendern (Erwin kann die Räder bewachen) sein: Zionskirche (wo D. Bonhoeffer Pastor war, nach 1986 Raum für DDR-Opposition und Umweltinitiativen), Linienstraße 206, erstes Ostberliner Haus, von Westberlinern besetzt – mit langer Geschichte bis heute; nahebei die Hinterhöfe zwischen Kunst und Kommerz um die Sophienstraße (Hackesche, Heckmann, Gips, Schwarzenberg); zur Spree mit Blick auf Dom und Museumsinsel; Monbijoupark; Neue Synagoge in der Oranienburger-Straße; Großbaustelle für Edel-Mieter am ehemaligen Besetzer- und  Kunsthaus Tacheles;  Brecht-Grab (am Dorotheenstädtischen Friedhof liegen aber auch Hegel, Fichte, Litfaß, Helene Weigel, Anna Seghers, Bernhard Minetti, Otto Sanders, Christa Wolf, Egon Bahr …).  Erneut hinunter zur Spree radeln wir am Reichtagsufer entlang nochmals vorbei am Brandenburger Tor ins ehemalige Westberlin zum Tiergarten, mit 210 ha nach dem Englischen Garten in München Deutschlands größter innerstädtische Park (wenn man Sanssouci und Tempelhof nicht als Park zählt): ein traumhaftes Gelände zum Radeln und Rasten (z.B. auf der ruhigen romantischen Luiseninsel oder – es wird vielleicht schon Zeit zum Abendessen sein – vorbei an der Siegessäule  zum Café am Neuen See oder zum im Schleusenkrug, die beide zu den schönsten Biergärten Berlins gehören.) Wir sind von dort gleich am Kurfürstendamm, kommen am Ende zur Gedächtniskirche und zum Bahnhof Zoo, von wo uns die U2 direkt vor das Hotel zurückbringen kann. (Per Rad durch den Kanzlerpark und über die Promenade am Schifffahrtskanal wären es aber auch nur ca. 10 km zurück.)

Dom und Fernsehturm (von der Friedrichsbrücke über die Spree)

Dom und Fernsehturm (von der Friedrichsbrücke über die Spree)

2 Mittwoch (40-55 km)
Berlins ländlicher Norden: Naturidyllen zwischen West- und Ost-Kultur
Auf versteckten Wegen an der Max-Schmeling-Halle vorbei kommen wir zum Bahnhof an der Bornholmer Straße, mit seiner dort bebilderten Geschichte vom Fall der Mauer am 9.11.1989 – für uns Abfahrtsort mit der S8 in den Norden, wo Berlin sehr dörflich wird. In Bergfelde steigen wir aus, es gehört tatsächlich nicht mehr zur Stadt, sondern zum brandenburgischen Landkreis Oberhavel. Die oftmals schmuck sanierten Häuser wollen aber nicht verbergen, dass hier einstmals DDR war. Nahebei die Mauer, wir treffen auf einen der ganz wenigen anschaulichen Orte, die noch die skrupellose logistische Breite und dramatische Tiefe dieses „Grenz-Denkmals“ zeigen können. Die auf Gedenktafeln erzählten Geschichten sprechen für sich. Heute dient der ehemalige Wachturm und das Waldbiotop den Naturschützern.
Am Mauer-Radweg geht es nach Süden, Waldweg zuerst, dann ins westberlinische Frohnau – wer merkt, wo der ehemalige Osten (Brandenburg bzw. Pankow) aufhört und das ehemalige West-Berlin (Reinickendorf) anfängt? Die Mauer macht einen „Entenschnabel“ und führt uns dann zu Regional-Radwegen in der wunderschönen Moor- und Seenlandschaft des Tegeler Fließ – Natur pur, aufgelockert durch Reiter- und Bauernhöfe in den westberlinischen Dorfidyllen Lübars und Hermsdorf (die eine ältere Geschichte haben als Berlin selbst und einige Jahre Heimat von Max Beckmann und Erich Kästner waren) und zum Glück auch aufgelockert durch Land- und Wirtshäuser – in einem sehr schönen kehren wir Mittags ein.

Im Tegeler Fließ

Im Tegeler Fließ

Auch nachmittags Naturidyll am Wasser, durch Fließland und verwilderte Parks, mit evtl. Schlenker zum Nordgraben und am Rathaus Reinickendorf vorbei, in Wilhelmsruh treffen wir wieder auf den Mauerweg, breit ausgebaut, eine der neuen komfortablen Radstraßen. Sie führt uns zum Flüsschen Panke und ins zentrale Pankow mit dem einstigen Villenviertel am Majakowskiring, erbaut von Industriellen, Hans Fallada wohnte bis 1947 hier, 1949 wurden fast alle Besitzer enteignet, die höchsten SED-Funktionäre übernahmen die Villen, ebenso wie nahebei das Schloss Schönhausen, das zum Amtssitz des DDR-Präsidenten und des Staatsrates wurde, bis 1964. Staatsbesucher wie Hồ Chí Minh oder Chruschtschow wurden hier empfangen, später logierten Staatsgäste wie Indira Gandhi, Fidel Castro, Muammar al-Gaddafi oder Michail Gorbatschow im Schloss. Und ab Ende 1989 tagte hier 4 Monate lang der zentrale „Runde Tisch“, SED und oppositionelle Bürgerrechtler, um einen Weg  für die Abwicklung der Stasi (erfolgreich) und für eine demokratische, eigenständige DDR (erfolglos) zu finden. Heute führt ein idyllischer Uferradweg entlang der Panke vorbei an dem recht wenig beachteten musealen Schloss und Schlosspark und durch den kleinen Bürgerpark Pankow. Kurz vor der Mündung der Panke in die Spree (schon längst in Bezirk Mitte) biegen wir links ab zum lebendigen Volkspark Humboldthain (evtl. mit einem Schlenker zum malerisch-ruhigen Rosengarten und zu der großen Aussicht auf dem Flakturm am nördlichen Trümmerberg, 85 m hoch) und kommen nach einer intensiven natur- und geschichtsnahen Tour zurück durch den Mauerpark (abends ist hier vermutlich schon Musik, Punk und Trubel) zu unserem Hotel mit ruhigem Innenhof am Prenzlberg.

3a Donnerstag vormittags – Mauer-Tour
Radtouren in Berlin stoßen zwangsweise immer wieder auf die ehemalige Mauer – und inzwischen darf man fast sicher sein, dass man dort einen guten Radweg antrifft, der einen von allen Außenbezirken in Berlins Mitte zurückführt, die die Mauer ebenfalls zu Dreiviertel umkreist. Auch bei uns wird kein Tourentag vergehen, an dem wir nicht mehrmals auf die Mauer stoßen: Vorgestern haben wir mehrfach in Berlin Mitte die ehemalige Ost-West-Grenze überquert, z.B. am Brandenburger Tor; gestern waren wir an der nördlichen Mauerstrecke ein kleines Stück an der Brandenburger Grenze entlang geradelt und überquerten sowohl in Pankow/Reinickendorf als auch in Mitte/Gesundbrunnen immer wieder die Ost-West-Grenze;  heute Nachmittag stoßen wir bei den Besetzer-Häusern in Kreuzberg wieder auf die Mauer, morgen unter anderem bei der EastSideGallery, übermorgen radeln wir erneut einige km entlang der ehemaligen Mauer und zwischen Westberlin und Brandenburg – z.B. um Dreilinden, Wannsee  und an der Glienicker Brücke …
Heute vormittags vertiefen wir bei einer nochmaligen dreistündigen Rad-Führung das Thema an einem ca. 10km langen Stück der innerstädtischen Mauer. Gethsemane-Kirche, Bornholmer Straße, Bernauer Straße mit der Open-Air-Gedenkstätte, Invalidenfriedhof, Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Checkpoint Charlie … Die Komplexität und Dramatik des Themas kann nur ein Historiker und ein Berliner erläutern. Berlin-on-bike hat solche Experten.
https://berlinonbike.de/radtouren/berliner-mauer/

Meist malerisch, ruhig und gut ausgebaut: der Berliner Mauerweg (hier Kirschblütenweg nahe bei unserem Hotel)

Unser Hotel ist übrigens keinen Kilometer entfernt von zwei Kernorten der Mauer, mit denen unsere Tour beginnen wird:
Zum einen nördlich die Bornholmer Straße, wo „sich“ die Mauer am Abend des 9.11. zuerst öffnete. Der empfehlenswerte, vielleicht für die ernste Lage etwas zu komödiantisch geratene Film „Bornholmer Straße“ (erstmals gezeigt in der ARD, 5.11.2014), der die skurril-dramatischen Abendstunden dort veranschaulicht, hat diese Situation auch im Westen bekannt gemacht. (Unter der Bornholmer Straße queren die S-Bahn-Gleise und parallel zu ihnen führt der Mauerweg durch eine idyllische Kirschbaum-Allee.)
Und zum anderen südwestlich die Bernauer Straße, wo die Häuserfronten teils noch im Ostteil der Stadt standen, der Bürgersteig dagegen schon auf Westberliner Gebiet. Einige Anwohner konnten aus den Fenstern ihrer Wohnungen in den Westsektor springen, dabei gab es erste Tote. Aber bald wurden die Fenster vermauert und die Mieter mussten aus den Wohnungen ausziehen. – An der Bernauer Straße befindet sich heute die wohl anschaulichste Open-Air-Gedenkstätte der Ost-West-Trennung: u.a. ein 70m langes Stück der Berliner Mauer mit der breiten Logistik von Grenzstreifen, Signaltechnik, Kolonnenweg, Doppelmauer, Wachturm …
Googeln Sie „Berliner Mauer, Bernauer Straße“ es gibt da viele Kurzfilme mit alten Bildern und kurze Lehrfilme der Gedenkstätte; z.B.
www.berlin-mauer.de/videos/flucht-an-der-bernauer-strasse-1961-534/ 

Erklärungstafeln in der Bernauer Strasse

Erklärungstafeln in der Bernauer Strasse

3b Donnerstag nachmittags (20-30 km)
Von schick bis wild: Kreuzberg – Neukölln – Tempelhof – Schöneberg
Mit Erwin durch teils schicke, teils wilde, teils türkische, teils schwäbische Stadtviertel südlich von Mitte. Wir streifen dort die Klischees des alternativen, revolutionären und wilden West-Berlins: „Punk, besetzte Häuser, Straßenschlachten“. Am Weg aber auch eine Menge städtische und doch autofreie Idyllen: Fahrradstraßen, Parks und riesige „Felder“ wie der ehemalige Tempelhofer Flughafen.
Vielleicht mit Schlenkern zur Holzmarkt-Pampa am nördlichen und zum neubebauten Eiswerk, zur umkämpften Eisfabrik und zum Besetzerhaus Köpi mit seinem subkulturellen Wagenplatz am südlichen Spreeufer radeln wir nach Kreuzberg, kommen wieder zur Mauer. Dort steht eines der ersten und berühmtesten besetzten Häuser in Westberlin, das von Rio Reiser besungene „Rauch-Haus“, dessen Bewohner schon 1971 gleichzeitig die Polizei und Politiker in Westen und im Osten zu ärgern verstanden. Die Hochphase der Westberliner Häuserbesetzung war 10 Jahre später, ebenfalls  in Kreuzberg, äußerlich gibt es davon heute nur noch wenige Spuren. Dafür können wir im heutigen Kreuzberg einige (durch Corona unterstützte und gebliebene) „Pop-up-Radwege“ nützen, die uns fast bis zum Park Hasenheide führen. Wir passieren dabei die alte Kreuzberger Szene, Wrangelkiez, SO36, Graefekiez und sammeln farbenfrohe Eindrücke eines immer-noch Multi-Kulti-Viertels. Durchaus mit Wohlstand, etwas anders halt, teils anarchischer, teils strenger. Etwa 65% der Bewohner hier haben keine deutschen Großeltern. Aber auch Kreuzberg hat längst seine Gentrifizierungsprobleme.
Der Volkspark Hasenheide gehört schon zu Neukölln. Er bringt uns erneut autofrei direkt zum ehemaligen Flughafen Tempelhof. Das Tempelhofer Feld ist mit über 300 Hektar (ca. 500 Fußballfelder) eine der weltweit größten innerstädtischen Freiflächen: zum Skaten, Schlendern, Gärtnern, Picknicken, Vogelbeobachten, Kite-Surfen und natürlich auch zum Radeln. Zudem lassen sich hier Geschichte und Geschichten erradeln: das (heute großteils ungenutzte) Flughafengebäude war in der Nazizeit mit 9000 Büros das größte Gebäude der Welt, ab 1940 waren tausende Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie untergebracht; 1948/49, als die Sowjets die Zufahrtswege durch ihre DDR-Besatzungszone sperrten, konnte Westberlin nur dank einer Luftbrücke zum Flughafen Tempelhof gerettet werden – über 10 Monate lang landete etwa alle 3 Minuten ein „Rosinenbomber“ der Alliierten. – 2008 wurde der große Flughafen BER geplant und der Flugbetrieb hier aufgegeben; danach dutzende, teure Bebauungspläne für das „Feld“; ein erfolgreiches Volksbegehren 2014 sichert aber bis heute noch die freie, öffentliche, chaotisch-unbürokratische Zugänglichkeit gegen kommerzielle Bebauungs-Pläne.

Am Nordwestlichen Ausgang des Feldes noch ein Kreuzberger Kiez zwischen wild und vegan, Subkultur und Tourismus: die Bergmannstraße, deren alten, stuckverzierten Fassaden von Hausbesetzern gerettet worden sind. Die Straße führt uns in den Viktoriapark mit seinem künstlichen Wasserfall und dem echten „Kreuzberg“, mit 66 m höchste natürliche Erhebung Berlins. Wir machen zum Schluss einen kleinen Schlenker nach  Schöneberg, in das ehemalige Arbeiterviertel „Rote Insel“, heute eher reiche Wohngegend. Hier könnten wir noch die Geburts- bzw. Wohnhäuser von Marlene Dietrich und Hildegard Knef (beide in der gleichen Straße)  finden, oder auch die Berliner Wohnung von David Bowie Ende der 70er Jahre. Und am romantischen St. Matthäus-Friedhof könnten wir die Gräber der Gebrüder Grimm oder auch das Grab von Rio Reiser suchen.
Es wird schon Abend sein. Durch den Park am Gleisdreieck sind wir in ein paar Minuten am geschichtsträchtigen Kreuzungsbahnhof „Gleisdreieck“, von wo uns die nach der Wende wieder in Betieb gegangene U2  in 20 Minunten direkt vor unser Hotel im Osten bringt.
Alternativ können wir z.B. den Mauerweg von heute Vormittag in umgekehrter Richtung heimradeln, denn wir sind wieder nahe am Potsdamer Platz und Checkpoint Charlie. Der abwechslungsreiche Mauer-Radweg mit den vielen geschichtsträchtigen Orten ließen die Wiederholung nochmals erlebnisreich und lehrreich sein. Es wären dann noch +10 km.
(Kurios: Wir sind am Nachmittag östlicher geradelt als am Mauerweg heute Vormittag, und sind doch zu über 90% im ehemaligen Westberlin gewesen. Mitte und Brandenburger Tor liegen eben nordwestlich zu Neukölln und Kreuzberg.)

4 Freitag (35-55 km)
Durch den Südosten nach Köpenick: Zwischen Sozialismus & Punk, Gentrifizierung & Naturbewahrung
Heute bleiben wir im Osten. Durch Friedrichshain und Lichtenberg, die idyllischen Spreebuchten mehrmals kreuzend, geht es Spree-aufwärts nach Treptow und ins bürgerliche Köpenick.
Erste Station ist noch am Prenzlberg der älteste Wasserturm Berlins von 1877, der der Versorgung des schnell wachsenden Arbeiterviertels am Nordhang von Berlin Mitte diente. Es geht hinunter zum Volkspark Friedrichshain mit seinen von Berlinern wie Touristen geliebten Märchenbrunnen: die Figuren der Gebrüder Grimm – liebliche Kunst zum Anfassen. Vorbei an einem weiteren Nazi-Trümmerberg (Mont Klamott) im Volkspark kommen wir bei der „Weberwiese“ zur 2 km langen Karl-Marx-Allee, ehemals Stalin-Allee, bedeutendes sozialistisches Prestige-Projekt und DDR-Aufmarsch-Straße, breiter als die Champs-Élysées, eine Mischung aus sozialistischem Realismus und preußischem Schinkel-Sozialismus, ein Prachtboulevard von Arbeiterpalästen voller Wohnungen mit Zentralheizung, zum Teil auch wirklich der Arbeiterklasse zugeteilt. Ironien der Geschichte, dass hier der von russischen Panzern niedergewalzte Volksaufstand des 17. Juni 1953 begann und dass nur das Ende der DDR den Verfall verhindern und den Wert der Gebäude retten konnte. Natürlich sind auch sie heute großteils Spekulationsobjekte von Immobilienfirmen und somit Teil der Gentrifizierung.

Wir überqueren den Boulevard mit Blick zum Fernsehturm am Alexanderplatz im Westen und zu den Türmen am Frankfurter Tor im Osten und fahren die Straße der Pariser Kommune hinunter zur Spree und zur meist beschauten Mauer-Sehenswürdigkeit Berlins, der East-Side-Gallery: das längste erhaltene Mauerstück, 1300 m, im Jahre 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern bemalt, 2009 (mit Verlusten) überlebenstüchtig saniert und konserviert. Wir schlängeln uns langsam und individuell den Kunstwerken entlang durch die Touristenmenge, werktags vormittags ist sie vielleicht noch nicht allzu dicht. Fotograf*innen bekommen Extra-Zeit. – Vor der schönsten Brücke Berlins, der Oberbaum-Brücke, treffen wir uns wieder. Sie führt uns über die Spree auf einen kleinen Umweg durch den „Görli“, den (inzwischen relativ befriedeten) Dealer-Park in Kreuzberg. An dessen Ende kommen wir zum Flutgraben mit seinen malerischen Schiffskneipen und zurück zum Uferweg an der Spree mit Blick auf die Molecule Man – drei 30 m (100 Fuß) hohe Figuren im Fluß, am Dreibezirks-Eck von Kreuzberg, Friedrichshain und Treptow.
Wir sind mitten im Spekulationsgebiet „Mediaspree“ – ein Investitionsprojekt über viele Milliarden Euro. In der hochattraktiven Lage 3 km links und rechts entlang der Spree zwischen Mitte und Treptow  (also vor allem im Nachwendebezirk Westberlin/Kreuzberg-Friedrichshain/Ostberlin) gab es auf über 150 Hektar wertvollem Land unzählige Industrie-, Mauer- und Freizeitbrachen: ein (vermeintliches) Schlaraffenland zunächst für subkulturelle Initiativen. (Gestern schon haben wir beim Holzmarkt und Eisfabrik den Westteil des Gebietes gestreift.) Je mehr das arme Berlin sexy und wirtschaftlich potent und je mehr Gewerbe- und Wohnraum in der Mitte Berlins knapp wurde, um so mehr wurden Investoren angezogen. Babylonische Bebauungspläne gab es schon bald nach 1990, aber die Wirtschaftskraft und die Immobilien-Nachfrage war noch schwach. Erst etwa ab 2000 wurde es lukrativ, luxuriös zu sanieren oder gar abzureißen und  neue schicke Firmengebäude und Hochhäuser zu bauen. Und schon wurden selbst Teile der East-Side-Gallery geopfert, um für mondäne Neubauten eine Anlegestelle an der Spree zu schaffen. Investoren, Grunstückseigner und Medienunternehmer schlossen sich zu dem Label  „Mediaspree“ zusammen und suchten – ebenso wie die Gegeninitiative „Mediaspree versenken“ , die mit viel Kreativität unter dem Motto „Kiez statt Profitwahn – Spreeufer für alle!“ agierte – Politiker, mietende, vermietende und besitzende Anwohner, Architekten, Künstler, Veranstalter etc. für ihre (Bebauungs)Ideen und Pläne zu gewinnen.  Es wurde und wird – meist begleitet von Chaos und Streit – gebaut und gentrifiziert. Zumindest einige Großbaumaßnahmen konnten zwar verhindert werden – z.B. eine zusätzliche Autobrücke im Westen der East-Side-Gallery. Es scheint aber, dass so nahe an Berlin-Mitte inzwischen der Widerstand quantitativ wie qualitativ erschöpft ist. Wir werden bei unserer Reise neben imposanten Hochhäusern und Sanierungsobejkten sicher auch noch manche schicke, und manche chaotische Hinterhof-Szenen am Spreeufer finden, aber wohl nur noch wenige Brachen. Dafür viele Baustellen …

Blick von der Oberbaumbrücke nach Osten, Blick auf Elsenbrücke, Molecule men, Twin-Tower und "Treptower", links nhow-Hotel

Blick von der Oberbaumbrücke nach Osten auf Elsenbrücke, Molecule Man, Twin-Towers und „Treptower“, links nhow-Hotel

Alleine der Besuch und die Diskussion zu den umstrittenen „Mediaspree“-Plätzen könnten eine ganze Wochenreise füllen. Es ist sinnvoller, das Thema an einer spezifischeren Lokalität zu erradeln. Wenn also Interesse und Zeit dafür ist, radeln wir eine 10 km lange Extra-Runde auf der nördlichen Spree-Seite: in das gegenwärtig wohl am intensivsten boomende (und auch noch umkämpfteste) Szene-Viertel (Ost)Berlins, schon an der Grenze von Friedrichshain und Lichtenberg, wo immerhin  aktuell noch vieles im Umbruch ist. Wir radeln auf der Straßenseite der Elsenbrücke  zum Boxhagener Kiez, ehemals Hausbesetzer-Hochburg, heute teurer Wohn- und Kneipenbezirk. Auf der einen Seite das punkige RAW-Gelände, die größte innerstädtische Industriebrache in Berlin und gleichzeitig (bis Corona) das größte durchgehend kulturell bespielte Gelände Deutschlands, sehenswert schon wegen der bunten und schrägen Graffitis, aber „natürlich“ auch von streitbaren Investorenplänen bedroht. Gleich daneben die Simon-Dach-Straße, das schicke, bürgerlich-avantgardistische Ausgehviertel für Touristen und Hippster im Osten Berlins. Nordöstliche Parallelstraße ist die Mainzer Straße: 1990 wurden hier 13 Häuser zuerst rein ostdeutsch, dann auch von Westdeutschen besetzt, aber schon im November des gleichen Jahres nach mehreren Straßenschlachten von einem der größten Polizeieinsätze der Nachkriegsgeschichte (über 3000 Polizisten) geräumt.  In der Umgebung gibt es noch die letzten als „besetzt“ geltenden Häuser in Berlin, denen freilich ständig die Räumung droht. (Rigaer 94; Liebig 34: 9.10. 2020 geräumt; siehe gegensätzliche Filme dazu von spiegel.de1 / 2  und Y-Kollektiv.)
3  Radminuten ostwärts sind wir dann schon im vor wenigen Jahren noch als Nazi-Bezirk verrufenen Lichtenberg. Hier schließt der Kaskel-Kiez an, aktuell eine ruhige Straße und Kneipenszene (und für uns vielleicht auch ein schöner Ort zur Mittagspause). Auch dieser beschauliche Kiez ist längst in der Gentrifizierungsphase mit Hochpreismieten teils höher als in Berlin Mitte – er wird sicher eines der nächsten großen Hippster-Entdeckungen, besser gesagt: ist es schon. Genauso wie das malerische „Paul und Paula“-Ufer (benannt nach dem dort gedrehten DDR-Kultfilm) am Rummelsburger See. Zur Wendezeit war in der Bucht totes Industriegelände, der See extrem verschmutzt, kaum jemand wollte hier wohnen. Inzwischen sind südlich auf der Friedrichshainer Halbinsel Stralau bereits ca. 5000 exklusive hochpreisige spreenahe Luxuswohnungen, „Townhouses“ und „Wasserstadt-Villen“ bezogen worden. Nur auf der (rot-rot-grün-regierten) Lichtenberg-Seite im Nordwesten der „Bucht“ wurde die Gentrifizierung bis vor kurzem politisch und menschlich gebremst. In der Zeit meiner Reiseerkundungen 2019/2020 „tobte“ (noch) alternatives Leben: neben dem Biergarten „Rummels Bucht“ die queer-feministische Wagenburg „Sabotgarden“ , in der Bucht das besetzte ehemalige Jugendfreizeitschiff „Freibeuter“ , der Boots-Zusammenschluß „Lummerland“ und weitere von Künstlern und Aussteigern bewohnte Hausboote, dazwischen „das größte Obdachlosencamp Deutschlands“ . Die meisten dieser alternativen „Land- und Seebesetzer“ sind inzwischen freilich „geräumt“ oder weitergezogen (Stand März 2021). Deutsche und schwedische Investoren planen seit Jahren auf dem Gelände zwischen Ufer und Bahnhof Ostkreuz einen riesigen Bürokomplex, luxuriöse Wohnsiedlungen und den Aquapark „Coral World“ , die Bezirksregierung hat es lange verzögert, aber vor kurzem doch genehmigt und muss nun die Bebauung ermöglichen, sprich die Menschen auf dem Gelände „vertreiben“. Wir müssen also schauen, was da zu unserer Reisezeit sein wird.

Ein Hausboot und hunderte hochpreisige Townhouses-Wohnungen in der Rummelsburger Bucht

Ein Hausboot und hunderte hochpreisige Townhouses-Wohnungen in der Rummelsburger Bucht

Auf dem Weg nach Süden zurück zur Elsenbrücke radeln wir am Ende unserer Extra-Runde an den erwähnten Luxus-Neubauten der Halbinsel Stralau zwischen See und Spree vorbei. Diesmal fahren wir den Radweg auf der Bahnüberführung, also auf der Ostseite der Elsenbrücke über die Spree und kommen so direkt in den Bezirk Treptow-Köpenick. Ab jetzt wird es sehr viel ruhiger, wir verlassen das urbane Berlin und radeln zumeist an Uferwegen der Spree entlang oder durch große Parks, Wald und Heide.
Zu Beginn der Treptower Park. Einen großen Teil davon nimmt ein monumentales Gelände ein, das der über 80-tausend sowjetischen Soldaten gedenkt, die im Kampf um Berlin gefallen sind. Auf dem symbolischen, von Sowjetkunst-Sarkophagen eingerahmten Gräberfeld vor dem auf einem riesigen Grabhügel stehenden kolossalen Ehrenmal liegen über 7000 Gefallene. Am Gendaremnmarkt und hier, an diesem Hauptort des Soldaten-Gedenkens der Sowjets (allein in Ostberlin sind 3 weitere große Gedenkorte) wurde 1994 im Beisein von Kohl und Jelzin das militärische Zeremoniell zum Abzug der russischen Truppen abgehalten.

Tempelhofer Feld: 300ha flache Wiese mit Landebahnen zum Radeln

Treptow-Park: Blick über das Gräberfeld in die Ferne auf das 30 m hohe Denkmal des Sowjetischen Soldaten

Wir radeln zurück zur Spree vorbei an der Abtei-Brücke zur „Insel der Jugend“, weiter um den Spreepark (einst einziger Vergnügungspark der DDR, vor 20 Jahren nach Insolvenz in Brachlage gegangen, ein lost place, der aber mitsamt verrostetem Riesenrad und überwucherter Wasserrutsche ab 2024 neu auferstehen soll) rum und durch den Plänterwald zur Spreefähre an der Baumschulenstraße. Drüben geht es alsbald in den nächsten Wald, den Mischwald des Volksparks Wuhlheide, erneut mit großen Freizeitanlagen: das Familienzentrum FEZ, der Park der Minisehenswürdigkeiten Berlin-Brandenburgs (über 80 berühmte Gebäude im Maßstab 1:25), die Freiluftbühne aus sozialistischer Zeit, in der später auch Rocklegenden von Grönemeyer über Deep Purple bis Joe Cocker große Auftritte hatten, Ökoinsel, Wagenpark … Haben wir Zeit für Besichtigungen? Mal schauen.

Alleen-Kreuzung in der Wuhlheide

Alleen-Kreuzung in der Wuhlheide

Wir wollen jedenfalls noch nach Alt-Köpenick, schon wegen der literaturhistorischen Romantik zur Hauptmann-Figur vor dem Rathaus, aber auch zum Schloss und vielleicht schon als Abschluss zu dem schönen Biergarten bei der Mündung der Dahme in die Spree.

Für Sehenswürdigkeiten wie Märchenbrunnen, EastSideGalery oder RAW-Gelände werden besonders Fotografen viel Zeit brauchen. Mal sehen, ob wir am Abend in Köpenick schon in die S3 zurück an den Prenzlberg einsteigen oder weitere 10 km bis zum großen Müggelsee radeln oder es gar um den Müggelsee bis zur S-3-Endstation Erkner schaffen.

5 Samstag (30-70 km)
Berlins reicher Südwesten: schloss – schlösser – Potsdam (mit Wannsee, Griebnitz, Sanssouci)
Wir entscheiden uns nach den Erfahrungen der ersten Tage, ob wir länger radeln oder mehr Pausen für die vielen Sehenswürdigkeiten haben wollen. Es gibt unzählige Varianten schöner Wege per Rad nach Potsdam. Ohne Umwege und auf den Hauptstraßen wären es vom Hotel aus nur knapp 40 km. Dennoch empfehle ich zumindest ein Stück per Bahn aus dem Zentrum raus abzukürzen: mit der S1 bis Zehlendorf oder Wannsee oder mit der S7 bis Charlottenburg oder Grunewald, auch die S25 bringt einem zu einem schönen Ausgangspunkt, nämlich zum Japaneck und der berühmten Kirschbaumallee in Lichterfelde. Oder wir steigen wieder in die U2 vor unserer Hoteltüre und fahren bis zum Kaiserdamm. Nehmen wir das für unsere Beschreibung!
Ein erstes großes Schloss-Schmankerl wäre ein 4-km-Schlenker zur Hohenzollernresidenz Charlottenburg und dem wunderschönen naturnahen Schlosspark – in den man nach Bürgerprotesten auch weiterhin ohne Eintrittspreis darf. Oder ein „Gipferl-Schmankerl“ mit echter Steigung: zum Drachenberg mit freier Sicht  über die westliche Stadt und den Grunewald. (+2 km)

Blick vom Drachenberg nach Osten: Grunewald - Berlin Mitte

Blick vom Drachenberg nach Osten: Grunewald – Berlin Mitte

Und dann – entlang der romantischen Strände links der Havel oder radeln wir durch Grunewald und Dahlem? Nehmen wir den Weg am Rand der beiden feudalen Orte, wo viele VIPs und Diplomat*innen Berlins wohnen. Auch da haben wir viel Natur: Grunewaldsee und Jagdschloss, dazu den Waldfriedhof in Dahlem, wo wir die Gräber z.B. von Gottfried Benn, Karl Schmidt-Rottluff, Harald Juhnke und Richard von Weizsäcker finden könnten. Ein Stück noch durchs geschäftige Zehlendorf, an der Freien Universität vorbei und weiter an schönen Villen kommen wir auf den Königsweg, an dem einst die Mauer entlang führte. 7 km geht er als autofreier schattiger (Mauer)Radweg schnurgerade durch den Düppeler Forst, freilich mit Besonderheiten rechts und links, die für Umwege und Halts lohnen. Gleich am Anfang der Waldfriedhof Zehlendorf mit den Gräbern z.B. von Willy Brandt und Hildegard Knef. 2 km später überquert der Weg die Autobahn mit Blick rechts auf den ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden. Bald darauf können wir links des Weges im Wald den DDR-Kontrollpunkt der 1960er-Jahre und die 1969 stillgelegte und zugewachsene Autobahn suchen, ebenso die Gleise der alten Stammbahn oder der Friedhofsbahn. Diese und weitere Besonderheiten wie die West-Enklave Steinstücken und später die Ost-Exklave Kleinglienicke lassen sich mit Umwegen von jeweils 1-3 km erradeln.
Länger, aber auch noch bedeutender ist ein Schlenker von 10 km, den wir nach Wannsee machen sollten, wo Kunstfreunde vermutlich die Liebermann-Villa und historisch Interessierte das benachbarte Haus der Wannsee-Konferenz besuchen wollen, mit seinen ebenso lehrreichen wie erschütternden Ausstellungen zur Vorgeschichte und den Folgen der hier beschlossenen „Endlösung der Judenfrage“. Bis hierher sind wir schon gut 30 km geradelt, also spätestens jetzt werden wir auch ein schönes Restaurant oder einen Biergarten für eine Mittagspause suchen. Vielleicht mit Blick vom Wannsee-Ufer auf das gegenüberliegende Strandbad. Packt wer „die Badehose aus“?
Wir haben noch einiges vor uns. Muse und Aufmerksamkeit brauchen bald die schönen Uferblicke am Jungfernsee, Heiliger See, Havelbucht, aber auch die dramatischen Mauergeschichten, nicht nur auf der Glienicker Brücke, dem (übrigens von Ost nach West zu radelnden) Übergang von Wannsee/Westberlin nach Potsdam, einst gerne zum Spione-Tausch zwischen Westen und Ostblock genutzt. Und vor allem: Erst jetzt kommen die ganz großen, meist traumhaft gelegenen Villen und Schlösser. Zuerst – gleich am Ende des Königsweges – das „Beverly Hills am Griebnitzsee“: großteils von Juden erbaute Villen, von Nazis enteignet und deren Funktionären bewohnt und nach 1945 von höchster Politik bezogen: Stalin, Churchill und Truman nutzten die Villen als Rückzugsorte beim Potsdamer Abkommen, als sie im Cecilienhof Berlin, Deutschland und die halbe Welt neu aufteilten. Später waren die Villen Gästehäuser besonders im Rahmen der Babelsberger Filmstudios, berühmte Schauspieler und Regisseure wohnten hier vorübergehend, die DDR musste sich aber selbst mit dem Bau der Mauer den Zugang zum See versperren. Heute ist diese Mauer weg, es wohnen viele ganz Schöne und ganz Reiche hier, die ungestört zu ihrer Yacht wollen und seit 2009 erneut der Öffentlichkeit den Weg zum See sperren. Der Griebnitzer Volker Schlöndorff hat einen kurzen Film zum Ufer zusammengestellt – mit Bildern vom Mauerfall und heute und einem Protest gegen die Sperrung.
Geschichte und Gegenwartspolitik anschaulich erleben – selten geht es so direkt wie hier. Nur noch kurz aufgezählt: Der Cecilienhof ist ein Pflichtziel, ebenso wie Belvedere mit seinem Blick über Potsdams Prunk aus preußischer Geschichte, gleich danach die russische Kolonie Alexandrovka und natürlich als Höhepunkt Sanssouci, der riesige Park mit Schlössern, Galerien, Palais, Pavillons, Orangerien, normannischen und chinesischen Häusern, römischen Bädern, Brunnen, Kanälen, Brücken, Höfen, Hallen, Windmühlen und – überall – Skulpturen; tausende, verteilt auf ca. 300 Hektar Park. Gut, dass wir per Rad hier sind.

Abendhimmel - oben am Schloss Sanssouci

Abendhimmel – oben am Schloss Sanssouci

Wir werden von oben kommen, von der Residenz des „Alten Fritz“ und eine Runde drehen, natürlich an Orangerie und dem pompösen Neuen Palais vorbei. Ob wir am Weg auch noch Schlenker machen zu dem malerischen Park und den Palais am Babelsberg (+3-5 km), zum Jagdschloss Glienicke und seinem künstlich romantisierten Landschaftspark (+1 km) und zum ebenso romantischen „Marmorpalais“ in traumhafter Lage am Ufer des Heiliger See (+ 2km), es wird sich zeigen. Mit allen erwähnten Abstechern wären wir seit Charlottenburg schon über 70 km geradelt. (Bei Beginn am Wannsee ca. 50 km.)
Jedenfalls wird es spät sein, wenn wir ins Zentrum von Potsdam einradeln, in die schmucke aufgeräumte Altstadt. Hier könnten wir zum Abendessen bleiben. Bevor wir am Alten Markt mit seinen weiteren Museen und Theatern, Schlössern und Regierungs-Palais des Landes Brandenburg vorbeifahren zum Hauptbahnhof. Die S7 bringt uns in 40 Minuten zurück nach Berlin Mitte.

6 Sonntag
Unsere gemeinsame Reise geht zu Ende nach einem gemütlichen Frühstück.
Wir empfehlen aber sehr, in Berlin zu verlängern. Wir sind nämlich fast sicher, dass Sie einige Sehenswürdigkeiten, die wir als Radler nur von außen gesehen haben, noch genauer besehen wollen und noch mehr Zeit zum Erschlendern mancher der nur im Vorbeifahren erkundeten Orte haben möchten. Oder für eine sehr zu empfehlende Bootsfahrt auf der Spree. Auch für Besuche von Museen und Galerien und Läden hatten wir bei unserem Radprogramm keine Zeit.
Sie können direkt verlängern im www.hotel-zarenhof.de/hotel-zarenhof-berlin-prenzlauer-berg/
Vielleicht entdecken Sie aber auch auf unseren Wegen durch die Stadtteile Berlins und seine ländliche Umgebung ein anderes schönes Haus, in dem sie noch ein paar Anschlusstage wohnen möchten.

Leistungen

  • 6 Übernachtungen mit Frühstück (Zi. mit Dusche/WC)

    ÖPNV-Tickets für S-Bahn-Fahrten laut Programm für Mensch und Rad

  • engagierte & kompetente Begleitperson(en)
  • Karten- und Infomaterial

Maximalzahl der Mitreisenden: 14 || Mindestzahl der Mitreisenden: 6

Sobald wir absehen können, dass wir die Mindestteil
nehmerzahl 6 nicht erreichen, informieren wir Sie. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein.
 Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

 

Reisedaten:

Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

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Reiseleiter Erwin

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Das Brandenburger Tor (wird gerne auch genützt für narzisstische Demos)

Das Brandenburger Tor

 

Auch das ist Berlin: Am Tegeler Fließ

Auch das ist Berlin: Am Tegeler Fließ;

 

und das: Zaunblick auf die Bauwagensiedlung in der Wuhlheide

 

Blick auf den Innenhof unseres Hotels Zarenhof am Prenzlauer Berg

Innenhof unseres Hotels Zarenhof

 

Frühstücksraum unseres Hotels

Frühstücksraum unseres Hotels

 

Blick auf den Innenhof unseres Hotels Zarenhof am Prenzlauer Berg

 

 

Hier mal menschenfrei, das Theater im Mauerpark, gleich bei unserem Hotel

Hier mal menschenfrei, das Theater im Mauerpark, gleich bei unserem Hotel

 

Unscheinbar: Grab von Bertolt Brecht und Helene Weigel

Unscheinbar: Grab von B. Brecht und H. Weigel

 

Ein Blick über das Tegeler Fließ (von Lübarser Höhe)

Blick von Lübarser Höhe auf Tegeler Fließ

 

Es gibt sie kaum mehr - die alte Trostlosigkeit der Berliner Mauer

Es gibt sie kaum mehr im „Original“: die Trostlosigkeit der Berliner Mauer

 

 

An der Lohmühleninsel – Kreuzberg-Ost

 

Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park

Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park

 

Der Hauptmann steht vor dem Rathaus Köpenick

Der Hauptmann steht vor dem Rathaus Köpenick

 

Ort der Weltgeschichte: Cecilienhof

Ort der Weltgeschichte 1945: Cecilienhof

 

West-Ost-Geschichte(n): Glienicker Brücke

West-Ost-Geschichte(n): Glienicker Brücke

 

Flatowturm im Park Babelsberg

Flatowturm im Park Babelsberg

 

Blick nach Osten auf die geteilte Spree: Museumsinsel – Bode-Museum

 

"Spazierdenken" im Holocaust-Mahnmal

„Spazierdenken“ im Holocaust-Mahnmal

 

Mitten in der Mitte - seit 1990 mehrfach besetztes Haus - Linie206

Mitten in der Mitte – seit 1990 mehrfach besetztes Haus – Linie206

 

 

Grab von Anna Seghers am Dorotheenstädtischen Friedhof

Grab von Anna Seghers am Dorotheenstädtischen Friedhof

 

 

Landleben in Berlins Norden (bei Mönchmühle)

Landleben im Norden (bei Mönchmühle)

 

Der ehemalige Wachturm an der Mauer Berlin-Bergfelde ist heute 'Naturschutz-Turm'

Ehemaliger Wachturm an der Mauer B.-Bergfelde – heute ‚Naturschutz-Turm‘

 

Mittägliche "Ausspannung" im Alten Dorfkrug in Lübars

Mittägliche „Ausspannung“ im Alten Dorfkrug in Lübars oder

 

Einkehr im Galeriegarten in Althermsdorf

doch im Galerie-Garten in Althermsdorf?

 

Pferdekoppeln inmitten des Tegeler Fließ

Pferdekoppeln inmitten des Tegeler Fließ

 

Wo einst Hồ Chí Minh, Chruschtschow, Indira Gandhi, Fidel Castro und Gorbi spazierten: Park und Schloss Schönhausen

Wo einst Hồ Chí Minh, Chruschtschow, Indira Gandhi, Fidel Castro und Gorbi spazierten: Park & Schloss Schönhausen

 

 

Kunst zum Mauer-Fall

Kunst an der Mauer (East-Side-Gallery)

Erklärungstafel am Mauerweg

Erklärungstafel am Mauerweg

 

An über 100 Stellen - Erklärungstafeln zu den Maueropfern und Fluchtwegen

An über 100 Stellen – Erklärungstafeln zu den Maueropfern und Fluchtwegen

 

Bornholmer Straße: Erklärungstafeln zum Mauer-Fall

Bornholmer Straße: Erklärungstafeln zum Mauer-Fall

 

Erklärungstafel zur Mauer(weg)-Route (hier Sonnenallee - Neukölln)

Erklärungstafel zur Mauer(weg)-Route. Hier Neukölln – Sonnenallee (bekannt durch den gleichnamigen Film)

 

 

Tempelhof: Erinnerungstafel an die Rettung Westberlins durch die Rosinenbomber 1948/49

Tempelhof-Erinnerungstafel: Rettung Westberlins durch die Rosinenbomber

 

Der Bruderkuss - wohl berühmtestes Mauer-Gemälde an der East-Side-Gallery

Der Bruderkuss – wohl berühmtestes Mauer-Gemälde der East-Side-Gallery

 

Graffiti am "Görli"

Graffiti am „Görli“

 

Nicht nur an der East-Side-Gallery - in Berlin gibt es Graffiti auf Schritt und Tritt

Ob East-Side-Gallery, Görli, Bahnhöfe …

 

in Berlin gibt es Graffiti auf Schritt und Tritt

Graffitis sind überall, auf Schritt & Tritt

 

Molecule-Man in der Spree - im Hintergrund die Oberbaumbrücke

Molecule-Man in der Spree – im Hintergrund die Oberbaumbrücke

 

Mainzer Straße heute

Mainzer Straße heute

 

 

Blick auf Rummelsburger Bucht vom Paul-und-Paula-Ufer

Blick auf die Rummelsburger Bucht vom Paul-und-Paula-Ufer auf Hausboote und Luxus-Neubauten am Südufer

 

Berlin - Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park

Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park

 

Wagenpark in der Wuhlheide

Wagenpark in der Wuhlheide

Der-Hauptmann vonKöpenick vor dem Rathaus

Der-Hauptmann von Köpenick vor dem Rathaus

 

Wegen Corona leer - Köpenicker Biergartenidyll an der Spree wartet auf Gäste

Wegen Corona leer – Köpenicker Biergartenidyll an der Spree wartet auf Gäste

 

Nur per Fähre erreichbar: das Terrassencafe der Arche in der Müggelspree

Nur per Fähre erreichbar: das Terrassencafe der Arche in der Müggelspree

 

 

Blick von Nikolskoe/Wansee auf Havel und Pfaueninsel

Blick von Nikolskoe/Wansee auf Havel und Pfaueninsel

 

Potsdamer Wald-Villa

Potsdamer Wald-Villa

 

Mauerkunst am Griebnitzsee

Mauerkunst am Griebnitzsee

 

Plakatierung gegen die Ufersperrung des Griebnitzsee

Plakatierung gegen die Ufersperrung des Griebnitzsee

 

Ost-Exklave Klein Glienicke: engste Mauerstelle Berlins

Ost-Exklave Klein Glienicke: engste Mauerstelle Berlins

 

Blick über die Havel von Babelsberg nach Potsdam

Blick über die Havel von Babelsberg nach Potsdam

 

Cecilienhof - Neuordnung der Welt 1945

Cecilienhof – Neuordnung der Welt 1945

 

 

Historische Mühle von Sanssouci

Historische Mühle von Sanssouci

 

Eine von so vielen: Potsdamer Villa

Eine von so vielen: Potsdamer Villa

 

Radeln durchs Tegeler Fließ

Radeln durchs Tegeler Fließ