Radurlaub, Fahrradreisen, Radtour – Elektrorad / Ebike / Pedelec / Waldviertel / Südböhmen / Südmähren

Radtour über Grenzen:
Durchs Waldviertel, Südböhmen & Südmähren

Kaum eine Region zieht „Alternative“ so an wie das Waldviertel. In Österreichs früherer Krisenregion entlang der böhmischmährischen Grenze begegnen wir einer ländlichen Kultur mit eindrucksvollen Denkmälern vergangener Jahrhunderte und gleichzeitig einer boomenden modernen Szenenvielfalt von der Graswurzelkommune bis zum Wirtschaftsrebellen, vom Hoftheater bis zum „museum humanum“. Und das beste dabei ist: die Landschaft und die Natur, durch die wir radeln, sind unvergleichlich und vielfältig schön.

Programm:

So.: Treffpunkt nachmittags oder abends am Bahnhof Gmünd bzw. České Velenice oder im Hotel.Unser Hotel „Meridianstein“ (4 Nächte) hat kostenlose Parkmöglichkeiten im Innenhof. Es liegt in Spaziernähe zum Stadtplatz Gmünd und zum Schüsselwirt gegenüber im Malerwinkel, wo wir uns im schönen Garten zu Abendessen und Vorstellungsrunde treffen. – Die Bahnhöfe (1 bzw. 3 km vom Hotel entfernt) sind erreichbar über St. Pölten/Wien (auch mit Radmitnahme) bzw. über Prag/Budweis. Wir holen Sie ab, teilen Sie uns einfach Ihre Ankunftszeit mit. Einen Radverleih (auch E-Bike) gibt es unweit vom Bahnhof, bitte bei Bedarf unbedingt in der Anmeldung angeben.

Mo.: Der Waldsee des Rebellen und die Blockheide. Ein kurzer, aber gleich intensiver Ausflug ins alternative Waldviertel. Wir radeln entlang dem Braunaubach, der sich an moderner und vergangener Textilkunst, an der „Kolonie Backhausen“ und der Ruine der Anderlfabrik vorbeischlängelt und uns in einem malerischen Waldbogen ins Nachbarstädtchen Schrems bringt. Wir sind zu einer Führung in Akademie und und Werkstätten der GEA, gegründet von Heini Staudinger, angemeldet (s. gea-waldviertler.de). Wenn er da ist, nimmt sich der Genossenschafts-Rebell selbst Zeit für uns. Danach eine verlängerte Mittagspause: z.B. für das Kunst- und Design-Museum, die Hochmoore und ihr „UnterWasserReich“, die „Himmelsleiter“ oder für den nicht nur für mich schönsten Badesee Österreichs (Heini hat uns das versteckte Idyll gezeigt). – Der Rückweg führt vorbei an weiteren Waldseen, an malerischen Kapellen, am Wald4tler Hoftheater … (Gesamt: 35 Rad-km, leicht hügelig) Wer will, es lohnt abends noch ein Radausflug in die berühmte Blockheide vor unserer Haustüre: zu Felsidyllen, Wackelsteinen, Moorseen und Wasserbüffeln.

Sonnenuntergang an der Isa

Di.: Ausflug nach Südböhmen: Romantischer Landschaftspark im wilden Westen. 5 Radminuten vom Hotel ist die Grenze zu Tschechien. Die Kleinstadt České Velenice (deutsch: Gmünd-Bahnhof, ursprünglich Unterwielands) war mit ihrer Anbindung an die Franz-Josephs-Bahn Ende der Habsburger Zeit wirtschaftliche Boomstadt, bevor sie als Lagerstadt ein Brennpunkt der dramatischen Geschichte(n) des 20. Jhs. wurde. Heute ist sie von Österreich in drei Himmelsrichtungen umgeben. Wir radeln in die vierte, westwärts nach Südböhmen, ins wildromantische Gratzener Land, eine der unbekanntesten Ecken Tschechiens. Forstwege durch Wald- und Teichland bringen uns ins Städtchen Nové Hrady / Gratzen, wo wir am schönen Marktplatz Mittagsrast machen, mit Zeit für Besichtigungen der Burg und des Servitenklosters. Weiterer Höhepunkt wird das Tereziino údolí (Theresiental) sein: ein skurriler Landschaftspark, um 1800 für die Gräfin Buquoy errichtet, mit Badehaus, künstlichem Wasserfall, „Schweizer“ Felsformationen, Pseudoruinen … Am Ende der waldreichen Rückfahrt ist vielleicht noch Zeit, die Denkmäler der Gmünder Geschichte zu erradeln. (Ca. 55 km, leicht hügelig)

Radweg in der Oberpfalz

Mi.: Per Bahn zum Kleinen Semmering / Zauberhaftes Weitra. Um 9 Uhr geht die Waldviertler Schmalspurbahn – ein Erlebnis für sich. Sie tuckert hoch auf über 800 m.ü.NN zum Kleinen Semmering. Dort, bei Bruderndorf, steigen wir aus, bekommen so 300 hm geschenkt und radeln durch eine anmutige Berglandschaft. Kleine Landstraßen bringen uns hinunter ins Tal der Lainsitz, ihr malerischer Uferweg führt uns weiter in eine wunderbare mittelalterlichen Ackerbürgerstadt, die älteste Bierstadt Österreichs: Weitra. Der Hauptplatz mit prachtvollen Sgraffito- Fassaden und das imposante Theater-Schloss thronen über dem Fluß.  Spätes Mittagessen, wer mag, macht noch eine Extratour über den Golfplatz und den Xundwasser-Parcour mit Blick in das Lainsitztal, das wir spätnachmittags weiter bis Gmünd radeln (35-40 km, meist bergab). Wegen der vielen Sehenswürdigkeiten in und um Weitra ist die Tour kurz. Bzw. achje, was es noch zu schauen gäbe: die alte Textilfabrik oder die Papiermühle an der Lainsitz oder mit kleinem Umweg die „Sonnenwelt“ von Großschönau, ein lehrreiches Ökomuseum europäischen Rangs. Überhaupt, man ist versucht, auf Regenwetter zu hoffen, so viele Sehenswürdigkeiten an Kunst, Geschichte und Natur haben Gmünd und seine Nachbar-Orte zu bieten. Dazu spannende Ausflüge mit der Bahn: kaum eine Stunde ist es durchs böhmische Teichenland ins Stadtidyll Třeboň (Wittingau) oder per Schmalspur in die Schrammel-Stadt Litschau. Und auch die Abende bieten Kurzweil: malerischer Stadtplatz, schöne Kneipen, vielleicht eine Aufführung im Hoftheater …

Do.: Weiterfahrt über Edelprinz und Thayatal nach Südmähren. Das Waldviertel vom Feinsten: verkehrsarme Landstraßen führen durch anmutiges Hügelland, am Wegesrand Kartoffel-, Getreide- und Hanf-Felder und Dörfer so schön wie ihre Namen: Eulenbach, Heinreichs, Edelprinz … Das Städtchen Waidhofen an der Thaya hat nicht nur einen schicken Hauptplatz und ein gutes Gasthaus für unsere Mittagspause, sondern auch sonderliche Plätze wie die größte Waldrapp-Voliere Europas. Von hier aus radelt es sich zügig 35 km auf alter Bahntrasse durchs Thayatal in die südmährische Grenz- und Renaissance-Stadt Slavonice. (Gesamt: 60 km, leicht hügelig) Wir wohnen zum Abschluss 3 Nächte am wunderschönen Hauptplatz von Slavonice, im Künstlerhotel Besidka , jedes Zimmer ist individuell und besonders. So wie auch der Blick auf die Renaissancefassaden beim Abendessen auf der Terrasse.

Fr.: Lebensformen & Kunstgeschichte(n) an der Grenze. Nur 5 km sind es zur Künstlerkolonie im Keramikdorf Maříž (Maires), das längst kein Geheimtipp mehr ist. Eher schon die versteckte Schlossruine im Waldgestrüpp. Dramatische Geschichten von Zerstörung und Aufbau finden sich hier bis heute. – Dann radeln wir zurück ins Waldviertel, ehemals Österreichs „Krisenregion“, heute für viele Künstler eine gute Mitte Europas. Wir finden vielfältigste Blüten alternativer Kultur und Lebensform: junge Aussteiger, die ihren „Paradiesgarten“ am Waldbach zur Selbst- und Zivilisationsheilung mit Musik und Tanz nützen möchten („wir sind noch am Suchen“); gleich nebenan in einer renovierten Mühle ältere Aussteiger, eine (ehemalige) Wohngemeinschaft, die Schafe und Lamas halten, Handgewebtes und Filzkunst verkaufen („haben wir es geschafft?“). Und am Ende in Fratres vor der Haustüre von Slavonice das „museum humanum“, mit dem der Wiener Journalist und Sammler Peter Coreth in einem wunderbar sanierten alten Gutshof „Beispiele zur Evolution der Kunst“ zeigt. Nebenan bieten Südtiroler „Aussteiger“ für Kleingruppen gutes Essen an. Ein dichter Tag mit intensiven Begegnungen könnte das werden. Dazwischen schöne Höfe, schöne Plätze, schöne Landschaft. (35 km, hügelig)

Sa.: Slavonice & Telč – Weltkulturerbe mährischer Renaissance. Unser Städtchen Slavonice steht an, Weltkulturerbe zu werden. Eine Stadtführung beweist: zu Recht! Auch weil die spätgotischen Bürgerhäuser, innen oft mit den seltenen Diamantgewölben versehen, heute wieder Hotspot für moderne Kunst und Kunsthandwerk sind, was nicht nur unser Hotel zeigt. Nach 11 Uhr geht ein Zug nach Telč, in die „echte“, touristische Weltkulturerbe- Renaissancestadt, eingebettet zwischen Teichidyllen. Die Rückfahrt per Rad (40 km, hügelig) durch das hübsche südmährische Kulturland führt vorbei an Dačice, dem Ort, wo der Zuckerwürfel erfunden wurde. Alternativ: Vielleicht brauchen Kultur und Künstler-Begegnungen in Slavonice mehr Zeit, dann ist ein kurzer Ausflug zu den nahen Wald- und Badeseen oder/und zum Burgidyll Landstejn und zum Künstlerschloss Ebergersch, ein ebenso wunderbarer Abschluss der Reise. (10-30 km)

So.: Rückfahrt, z.B. per Zug über Prag oder Budweis/Linz. Vielfältige Bahnverbindungen (mehrere Umstiege sind freilich nötig). Bei der Organisation zur Rückbringung der Leihräder können wir helfen.

Für E-Biker ist der 1. Termin reserviert und ideal. Hier können wir ein noch flexibleres Programm anbieten. Beim 2. und 3. Termin bestimmen die „Naturradler“ das Tempo, hügelige Ausreißer zu zusätzlichen Sehenswürdigkeiten sind da weniger möglich. Übrigens: Auch E-Bike ist nichts für Faule! – Ohne ständiges Treten geht es nicht. Aber man kann immer im „Wohlfühlpuls“ bleiben, auch bergauf Landschaft & Natur schauen und genießen. Ideal für Landschaftsradler, die ohne sportlichen Ehrgeiz fit bleiben wollen.

Leistungen

– 7 Übernachtungen mit Frühstück (Zimmer mit Dusche/WC)

– engagierte und kompetente Begleitperson (ab 12 Teiln. 2)

– Gepäcktransfers, kulturnahe Führung, alle Eintritte

– ausführliches Karten- und Infomaterial

Reiseleitung: Erwin Aschenbrenner
Bei mehr als 12 Personen zudem: Wolfgang Fröse, Astrid Gießen.
Beim Septembertermin ist zudem Wolf-Dieter Koltermann dabei.

Bei Bedarf kümmern wir uns um ein Leihrad.
(Normalrad ca. 50 Euro, E-Bike 100-150 Euro für die Woche.)

Maximalzahl der Mitreisenden: 17 || Maximalzahl der Mitreisenden:  7

 

Bei gelbem Punkt („ noch wenige Plätze frei“) findet die Reise sicher statt. Um Ihnen (und Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl evtl. nicht erreichen. Meist wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

 

Reisedaten:

Termine 2020
31.05. – 07.06. | 740 € Es gibt noch freie Plätze
26.07. – 02.08. | 740 € Termin leider ausgebucht
06.09. – 13.09. | 740 € Es gibt noch freie Plätze

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