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Repräsentative Sachlichkeit: Die Villa des Textilfabrikanten Alfred Löw-Beer

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Der Brünner Jüdische Friedhof zwischen deutscher und tschechischer Kultur

Der Brünner Jüdische Friedhof zwischen deutscher und tschechischer Kultur

 

Besuch der Brünner Synagoge

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Mosilana: Ehemalige Textilfabrik der Familie Tugendhat

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Fabrikantenvilla Löw-Beer in Svitavka

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"Schindler´s Arche": eine ehemalige Löw-Beer-Fabrik in Svitavy

„Schindler´s Arche“: eine ehemalige Löw-Beer-Fabrik in Svitavka

 

Jüdischer Friedhof in Ivancice

Jüdischer Friedhof in Ivancice

 

Schloss Vranov an der Thaya

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Die großen Rabbinergräber von Mikulov

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Jüdischer Grabstein: Die Schönheit der Vergänglichkeit

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Die Weinstadt Znajm. Markant die Nikolauskirche über der Thaya

Die Weinstadt Znajm. Markant die Nikolauskirche über der Thaya

Lange wurde in Mähren koscherer Wein gekeltert.

Lange wurde in Mähren koscherer Wein gekeltert.

Eine Reise ins jüdische Südmähren | Verborgenen Schätze einer großen Kultur: Juden in Südmähren.

„Komm, gestirnte Messiaszeit“

Wer Kultur und Geschichte des Judentums in Mitteleuropa entdecken möchte, sollte nach Mähren fahren. Tausend Jahre lebten die Juden in Südmähren ununterbrochen. Nur wenige Regionen haben die Erinnerung an diese große Kultur so bewahrt wie das Land an Thaya und March. Zwischen Weinbergen und Wiesen entfaltet sich eine vergessene Landschaft kleiner Friedhöfe, bunter Synagogen und eindrucksvoller Industriellen-schlösser. Auch die berühmte Prager Literaturszene wäre ohne die mährischen Juden nicht vollständig, wie die Namen von Ernst Weiß, Hermann Ungar und Ludwig Winder zeigen.

Reisebegleiter sind Arthur Schnabl und Blanka Návratová.

Diese Reise findet in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg e.V. statt.

Programm

Sa.: Anfahrt nach Brünn. Treffpunkt Brünn Hbf. gegen 18.00. Genaueres im Anschreiben. Wir logieren im gewohnten Hotel Slavia, ruhig und dennoch mitten im Brünner Zentrum.

So.: Löw-Beer und der Stoff der Emanzipation. Mit der Wiederansiedlung der Juden 1848 begann Brünns Aufstieg zu einer der wichtigsten Metropolen Mitteleuropas. Die Familien Gomperz, Löw-Beer, Tugendhat und viele weitere gründeten Textilfabriken und setzten ihren Gewinn in elegant-funktionale Architektur um. Ihre Villen zeugen noch immer von der großen Zeit Brünns. Wir machen einen ungewöhnlichen Spaziergang auf den Spuren einer Erfolgsgeschichte: Von der Löw-Beer-Familienvilla über ihre ehemaligen Fabriken bis zum großen jüdischen Friedhof.

Mo.: Wo ist Schindlers Arche? Brněnec und Svitavka. Mit der Bahn nach Brněnec, zum Standort einer heruntergekommenen Fabrik-Ruine der Löw-Beer-Familie. Hier fand eine der unglaublichsten Geschichten des Zweiten Weltkriegs ihr glückliches Ende, die Rettung von 1.200 Menschen durch den deutschen Industriellen Oskar Schindler. Daniel Low-Beer, ein direkter Nachkomme der Familie Löw-Beer hat die Ruine erworben, um hier eine Erinnerungsstätte zu errichten. Ein spannendes Unternehmen, das mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Auf unserer Strecke liegen im Dörfchen Svitavka auch zwei eindrucksvolle Schlösser dieser ungewöhnlichen Fabrikantenfamilie.

Di.: Landjuden und Industriebarone – Ivančice und Oslavany. Im toleranten Mähren entstanden einst viele jüdische Gemeinden und die „Landjuden“ wurden in Dörfern und Kleinstädten unentbehrlich. Wir besuchen Ivančice / Eybenschütz, den Prototyp eines solchen Städtchens. Die Friedhofverwalterin Frau Jelínková wird uns führen. Später machen wir im Dorf Oslavany Halt, wo die Industriellenfamilie Gomperz den Autor Ferdinand v. Saar in ihrer „Residenz“ , einem ehemaligen Zisterzienserkloster beherbergte. Schließlich bringt uns der Bus in unser nächstes Quartier in der Barockstadt Znojmo/Znaim, die in der Geschichte der Juden eine wichtige Rolle spielte. Von hier aus erkunden wir dann die herrliche Landschaft des Nationalparks „Thayatal“.

Mi.: Von der Thaya nach Amerika: alias Sealsfield. Am Vormittag wandern wir auf den Höhen des Thayaufers mit wunderbaren Blicken auf alte Weinberge (5 km, vorwiegend flach). Im Dörfchen Popice machen wir eine Lesepause im hübschen Museum des ehemaligen Jesuiten und Schriftstellers Karl Postl alias Charles Sealsfield, am Nachmittag dann einen Spaziergang durch die Altstadt von Znaim mit ihren beeindruckenden Kirchenbauten. Am Abend genießen wir ein Glas Wein auf der Bastei über der Thaya.

Do.: Šafov/Schaffa – ein jüdisches Landdorf an der Thaya. In seiner stillen Abgeschiedenheit hinter dem Dorf ist der kleine jüdische Friedhof von Šafov von besonderer Eindringlichkeit. Man hat das Gefühl, als möchten die schön ornametierten Steine mit uns reden. Damit wir ihre Geschichten verstehen, begleitet uns Táňa Klementová vom Jüdischen Museum Brno. Auch die Geschichten des bekannten Prager Autors Ludwig Winder, der aus Šafov stammt, werden uns einiges erzählen. Am Nachmittag sehen wir uns das malerische Vranov / Frain an der Thaya an, wo der feudale Schutzherr der Juden von Schaffa residierte.

Fr.: Leben unterm Kardinal – Nikolsburg. Das Weinstädtchen Mikulov ist ebenso bezaubernd wie interessant. In der größten Judengemeinde Mährens lebte und amtierte der berühmte Rabbiner Jehuda ben Bezalel, besser bekannt als Rabbi Löw, länger als in Prag. Auch für die aufregende Geschichte der Wiedertäufer hat diese Stadt eine entscheidende Bedeutung: Fast hundert Jahre konnten sie hier unter dem Schutz katholischer Herren den Weinbau kultivieren. Und über dieser Mischung aus Katholiken, Juden und Ketzern thronte im Schloss ein Kardinal, der im Wappen zwei Winzermesser hatte. Besonders reizvoll ist die Renaissance-Synagoge und der große  Friedhof mit seinen besonders verzierten Rabbinergräbern.

Sa.: Heimfahrt. Von Znaim fahren Züge nach Brünn/Prag oder Břeclav/Wien.

Wollen Sie vielleicht noch ein paar Tage in einer der schönsten Städte Europas anschließen? Schauen Sie auf unsere Seite: Prag hautnah

Reisebegleiter: Arthur Schnabl und Blanka Návratová.
Siehe auch: LiterArthurHommage in der TAZ, 20.4.2014

Diese Reise findet in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg e.V. statt.

Leistungen

  • 7 Übernachtungen mit Halbpension
    (alle Zimmer mit Dusche/WC)
  • 2 engagierte und kompetente Reisebegleitungen
  • Alle Fahrten ab Brünn bis Znaim
  • Wanderführungen, Lesungen, Eintrittskarten
  • Ausführliches Karten-, Lese- und Infomaterial

Maximalzahl der Mitreisenden: 18 || Mindestteilnehmerzahl 7

 

Bei gelbem Punkt (d.h. „nur noch wenige Plätze frei“) rechts neben Reisetermin findet die Reise sicher statt. Um Ihnen (und Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl evtl. nicht erreichen. Meist wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

Reisedaten:

Termine 2020
11.07. – 18.07. | 920 € Termin leider ausgebucht
26.09. – 03.10. | 920 € Nur noch wenige Restplätze vorhanden

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