Reisedaten:
Termine 2026
24.10. – 31.10. 
Reisepreis: 1.050 €
EZ – Zuschlag: 290 €
= Frei
= Restplätze
= Ausgebucht| Infoanforderung | Leistungen |
| Technische Infos | AGBs |
| Reiseversicherung | Seite drucken |
Unser Quartier, das angenehme 4 Sterne-Hotel Adria am Wenzelsplatz, liegt zentral und ist trotzdem ruhig
Das Hotel Europa. Früher haben wir da gewohnt, heute können wir es uns nicht mehr leisten. Aber wir wohnen gleich gegenüber.
Ein besonderes Schmankerl: erst seit kurzem sind die renovierten Jugendstilteile des Prager Hauptbahnhofes mit Führung zugänglich
Mit Lenka kommt man an ungewöhnliche Orte, hier in die Spitze des stalinistischen Hotels International
Die neue Bürocity am Moldauufer. Hier das Gebäude „Judita“ mit einem umstrittenem Kunstanteil des „enfant terrible“ der tschechische Kunst, David Cerny
Prag | Böhmen | Mitteleuropa | Avantgarde | Architektur | Jugendstil | Kubismus | Funktionalismus | Fotografie | Theater | Literatur | Art Deco | Plečnik
Spaziergänge an der Moldau:
Eine Reise durch die Prager Architektur-Avantgarde
Prag ist ein großartiges Bilderbuch der Architektur, das von der Romanik bis zur Moderne reicht. Scheinbar zufällig treten Tradition und Avantgarde nebeneinander und formen zusammen mit der Moldau eine Stadtgestalt, die ihresgleichen sucht. Unsere Architekturreise schlägt für Sie die neueren Seiten dieses Bilderbuches auf. Vom Jugendstil über Kubismus und Funktionalismus bis zu den neuesten postmodernen Projekten von Zaha Hadid führen unsere Spaziergänge. Und so nebenbei werden Sie auch noch einiges über die Prager Künstleravantgarde des 20. Jahrhunderts erfahren.
Unsere Reisebegleitein, Lenka Hubáčková, ist vielen unserer Gäste bestens bekannt. Seit vielen Jahren begleitet sie unsere Pragreisen auf die ihr eigene spontan-liebenswerte Weise. Nun macht sie ihr Hobby, Architektur und Stadtplanung, zum Thema dieser Reise.Dabei kennt sie viele ungewöhnliche Orte, die sie gern mit den Gästen teilt.
Programm
Sa.: Wir treffen uns im Hotelfoyer ca. 19.00 (Genaueres im Anschreiben). Unser Quartier, das angenehme Hotel Adria liegt zentral am Wenzelsplatz, etwa zehn Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof. Nach einem kurzen ersten Spaziergang gehen wir zum gemeinsamen Abendessen.
So.: Der Weg der Schönheit – Jugendstil / Sezession. Um 1900 übernimmt die Prager Architekturszene mit Begeisterung die Wiener „Sezessions“-Bewegung. Kein Wunder: fast alle jungen böhmischen Architekten studierten damals beim Großmeister des Jugendstils, bei Otto Wagner in Wien. So wird auch Prag zu einem Zentrum des Jugendstils, wobei sich Wiener und Pariser Einflüsse kreuzen. Wir schlendern vom Wenzelsplatz bis zur Moldau. Kaufhaus Novák, Koruna-Passage, Kotěra-Haus, Topič-Haus … Vorher noch ein Abstecher zum Hauptbahnhof, dessen grandiose Jugendstilsäle seit kurzer Zeit mit Führung zugänglich sind. Aber wir kennen auch ganz verborgene Schätze der Secession: etwa die hölzerne Jugendstilkirche Hl. Adalbert im Stadtteil Liben.
Mo.: Die Wahrheit des Diamanten – Kubismus. Nur in Tschechien hat sich der aus der Malerei stammende Kunststil „Kubismus“ auch als eigenwillige Architektursprche manifestiert. Besonders in der Hauptstadt Prag wurden Villen, Mietshäuser, Banken, Cafehäuser, ja selbst Kirchen im geometrischen „Diamantstil“ entworfen. Dabei geht es in erster Linie darum, eine dreidimensionale Fassade zu entwerfen, deren Leben durch das Spiel von Licht und Schatten entsteht. Lassen Sie uns also für diesen Tag auf Sonne hoffen! Unsere Erkundung des Prager Kubismus erstreckt sich vom Arbeiterviertel Žižkov bis zum Vyšehrad. Höhepunkte sind die kleine Bethlehemskapelle in Žižkov, die Legio-Bank und am Ende das Cafe Orient, wo alles bei der „Schwarzen Madonna“ anfing.
Di.: Bauen ist Politik – Funktionalismus. Nach dem 1. Weltkrieg wandten sich die Prager Architekten konsequent dem funktionalistischen Baustil zu: er wurde regelrecht zu einem Merkmal tschechischen Bauens und zu einem Symbol der neuen Tschechoslowakei. Exemplarisch dafür stehen die Geschäftshäuser der Schuhfirma Bat´a, die Passage U Styblu oder das Bürohaus der Gewerkschaften mit seiner grandiosen Aussichtsterrase. Aber auch die eigenen Wohnhäuser entwarfen die Architekten gern als funktionalistische Villen, etwa die charmante Gartenvilla des Architekten Otto Rothmayer oder die elegante Villa Winternitz. Wir besuchen lauter spannende Beispiele des Prager Funktionalismus. Im poetischen Garten der Villa Rothmayer entstanden übrigens auch viele Werke des berühmten Fotografen Josef Sudek.
Wenn es sich ausgeht, wie man in Österreich sagt, dann gibt es abends einen wunderbaren Film über den Fotografen Josef Sudek.
„Prag war uralt, aber es war auch auf eine frappierende Weise modern, vom ersten Augenblick an die wahre Metropole Mitteleuropas.“ (Karl Schlögel)
Mi.: Was ist „Sorela“? – Sozialistischer Realismus. Pathos, Funktionalität und Mangel: die drei Elemente des sozialistischen Bauens formten auch in Prag die Architektur der 50er und 60er Jahre. Das Hotel Jalta und das im sog. „Zuckerbäckerstil“ gehaltene Hotel International, der Mietshausriegel „Molochov“, die Metrostation Vltavska und das 50er-Jahre Studentenwohnheim in Podoly: alles ist „Sorela“. Klingt doch besser als „Sozialistischer Realismus“, oder? Höhepunkt ist zweifellos eine individuelle Führung durch das Hotel International bis hinauf in die oberste Etage. Und am Ende des Tages werden wir Prag dann noch aus Stalins Perspektive sehen.
Do.: Die Häuser des Herrn – Zwei Prager Kirchen. Im reräsentativen Stadtteil Vinohrady stehen zwei interessante Kirchen: die eklektizistische Herz-Jesu-Kirche des berühmten slowenischen Architekten Jože Plečnik und die funktionalistische Hus-Kirche von Pavel Janák. Fast gleichzeitig in der 30er Jahren erbaut, repräsentieren sie einen völlig unterschiedlichen geistigen und formalen Zugang zum religiösen Bauen. Wer möchte, kann dann noch den Prager Fernsehturm von 1988 „erfahren“ und einen großartigen Überblick über Prag gewinnen. Der Nachmittag ist dann zum Erholen oder Selbstentdecken da. Lenka hat mehr als genug Empfehlungen für Neugierige.
Fr.: Modernes Bauen an der Moldau– ein Ausflug ins ganz Neue. Es ist wirklich nicht leicht, im Architekturwunder Prag neue bauliche Akzente zu setzen. Dabei bieten die alten Bahngelände in Bubny und vor allem auch im Zentrum der Masaryk-Bahnhof genügend Spielfläche für engagierte Architekten. Von der neuen Büro-City im Stadtteil Karlin, die mit einigen begehrten Architekturpreisen ausgezeichnet wurde, machen wir einem faszinierenden Moldauspaziergang, der uns bis zum gewaltigen Stadterneuerungsprojekt von Zaha Hadid im Zentrum von Prag bringt. Gleichzeitig wird Ihnen unsere Stadtführerin Lenka einiges über die neuen Prager Bauprojekte erzählen, z.B über die neue Prager Philharmonie.
Abendschiebsabend in einer angenehmen Kneipe antiquierter oder moderner Art
Sa.: Heimfahrt oder Verlängerung
Unsere Themen und Schwerpunkte:
Schönheit als Ausdruck – Prager Jugendstil. Von den floralen Anfängen bis zum strengen Art Deco eignet dem Prager Jugendstil eine besondere Eleganz. Das Topič-Haus, das Gemeindehaus oder das Haus des Hlahol-Chores spiegeln das Schönheitsempfinden der Jahrhundertwende in ganz besonderer Weise.
Licht und Schatten – Der Kubismus. Ein besonderes Architekturkapitel ist der Kubismus. In keiner anderen europäischen Hauptstadt hat dieser aus der bildenden Kunst abgeleitete Stil Spuren hinterlassen. Von der „Schwarzen Madonna“ bis zu den kubistischen Häusern am Vyšehrad: Geometrie als Spiel von Licht und Schatten.
Nüchterne Klarheit – Der Funktionalismus. Nach dem 1. Weltkrieg tritt auch in Prag das funktionalistische Bauen seinen Siegeszug an: Baťa-Haus, Hotel Juliš und das Manes-Künstlerhaus stehen für einen neuen nüchternen Schönheitsbegriff.
Geste und Understatement – Prager Villen. Ein besonders attraktives Thema des modernen Bauens sind die Prager Villen. Wir besuchen die kleine Villa des Architekten Otto Rothmayer oder die elegante Villa Winternitz.
Sakrale Schöpfungen – Kirche und Moderne. Den zahlreichen Prager Barockkirchen stellen wir zwei spannende Kirchengebäude gegenüber: die hussitische Kirche von Pavel Janák und die eigenwillige Herz-Jesu-Kirche des slowenischen Architekten Jože Plečnik.
Stagnation und Neubeginn – Moderne Zeiten. Ein interessantes Kapitel ist auch die Zeit vor und nach 1989. Sozialistische und kapitalistische Moderne treten in Wettbewerb. Vom Brüsseler EXPO-Pavillon über das „Tanzende Haus“ von Frank Gehry bis zur neuen preisgekrönten Büro-City im Stadtteil Karlín reicht unsere Palette.
Leistungen
-
7 Übernachtungen mit Frühstück (alle Zimmer mit Du/WC)
-
Kompetente Reisebegleitung
-
Alle Fahrten laut Programm
-
Führungen, Eintrittskarten
-
Infomaterial
Mindestteilnehmerzahl: 7 || Maximalzahl der Mitreisenden: 18
Bei gelbem Punkt (d.h. „nur noch wenige Plätze frei“) rechts neben Reisetermin findet die Reise sicher statt. Um Ihnen (und Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl evtl. nicht erreichen. Meist wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.
Reisedaten:
Termine 2026
24.10. – 31.10. 
Reisepreis: 1.050 €
EZ – Zuschlag: 290 €
= Frei
= Restplätze
= Ausgebucht| Infoanforderung | Leistungen |
| Technische Infos | AGBs |
| Reiseversicherung | Seite drucken |
























