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Brünner Herbst: Der Klang der zweiten Geige

Ein FESTival der Musik und der Poesie in der mährischen Metropole

Die Geige spielt in der mährischen Musik traditionell eine besondere Rolle

Die Geige spielt in der mährischen Musik traditionell eine besondere Rolle

Zugegeben: im Konzert der tschechischen Städte spielt Brünn die zweite Geige hinter Prag. Aber was ist das für eine Geige! Sie ist älter und gleichzeitig moderner als die der Hauptstadt. Sie klingt wärmer und rauher, sie verbindet Volksmusik und Avantgarde. So wie Leoš Janáček, der hier eine völlig neue musikalische Sprache entwickelte. Alle zwei Jahre findet im Herbst das Janáček- Festival statt. Daher bieten wir eine Herbstreise in diese lebensfrohe und schöne Stadt an, bei der Musik, Wein, Architektur und Poesie im Mittelpunkt stehen. Und wo immer möglich, beziehen wir die Konzerte des Festival-Programms mit ein. Eine Reise für alle Sinne, nicht nur für die Ohren. 

Ihre Reisebegleiter sind unser musikbegeisterter Literaturkenner Arthur Schnabl und unsere Brünner Expertin Jana Návratová.

Eine besondere Reise!

Nur alle zwei Jahre findet das „Janáček-Festival“ in Brünn statt. (Es wurde mit dem Oscar der Musikwelt, dem international opera award, ausgezeichnet). Deshalb verbinden wir unsere klassische Brünnreise mit diesem hochklassigen Festival. Aus dem umfangreichen Festival-Programm 2026 haben wir zwei besondere  Aufführungen ausgewählt, die mit unserem Reiseablauf harmonieren. Die Konzertkarten sind im Reisepreis enthalten. 

  • Leoš Janáčeks bekannteste Oper Jenufa, mit dem neuen tschechischen Dirigentenstar Jakub Hrůša und seinem Hausorchester, den Bamberger Symphonikern und Corinne Winters als Jenufa (5.11. im Janáček-Theater). Ein echter musikalischer Höhepunkt. Übrigens hat die Jury der International Classical Music Awards (ICMA) Jakub Hrůša gerade zum „Künstler des Jahres“ 2026 gewählt.
  • Ein Klavierrezital mit dem tschechischen Virtuosen Tomáš Víšek in der Villa Löw-Beer. Jazzinspirierte Klaviermusik des frühen 20. Jahrhunderts: Milhaud, Strawinsky, Martinu und Gershwin. Ebenso spannend wie unterhaltsam. (Villa Löw-Beer, 8.11. 2026)
Von der Jakobskirche bis zum Spielberg - das Brünner Panorama, gesehen von der Villa Tugendhat

Von der Jakobskirche bis zum Spielberg – das Brünner Panorama, gesehen von der Villa Tugendhat

 

Programm: (Achtung: Diese Reise beginnt aus terminlich-musikalischen Gründen am Dienstag, dem 3. November 2026!) Auch die Reihenfolge unseres reichhaltigen Programms kann sich ändern, je nach den Gegebenheiten vor Ort.

Di.: Anreise – Treffpunkt und Quartier im Hotel Continental, ca. 18.30. Über Prag oder Wien gibt es bequeme Zugverbindungen. Genaues im Anschreiben!! Wir wohnen am Rand der Altstadt im bekannten Messe-Hotel Continental. Dieses beeindruckende Gebäude repräsentiert den sogenannten „Brüsseler Stil“, mit dem die moderne tschechische Architektur wieder an die große Vorkriegsarchitektur des Funktionalismus anknüpfte. Großzügige und elegante Raumlösungen sorgen für ein modernes und gleichwohl angenehmes Wohngefühl. Gemeinsames Abendessen und Kennenlernen in einem angenehmen Gasthaus gleich nebenan.

Mi.: Altes und Neues – Ein Stadtspaziergang zwischen Barock und Moderne. Für die Entwicklung der modernen Architektur war die Industriestadt Brünn ein ideales Pflaster. Selbstbewußt schob sich das neue „Neue Bauen“ des 20. Jahrhunderts zwischen Barock und Jugendstil und gab der Stadt ein ganz eigenes Gesicht. Unser Stadtspaziergang vom Domhügel über Krautmarkt und Freiheitsplatz bis zur gotischen Jakobskirche spiegelt nicht nur die spannende Geschichte der Stadt, sondern auch ihre Architektur. Am Ende würdigen wir dann aber auch die Zimmermannskunst des Mittelalters im grandiosen Dachstuhl der Jakobskirche. Und das sorgsam restaurierte Beinhaus erzählt von der barocken Lust am Tod.

Abends: Das Kapralhaus: Eine Künstlerwohnung zum Anfassen. An einem der Abende (welcher ist noch offen) wird es eine musikalisch-literarische Lesung mit unserem Reiseleiter Arthur Schnabl geben, und zwar in der original erhaltenen Boheme-Wohnung des Brünner Schriftstellers Zeno Kapral.

Do.: „Musik wie das Leben sie macht“ – Leoš Janáčeks Brünn. Die UNESCO hat Brünn zur „Stadt der Musik“ ernannt. Janáček und seine Schüler erprobten hier eine neue Musiksprache, die sich von der klassischen Harmonielehre abwandte. Gerade wird die Komponistin Vítězslava Kaprálová wiederentdeckt, deren Leben ebenso ungewöhnlich war wie ihre Musik. Wir besuchen Janáček´s kleine Villa im schönen Stadtteil Veverky, wo uns eine ganz besondere Inszenierung von Janáčeks Oper „Das schlaue Füchslein erwartet. Am Nachmittag erleben Sie noch einen besonderen architektonischen Höhepunkt: seit ein paar Jahren sind die alten unterirdischen Wasserspeicher zugänglich gemacht worden. Wie Kathedralen des Wassers wirken diese riesigen Backsteinräume. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Am Abend: Besuch der Oper „Jenufa“ von Leoš Janáček im Janáček-Theater. Ausführende: Bamberger Symphoniker unter Jakub Hrůša, mit Corinne Winters als Jenufa. Unter der Regie von Martin Glaser, dem künftigen Direktor des Prager Nationaltheaters.

Fr.: Die Sprache der Erbsen. Das Augustinerkloster in Alt-Brünn. Kaum ein anderes Kloster dürfte so viel zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte beigetragen haben wie das Augustinerkloster in Brünn.  Hier erhielt nicht nur der kleine Leoš Janáček seine erste musikalische Ausbildung, hier machte auch ein gewisser  Johann Gregor Mendel seine weltbewegenden genetischen Entdeckungen. Nach einer Führung, die auch das prächtige Jugendstil-Refektorium und die Klosterbibliothek beinhaltet, gehen wir nebenan zum Mittagessen in die städtische Brauerei, die früher durch einen direkten Zugang mit dem Klostergarten verbunden war. Am Nachmittag besuchen wir noch einen weiteren spirituellen Ort: die beeindruckende Jugendstilkirche „Die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria“ in der Arbeitervorstadt Krenova. Franz Holik, ein Schüler von Otto Wagner, hat hier sein Meisterstück geliefert. Ein echter Geheimtip, weshalb wir auch noch nicht sagen können, an welchem Tag wir sie besuchen können. Das hängt vom Arbeitsplan des Herrn Pfarrers ab. Lassen Sie sich überraschen.

Sa.: Auf der Fährte des schlauen Füchsleins – Wanderung durch den mährischen Karst. In den lichten Buchenwäldern des mährischen Karsts gleich hinter Brünn hat der Schriftsteller Rudolf Těsnohlídek die Geschichte vom „Schlauen Füchslein“ aufgeschnappt und niedergeschrieben. Seine Kurzgeschichten dienten Leoš Janáček als Inspiration. Auf der Fährte des Füchsleins wandern wir deshalb vom hübschen Dörfchen Bílovice durch einen besonders schönen Teil des mährischen Karstes entlang des Flüsschens Svitavka und erfahren dabei auch, was es mit den „Naturlauten“ bei Janáček auf sich hat. (7 km, leichte Anstiege) Und mit der Sitte, einen Weihnachtsbaum auf dem Svoboda-Platz in Brünn aufzustellen. Als „Weihnachtsbäume der Republik“ dienen diese Bäumebis heute als Spendenbäume für Kinder in Not.

So.: Zwei Villen – zwei Welten. Zwei ganz besondere Gustostückl haben wir uns für den letzten Tag aufgehoben. Am Vormittag besichtigen wir den „Superstar“ von Brünn, die ikonische Villa Tugendhat, die der Architekt Mies van der Rohe für das Fabrikantenpaar Grete und Fritz Tugendhat entworfen hat. Von Grund auf renoviert, stellt dieses Haus ein markantes Beispiel für den „internationalen Stil“ dar, der gerade auch Brünn in der Zwischenkriegszeit prägte. Von dort geht es dann durch den schönen Garten direkt nach nebenan in die Villa von Grete Tugendhats Eltern, in die Villa Löw-Beer. Dort erleben wir nicht nur eine völlig andere Form des Wohnens, sondern auch ein hochinteressantes Klavierkonzert des rennomierten Pianisten Tomáš Víšek, der die Musik des frühen 20. Jahrhunderts zum Tanzen bringen wird: Milaud, Strawinsky, Martinu, Gershwin etc. Eine Musik, die dem Geist der Villa Tugendhat entspricht.

Mo.: Heimfahrt oder Verlängern. Wir helfen gerne.

 

Clown und Engel, oder was soll es bedeuten? Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken

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Wollen Sie vielleicht noch ein paar Tage in einer der schönsten Städte Europas anschließen? Schauen Sie auf unsere Seite: Prag hautnah.

Reisebegleiter: Arthur Schnabl und Jana Návratová
Siehe auch die LiterArthurHommage in der TAZ, 20.4.2014

 

Leistungen

  • 6 Übernachtungen mit Frühstück
    (Zimmer mit Dusche/WC)
  • 2 kompetente Begleitpersonen
  • 2 Festival-Konzerte nach Programmangebot
  • alle Fahrten in und um Brünn
  • Lese- und Gesprächsabende
  • Eintrittskarten laut Programm
  • Infomaterial
  • Und etwas ganz Besonderes: ein Lesebuch zu Brünn, das unser Literat Arthur Schnabl speziell für die Brünner Reise zusammengestellt hat

Mindestteilnehmerzahl: 7 || Maximalzahl der Mitreisenden: 18

Bei gelbem Punkt („ noch wenige Plätze frei“) findet die Reise sicher statt.
Um Ihnen (und Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl evtl. nicht erreichen. Meist wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit beim Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

Reisedaten:

Termine 2026
03.11. – 09.11. Termin leider ausgebucht

Reisepreis: 1.150 €
EZ – Zuschlag: 230 €

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

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Brno: eine Stadt mit Flair und Phantasie. Wasserspiele vor dem Janacek-Theater.

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Neugestaltung der Platzes vor dem eleganten Janacek-Theater. Lebensfreude für alle.

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Funktional und elegant: Die Konzeption des Janáček-Theaters stammt noch von dem berühmten Stadtarchitekten Bohuslav Fuchs und wurde erst in den Fünfziger Jahren verwirklicht.

 

Der Dom Peter und Paul thront über der Stadt

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Die Jakobskirche. Spätgotik der Sonderklasse.

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Der Krautmark unter dem Dom - Zentrum der Brünner Altstadt und Lebenslust

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Wein, Musik und Poesie - drei Elemente der Brünner Lebenskunst

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Alt und Neu: Der Rathaustum im Spiegel der neuen Markthalle

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Funktionalismus als Stadtidentität - Hauseingang im Masaryk-Viertel

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Floraler Jugendstil als Kontast zum Brünner Funktionalismus

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Ein Meisterwerk des Otto Wagner-Schülers Franz Holik: die Jugendstilkirche "Maria unbefleckte Empfängnis"

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Ein Kirchenraum wie von Gustav Klimt geschaffen

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Die kleine Villa von Leos Janacek ist heute ein liebenswertes Museum

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Die größte Kostbarkeit: der Originalflügel von Leoš Janáček.

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Eine hochbegabte Frau in einer Männerdomäne: die Dirigentin und Komponistin Vítězslava Kaprálová

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Auch Mozart konzertierte in jungen Jahren in Brünn

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Die Brünner Augustinerabtei war einst ein kultureller Schwerpunkt in Mähren

Jugendstil-Refektorium im Brünner Augustinerkloster

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Humorvolle Homage an den großen „Erbsenzähler“ Johann Gregor Mendel

Eine Kathedrale des Wassers - die alten Brünner Wasserspeicher erwachen zu neuem Leben

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Auf den Spuren des Füchsleins -Spätherbstzauber im Mährischen Karst

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Vom Planeten Bauhaus zwischengelandet: die ikonische Villa Tugendhat katapiltiert Brünn ins Zentrum der Architekturgeschichte

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Das gläserne Haus - die Leichtigkeit des Wohnens wird in der Villa Tugendhat vorexerziert

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Die Villa Löw-Beer, das Elternhaus von Grete Tugendhat - Übergang vom Jugendstil zur Moderne.

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Brünn ist auch eine Stadt der Poeten. Der Dichter Jan Skácel schreibt Gedichte, so leicht wie ein Vogelflug.

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Eine Künstlerwohnung zum Anfassen: Lesung in der "Kapral-Residence"

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Mährische Volksmusik in der Weinstube des alten Franziskanerklosters.

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Auch Leos Janacek war ein großer Freund des mährischen Weins.

Auch Leoš Janáček war ein großer Freund des mährischen Weins.

 

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