Südböhmen / Jaroslav Hašek / Josef Schwejk / Budweis / Tábor / Písek / Prag

Melde gehorsamst!

Mit dem braven Soldaten Švejk durch Südböhmen

„Also, was soll ich Ihnen sagen? In Klatovy lebt ein braver Mensch, der Herr Franc. Der is, könnt ma sagen, ein Verehrer von mir. Und in Regensburg wohnt ein gewisser Schnabl, der was ein Fanatiker von der böhmischen Literatur is. Die ham sich mal mit mir in Prag betrunken, und weil man dabei immer gute Ideen hat, ist ihnen eingefalln, dass sie die Menschheit mit einer Reise beschenken könnten, die was keiner braucht. Ich hab ihnen bissel erzählt, es hat ihnen gefalln und das ist dabei rausgekommen. Aber ich kann nix dafür, ich habs bloß gut gemeint.“

Reiseleiter: Arthur Schnabl, Jiří Franc und Josef Švejk

Programm:

Sa.: Da könnens den Herrn Schnabl am Prager Hauptbahnhof treffen, so gegen Fünf Uhr nachmittags. (Genaues im Anschreiben) Oben in der scheenen Kuppel. Wenn er die Fahrkarten nicht vertrunken hat, wie mir´s mal passiert is in einem schwachen Moment, dann nimmt er alle, was da sind, und fahrt mit ihnen nach Tábor. So wie ich damals mit meinem Oberlajtnant. Dort wartet dann schon der Herr Franc, damit alles vernünftig wird. Einquartierung is im Hotel Tábor, unweit vom Bahnhof.

So.: Da sehn wir uns Tábor an. Kennens das? Nein? Und Sie wolln a gebildeter Mensch sein? Das hamm doch die Hussiten gebaut, für die ganz frommen Leite, und unser Žižka hat sich dort gerauft mit den Kreuzrittern. Und dann hat es noch den Ruhm, dass ich da wegen der Notbremse in eine Schlamastik gekommen bin. In der Eile is mir damals ganz entgangen, was für eine hübsche Stadt Tábor is. So viele schön bemalte Häuser hab ich noch gar nich gesehn. Dann gehn wir auch ins Kloster Klokoty. Da staunen´s? Der Švejk und Kloster, hättens nicht gedacht? Aber als Bursch beim Herrn Feldkurat Otto Katz hab ich erkannt, dass die Katholiker immer den besten Wein ham.

Mo.: fahrn wir weiter nach Písek. In Chynov is das Atelier vom Herrn Bildhauer František Bílek. No, hat der große Figuren gemacht. Aber bissl schwermitig. Also, ich habs ja lieber, wenns nicht so traurig ist. No, war halt fromm, der Herr Bílek! Lustiger sind dann die Bauernhöfe. „Beemischer Bauernbarock“ sagt man dazu. Und dann sinds schon in Písek. Das liegt schön an der Otava. Da werns viel anschaun missn, fürcht ich. Schauns aber, dass auch was zum Trinken kriegn. Mein Tipp: gehns ins Wirtshaus „Reiner“. Da hat sich der Dichter Heyduk immer betrunken. Dann is er darauf verfallen, dass er die Wirtstochter verführt und sich mit ihr heiratet. Jetzt gehört ihm das Wirtshaus und er kann umsonst trinken.

Di.: Heute schaun mer uns die Gegend an, wo ich diesem verfluchten Budweis hinterherglaufen bin. Jesusmaria, schön is mein Südböhmen, genau so wie mein Freund Josef Lada es gemalt hat. Apfelbäume, Teiche, Flisse und Gasthäuser. Man könnt sich ins Hemd weinen vor Freude. Besonders hübsch is Putim. Das dürfns jetzt nicht verwechseln mit dem strengen Menschen aus Rußland. Es is das Dorf, wo´s mich damals als Spion verhaftet ham. Weil ich so schlau ausseh. Dann hamms mich aber nicht erschossn. Sie hamm mich lieber an die Wand gemalt, im Wirthaus, wo Sie Ersoffene und Hermelin kriegn. Und das gute Bier aus Protivín. Dann laufen wir hübsch an der Otava zurück, übern Schlag 10 km. Jammerns nich, ich bin damals 160 Kilometer gelaufen, um mein Regiment wiederzufinden!

Der brave Soldat Svejk auf der unermüdlichen Suche nach seiner Kompanie

Der brave Soldat Švejk auf der unermüdlichen Suche nach seinem Regiment

Mi.: kommt was, was wir nicht mehr genau wissen, weil wir den Plan in der Kneipe hamm liegn lassn. Aber wies der Herr Vodjerka sagt: das is nix, wenn man alles weiß, weils sowieso anders kommt. Jedenfalls wern wir durch schöne Dörfer laufen, an Teichen vorbei, in Štěkeň hams ein Kloster, da is der Herr Schriftsteller Klostermann verstorben, den der Herr Franc fast so verehrt wie mich. Und im Wald is a jüdischer Friedhof, wo die Großeltern von einem gewissen Kafka aus Prag liegen. Sehr berühmt soll er sein. Also im „Kelch“ war der nie, das wüßt ich. Und bei Sudoměř ham sich die Hussiten mit den Katholikern gerauft, damits auch den Kelch kriegn, noja, Tschechen muss ma halt zu trinken gebn, sonst werns bös.

Do.: wird´s pressant nach Budweis, weil mein Oberlajtnant kann ohne mich eigentlich gar nicht sein. Wir fahrn mit der Eisenbahn. Das hab ich gern. Wegen der roten Griffe, wo man sich so hübsch anhalten kann. Schön is die Stadt, das glauben´s nicht. No, und in der Masná der Entenbraten! Ich denk mir, dass Sie vielleicht auch die Kaserne interessiert, wo ich meinen Oberleitnant wiedergefunden hab und wo der Herr Hašek Österreich gedient hat. Nicht lange, dann is er zu den Russen iebergelaufen. Noja, ich denk mir halt, Österreich war froh, dass ihn los waren. Und dann das  Dominikanerkloster. Da sind so heilige Bilder. Furchtbar alt und häßlich. Aber das gerade soll sie wertvoll machen. Schad, dass das bei meinen Hunderln nich so is. Weil, ich handel ja mit Hunderln. Ich hab da grad so ein Rattler … wenns amal schaun mechtn, da rechts ganz unten, bei die hübschen Bildln … no, jede Erzherzogin wäre begeistert, so was aufm Schoß zu habn.

Fr.: is die Reise aus und da dürfens endlich heimfahren. Oder Sie machen sich a Hetz und fahrn mit nach Regensburg, da is am Samstag so ein Palawatsch. Sie nennens „Beemischer Abend“ und feiern das Saisonende. Die Jana und der Herr Wagner wern aufspieln und der Herr Franc und der Herr Schnabl wern bestimmt was erzähln. Und ich komm auch. Obwohl, so eine scheene Blasmusik wirds wohl keine gebn. Und mehr als fünf Bier soll auch keiner kriegn, heißt es. Is mehr so eine bürgerliche Wohltätigkeitsveranstaltung. Wie´s der Herr Koliba aus der Hrnčirska sagt: „Was ist das für a Fest, wo keine Polizei kommt.“

No da schau einer an! man mechts nicht glauben, JesusMaria! Unsere Reise hat doch tatsächlich so einen höheren Preis in Deutschland gewonnen! So einen goldenen Baum, was in der Wüste wächst. Den nehm ich gleich mit in den Kelch. Da werns schaun.

Diese Reise hat 2013 eine „Goldene Palme“ bei GEO-Saison gewonnen. Siehe hier S.4/5

Leistungen

  • 6 Übernachtungen mit Frühstück (Zimmer mit Dusche/WC)
  • 2 Kompetente Begleitpersonen
  • alle Fahrten laut Programm
  • Lese- und Gesprächsabende, Eintrittskarten
  • Karten,- Lese- und Infomaterial

 

Maximalzahl der Mitreisenden: 18 || Mindestteilnehmerzahl: 8

Bei gelbem Punkt („nur noch wenige Plätze frei“)
findet die Reise sicher statt. Um Ihnen (und uns, insbes. Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl eventuell nicht erreichen. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindetteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

Reisedaten:

Termine 2021
13.11. – 19.11. Termin leider ausgebucht

Reisepreis: 750 €
EZ – Zuschlag: 165 €

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

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Alle Fotos copyright Arthur Schnabl. Zum Vergrößern einfach auf Foto klicken

Reiseleiter und Švejk-Kenner Jiří Franc simuliert Habsburg-Treue

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Tabor, die Stadt der Hussiten, gedenkt immer noch stolz des Heerführers Jan Žižka

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Der gewaltige Rathaussaal von Tabor verherrlicht den hussitischen Mythos

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Tabors Altstadt ist ein einmaliges Denkmalareal

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Noch finden sich in den Dörfern hübsche böhmische Barockhöfe

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Pisek, die schöne Barockstadt an der Otava

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Das böhmische Glückselexier, nicht nur für Švejk

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Der Fluss Otava ist ein schönes Wanderrevier

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Das Dorf Putim liegt wie eine kleine Wasserfestung zwischen Fluss und Teich

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Wo Švejk zu Hause ist: Kneipe in Putim

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Reiseleiter Arthur Schnabl simuliert Alkoholismus

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Der kleine südböhmische Friedhof, auf dem Kafkas Großeltern liegen

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Die Teiche Südböhmens bilden eine eigene Kulturlandschaft

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Besinnliches Wandern an den böhmischen Teichen

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Budweis, die südböhmische Hauptstadt, hat viel zu bieten

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Fesken aus dem 14. Jh. im Dominikanerkloster von Budweis

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Prächtige Böhmisch-Mährische Wappen am Budweiser Rathaus

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Ein Prachtexemplar aus der Hundezucht von Josef Švejk

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