Wanderreise / Kulturreise / Silvesterreise / Winterwandern
in Pommern / an der Ostsee / Nationalpark Wollin / Swinemünde | Eisbaden
Wo schlechtes Wetter schön ist – Silvester in Hinterpommern
Wie wäre es, vor dem grauen Jahreswechsel einmal nicht nach Ibiza zu flüchten, sondern sich ihm bewusst auszusetzen? Sich von Wind und Salzluft durchpusten lassen oder sogar in die kalten Wellen der Ostsee tauchen? Vormittags Möwenkreischen hören und abends polnische Pirogen essen und Geschichten aus Hinterpommern lauschen? Und nach einigen stillen Tagen mit unseren polnischen Gastgebern eine ausgelassene Silvesterparty feiern? Erleben Sie den melancholischen Reiz der pommerschen Landschaft und die Ostseestrände ohne Badegäste. Baden Sie nicht nur in schöner Schwermut, sondern, wenn Sie Lust haben, mit Reiseleiterin Iwona auch im kalten Meer. Und das alles am besten in einem alten Herrenhaus, wo Sie sich wie zu Hause fühlen werden.
In der hintersten pommerschen Provinz, im Dörfchen Rybokarty, hat Zbigniew Zając eine Schlossruine wieder zum Leben erweckt. Und nicht nur Unterkunft und gutes Essen, auch Kultur bietet dieses Kleinod: musikalische oder poetische Abende für Schloss- und Dorfbewohner. Diese Begeisterung für die Kultur hat uns ebenso beeindruckt, wie die schöne Lage und die Ungezwungenheit des Schlosslebens. Statt Luxus gibt es einfache Zimmer (alle mit Du/WC) und die Herzlichkeit unserer polnischen Gastgeberfamilie. Der Abschluss bildet dann eine echte polnische Silvesterparty, kein Touristenspektakel. Gutes Essen, Wodka, Tanzen und Ungezwungenheit. An die stille Zeit in Rybokarty schließen sich zwei Tage in einer angenehmen Pension im Ostseebad Swinemünde an. Da können Sie die klammen Glieder im Whirpool und am Kamin wieder aufwärmen lassen.
Also: machen Sie das schlechte Wetter zu gutem. Schnee versprechen wir nicht. Aber wir hoffen auf ihn. Wenn man ihn nicht erwartet, kommt er. Und dann sieht unser Schloss so aus:
Reiseleiterin: Iwona Buczkowska. Seit Jahren feiert unsere Reiseleiterin Iwona ihren Jahreswechsel in Schloss Rybokarty und an der Ostsee. Und gern nimmt sie Gäste mit, um ihnen ein besonderes Stück Polen zu zeigen. Dabei prüft sie natürlich auch die Stärke der zugefrorenen Seen, so wie hier am Caminer Haff.
PROGRAMM
1. Tag: Anfahrt, Transfer nach Rybokarty. Treffpunkt ist am Bahnhof Stettin/Szczecin, wo wir die Zugfahrer abholen (ca. 17 h; Genaueres im Infopaket). Die Fahrt in unser Schloss dauert dann noch fast zwei Stunden. Hungrig und müde werden Sie ankommen, aber satt und zufrieden in die Betten fallen. Autofahrer bekommen eine Anfahrtsskizze.
2. Tag: Hinterpommersche Schlossgeschichten. Nach dem Frühstück erkunden wir die Umgebung von Rybokarty. Das ist eine vergessene Landschaft, in der es vor allem eines gibt: Stille und Zeit. Etwa zwei Stunden werden wir um das Schloss herum unterwegs sein, wenn es die Wetterverhältnisse gestatten. Eine Flasche Wodka wird helfen, eventuelle graue Wolken zu vertreiben. Dann gibt es heiße Suppe, und am Abend wird uns der Hausherr seine abenteuerlichen Schlossgeschichten erzählen.
3. Tag: Winterträume – Feinigers Ostsee. Mit dem Bus fahren wir ans Meer. Die Ostsee im Winter ist ein großes Erlebnis für Seele, Bronchien, ja, sogar für den ganzen Körper – wenn man Eisbaden mit Iwona probieren will. Keine Badegäste gibt es jetzt, nur einsame Strandwanderer, welche die wechselvollen Stimmungen von Licht, Strand und Meer genießen. Manchmal waren die Eisberge so hoch, dass man nicht ans Wasser konnte, manchmal dümpeln nur kleine Eiskunststücke an den Strand und manchmal leckt ihn das Wasser einfach nur mit kalter Zunge. Doch dann hebt sich wundervoll der Klippenweg zwischen Hoff und Rewal, wo wir die atmosphärischen Vorbilder des großen Malers Lyonel Feininger finden werden, der diese Gegend so liebte. (ca. 5 km, flach).
4. Tag (Silvester!): Wolliner Wanderung nach Cammin. Ein eigener Zauber geht vom Hinterland der Insel Wollin aus: arme Dörfer, lange Alleen und ein weiter Himmel formen eine einmalige melancholische Atmosphäre. Wir werden eine Landschaftswanderung um den Camminer Bodden machen. Einsamkeit wird hier zum Programmpunkt. Der Höhepunkt ist dann natürlich der Backstein-Dom von Cammin, der in einer herrlichen Wasserlandschaft liegt.
Abends Silvesterfeier im Schloss. Der Schlossbesitzer lädt an Silvester Freunde, Bekannte und das halbe Dorf zu einem wunderbaren Fest ein. Wir feiern, wir singen und tanzen mit, an Schlaf ist in dieser Nacht ohnehin kaum zu denken. Und denken Sie daran: in Polen hat man Freude an der Selbstdarstellung: eine gewisse Eleganz ist nie verkehrt. Was halt so in den Reisekoffer passt.
5. Tag: Kolberg – Neujahrsbummel. Ausruhen vom Feiern. Mit dem Zug lassen wir uns in die Ostseestadt Kolberg bringen. Der 2. Weltkrieg hat vom alten Kolberg fast nichts übrig gelassen. Lediglich der eindrucksvolle Dom hat den Krieg überstanden. Aber Geschichte und Zukunft verbinden sich hier auf nachdenkliche Weise. Es ist interessant, wie man sich die bauliche Zukunft dieser lebendigen Stadt heute vorstellt. Und der breite Strand mit seinem schönen Hafen lädt zu einem besinnlichen Neujahrsbummel geradezu ein, der dann im Genuß der köstlichen polnischen Kuchen mündet, die in den Cafés an der Promenade angeboten werden. Am Kolberger Steg treffen sich um 12 Uhr mittags begeisterte Eisbader zum traditionellen Neujahrseisbaden – unter Iwonas Anleitung können wir mitmachen! Aber man kann statt dessen auch von Teestube zu Teestube den Strand entlangspazieren.
6. Tag: Kalter Wind & heißes Wasser – Swinemünder Tage. Der Abschied von der ungezwungenen Atmosphäre in Rybokarty fällt schwer, aber dafür gönnen wir uns jetzt noch zwei Tage Meereslust im alten Badeort Swinoujoucie/Swinemünde. Da eine heiße Dusche besonders freut, wenn man hübsch ausgefroren ist, machen wir vorher noch eine Strandwanderung an einer der schönsten Stellen der Ostsee: den Klippen von Wollin (11 km). Allerdings kommt es dabei sehr auf das Wetter an. Wir hatten schon alles: Sonnenschein und Schneesturm, Regen und Strandüberschwemmung. Jedesmal anders. Eine angenehme Überraschung sind dann die Fischerbuden in Miesdroj, wo man herrlichen Räucherfisch probieren kann. Dann aber dürfen die klammen Glieder endlich in die kleine Hotelsauna.
7. Tag: Bansiner Geschichte(n). Zum Abschluss ein Bummel durch Swinemünde auf Theodor Fontanes Spuren? Schließlich hat der berühmte Autor hier einen Teil seiner Kindheit verbracht. Und in seinem Roman „Effi briest“ ein spannendes Denkmal gesetzt. Oder lieber noch eine Strandwanderung auf die deutsche Seite ins reizende Seebad Bansin, wo noch viel von der alten wilhelminischen Bäderpracht vorhanden ist (ca. 10 km, zurück ganz bequem mit der Bäderbahn). Wie Sie möchten. Gehen wir es gelassen an.
8. Tag: Rückfahrt. Von unserer Pension sind es zum Bahnhof Swinemünde Zentrum ca. 2 km (ca. 10 Min. Taxifahrt). Von hier sind es gemütliche 4 Zugstunden: zuerst mit der Bäderbahn entlang der Ostseeküste nach Züssow, dann weiter durch schöne Landschaft bis Berlin.
Reiseleiter: Iwona Buczkowska
Leistungen / Preise
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7 Übernachtungen mit Halbpension (alle Zi. mit Du/WC)
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1 kompetente Begleiterin
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Kulturprogramm
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Silvesterfeier
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Karten-, Lese- und Infomaterial
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alle Fahrten ab Stettin / bis Swinemünde
Reisedaten:
Termine 2026
28.12. – 04.01. 
Reisepreis: 1.045 €
EZ – Zuschlag: 225 €
= Frei
= Restplätze
= Ausgebucht| Infoanforderung | Leistungen |
| Technische Infos | AGBs |
| Reiseversicherung | Seite drucken |
Ein Angebot an die Einzelzimmer-Anmeldungen: Am Silvesterabend braucht die Schlossfamilie mehr Zimmer. Deswegen das Angebot: EZ-Anmeldungen, die bereit sind, für die eine Nacht vom 31.12. auf 1.01. ein Zimmer mit einer gleichgeschlechtlichen Person zu teilen und es dann auch tatsächlich teilen, zahlen anteilig nur den 1/2 EZ-Aufpreis für den Aufenthalt in Rybokarty.
Bitte bei Anmeldung angeben!
Das Hotel Rybokarty ist ein altes Schloss mit einer tollen Atmosphäre.
Allerding kann es an kalten Wintertagen vorkommen, dass das alte Heizungssystem es nicht schafft, die Zimmertemperaturen auf über 20 Grad zu bringen.
Bei gelbem Punkt („nur noch wenige Plätze frei“) findet die Reise sicher statt.
Mindestteilnehmerzahl: 8 || Maximalzahl der Mitreisenden: 18
Sobald wir absehen können, dass wir die Mindestteil nehmerzahl nicht erreichen, informieren wir Sie. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.
Reisedaten:
Termine 2026
28.12. – 04.01. 
Reisepreis: 1.045 €
EZ – Zuschlag: 225 €
= Frei
= Restplätze
= Ausgebucht| Infoanforderung | Leistungen |
| Technische Infos | AGBs |
| Reiseversicherung | Seite drucken |
Anfahrt mit dem eigenen Auto
Angebot an die EZ-Anmeldungen:
Am Silvesterabend braucht die Schlossfamilie mehr Zimmer.
Deswegen unser Angebot: EZ-Anmeldungen, die bereit sind, für die eine Nacht am 31.12. ein Zimmer mit einer gleichgeschlechtlichen Person zu teilen, zahlen insgesamt nur 1/2 EZ-Aufpreis. – Bitte bei Anmeldung angeben!
Alle Fotos stammen von unserem Reiseleiter Arthur Schnabl. Wenn Sie sie vergrößern wollen, bitte ein- oder zweimal darauf klicken..
A
" Wie war´s? "
Wir fragten unsere Gäste:
"Die Reiseleiterin Iwona bekommt von mir eine Spitzenbewertung! Sehr sachkundig, ehrlich in ihrem subjektivem Urteil, begeistert von ihrer Aufgabe, leidenschaftlich bei der Erläuterung der polnischen Geschichte und Gegenwart – ohne jeden Hang zur Selbstdarstellung."
(Januar 2015)
"Eine Note ist mir viel zu undifferenziert! Für uns war die Reise eine einzigartige Erfahrung! Empfehlen würde ich die Reise mit der Anmerkung: Wer eine besondere Erfahrung/ eine Art Überlebens-/ Selbsterfahrungsreise machen möchte, ist hier gut aufgehoben. Mit Iwona würden wir jederzeit wieder reisen! Sie hat uns sehr gut vorbereitet/aufgefangen! Auch die Gruppe war nett und interessant."
(Januar 2015)
"Iwona hat uns bei den wunderbaren Wanderungen bestens umsorgt und Land und Leute auf wunderbar sensible Art nahe gebracht. Für uns war die Reise eine einzigartige Erfahrung. Ich werde sie allen kulturinterssierten und abenteuerlustigen Freunden empfehlen, sofern sie auch ein bißchen Komfortverzicht üben wollen, denn in den kalten Dezembertagen konnten unsere Zimmer im Schloß nicht mehr gut beheizt werden."
(Januar 2015)
"Im Winter nach Norden ans Meer - das war ein Risiko, das sich absolut gelohnt hat. Fanstastisch, der Ostseestrand im Winter, ganz für uns alleine. ... Und das Programm eine großartige Michung aus Wandern und Literatur, abwechslungsreich und sehr anregend ..."
(Januar 2014)
"Das Programm: mit viel Liebe und Verstand gemacht!
Die Wege: bestens ausgewählt!
Die Begegnungen: spannend!
Die Gruppe: ein anregendes, heiteres Miteinander, ungekünstelt, dabei auf hohem Niveau!
Das Quartier: kein Luxus, aber herzlich und landesnah fürsorglich. Danke dem wunderbaren Schloßwirt!
Aber der größte Dank gebührt der Reiseleitung: Iwona war spitze!!"
(Januar 2014)
Die Verbindung von Natur und Kultur hat uns sehr gefallen. Das Wandern im Schnee und gegen den Wind ließ uns die Landschaft mit allen Sinnen erfahren bzw. ergehen. Dazu die genau passende Literatur, die Bilder von Feininger, das langsame und tiefe Verdauen der Kultur ...
(Februar 2011)
Der Ausspruch "die Ausdehnung der Zeit vertieft den Raum" wurde greifbar und begreifbar ...
(Februar 2011)
































