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Die Wunder der Peripherie – eine spannende Entdeckungsreise in die Prager Umgebung
Zugegeben: Der Glanz der Goldenen Stadt überstrahlt meist ihre reizvolle Umgebung. Dabei hat die Peripherie von Prag unglaublich viel zu bieten: das wilde Šárka-Tal, das herrliche Felsenland bei Beroun mit seinen geheimnisvollen Höhlenkirchen, die Schätze von Schloss Troja und Kloster Zbraslav, die bezaubernde Villa des großen Schriftstellers Karel Čapek und an der Elbe noch eine ganz besondere architektonische Überraschung. Und alle diese Natur- und Kulturschätze sind nicht weiter als 30 Kilometer von Prag entfernt und können bequem mit Bahn oder Bus erreicht werden.
Warum also nicht die entspannte Entdeckung dieser Schätze mit einem Aufenthalt in Prag verbinden? Wir wohnen in unserem Traditionshotel Adria im Herzen Prags, nur zehn Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt und erkunden von dort bequem mit Bahn oder Bus die reizvolle Umgebung Prags. Und abends kann man dann noch in der Prager Altstadt bummeln gehen.
Gleichzeitig bieten wir zwei Lesungs-/Gesprächsabende zu Themen der böhmischen Kulturgeschichte an.
Reiseleitung: Arthur Schnabl & Lenka Hubáčková
Programm:
1. Tag: Wir treffen uns im Hotelfoyer ca. 18.30. Gemeinsames Abendessen und Kennenlernen (Genaues im Anschreiben). Seit Jahren sind wir Stammgäste im angenehmen Hotel Adria am Wenzelsplatz. Auch für diese Reise erweist es sich als ideal. Zehn Gehminuten zum Hauptbahnhof, zehn Minuten in die Altstadt.
2. Tag.: Wo Kafka gärtnerte. Das grandiose Barockschloss Troja. Selbst im schlösserreichen Böhmen ist das barocke Lustschloss Troja der Grafen Šternberk etwas Besonderes. Reizvoll an der Moldau gelegen, sucht seine Verbindung von Architektur, Skulptur und Freskomalerei ihresgleichen in Europa. Der Architekt Jean Baptist Mathey und seine Künstler haben hier ein großartiges Beispiel barocker Bildersprache geschaffen. Dem Namen entsprechend hat sich der ganze antike Götterhimmel auf der Schlosstreppe niedergelasssen, um dem Haus Habsburg zu huldigen. Und im grandiosen Freskosaal geht diese Apotheose des Herrscherhauses weiter. Wie eine Anti-These zu diesem wilden Bildergewimmel strahlen dann die „chinesischen Räume“ fernöstliche Ruhe aus. Im weitläufigen Park hat übrigens schon Franz Kafka unter dem Blick der Götter sein Glück als Gärtner versucht. Anschließend führt uns ein heiterer Spaziergang über die Moldau in die bezaubernde Stromovka, den Prager Baumgarten. Ein spätes Mittagessen in einem reizvollen Gasthaus am Rand des Baumgartens.
3. Tag: Prager Mythen – Die wilde Šárka und der Mädchenkrieg. Schluchten, Felsen und Heide: Das erwartet man wirklich nicht auf dem Prager Stadtgebiet. Aber es sind nur wenige Stationen mit der Straßenbahn bis zum das „Šárka“-Tal im Norden Prags, wo man all diese Natureindrücke findet. Sein Name erinnert an die Legende der Amazone Šárka, die im böhmischen Mädchenkrieg kämpfte und zu einer tragischen Heldin wurde. Eine außergewöhnliche Naturwanderung, auf der uns akustisch Bedřich Smetanas Tondichtung „Šárka“ begleiten wird. Sie führt uns zunächst durch den Teil der „wilden“ Šárka und dann durch das anmutige „stille“ Tal (5 km, weitgehend flach) . Die Wanderung kann dann nach Belieben bis zu der berühmten funktionalistischen Villenkolonie „Baba“ ausgedehnt werden. (6 bzw. 11 km, leichte An- und Abstiege).
Abends: Lesung mit Lenka und Arthur: „Böhmische Amazonen“ – von Königin Libuše bis zu Milena Jesenska und Libuše Moníková.
„Ich träume die Welt. Sie passt ganz in eine Augenhöhle hinein.“ Libuše Moníková
4. Tag: Das Geheimnis der Höhlenkirchen – Wandern im Böhmischen Karst. Mit dem Zug geht es nach Beroun. Fast unvorschriftsmäßig romantisch liegt die alte Industriestadt am Fluss Berounka, wo schon der liebenswerte Schriftsteller Ota Pavel so gern gepaddelt und geangelt hat. Von dort wandern wir durch die vielfältige Landschaft des Böhmischen Karsts zu der alten Benediktinerabtei Svatý Jan pod Skalou mit ihren faszinierenden Höhlenkirchen und ihrem Höhlenfriedhof (6 Km, 170 Hm). Viele legendenhafte und und ebenso viele wahre Geschichten ranken sich um diese versteckte Abtei. Nach einer entspannten Mittagspause wandern wir wieder zur Berounka zurück ins Dörfchen Vráz (3 Km, 120 Hm), von wo uns ein Zug bequem nach Prag bringt.
5. Tag: Der Traum des Unternehmers: Die Villa Volman an der Elbe. Eigentlich glaubten wir, dass wir alles kennen, was es Schönes in der Prager Umgebung gibt. Und dann passierte es doch: wir stießen auf einen architektonischen Schatz, der uns völlig unbekannt war. Und so fahren wir ins Elbestädtchen Celakovice, um dort eine Villa der klassischen Moderne zu besuchen, die der berühmten Villa Tugendhat in Brünn in nichts nachsteht: die Villa Volmann. Ein äußeres Konzept strenger Ordnung birgt ein lichtdurchflutetes Innenleben voll Eleganz und Phantasie. Als hätten Mies van der Rohe und Le Corbusier zusammengearbeit. Dabei waren es zwei ebenso freche wie unbekannte junge Architekten, die der Unternehmer Volmann beauftragt hatte, seinen Wohntraum zu gestalten. Vielleicht als Entschuldigung für unser Unwissen: die Villa Volmann ist erst vor kurzem aus ihrem Dornröschenschlaf wieder auferstanden. Und was das Schönste ist: sie ist kein Museum, sondern ein lebendiger Veranstaltungsort, in dem die Besucher nicht nur staunen, sondern sich auch wohlfühlen können. Danach werden wir an den Elbufern zurück ins Städtchen wandern (3 km, flach) und uns für die Heimfahrt stärken.
6. Tag: Moldauschätze, wo sie keiner vermutet. Mit dem Zug geht es in den Prager Villen-Vorort Zbraslav. Das Zisterzienserkloster Zbraslav am Zusammenfluss von Berounka und Moldau war einst eine der wichtigsten Machtstätten der Přemysliden. In der Klosterkirche wurden die letzten Mitglieder dieses bedeutenden Herrschergeschlechts begraben. Zbraslav selbst wurde im 19. Jahrhundert zu einem angenehmen Wohngebiet für das reiche Prager Bürgertum. Prachtvolle Villen im Jugendstil und Funktionalismus prägen den Ort bis heute. Unter anderem hatten hier der Verleger Jan Otto und der bedeutende Schriftsteller Vladislav Vančura ihre Villen. Nach einer Mittagspause in einem historischen Gasthaus (kennen Sie die Polka „Rosamunde“?) schlendern wir am Moldauufer von Zbraslav nach Modřany (4 – 5 km), wo wir noch einen interessanten Abstecher in ein Künstleratelier machen. Natürlich nur, wenn der Künstler Šimon Brejcha nicht gerade damit beschäftigt ist, der Natur ihre Geheimnisse abzujagen. Dann können wir schon mit der Straßenbahn bis zu unserem Hotel Adria fahren.
Abends: Lesung: Vladislav Vančura und Karel Čapek – zwei Meister der Sprache.
„Humor ist das Salz der Erde. Wer gut durchgesalzen ist, bleibt lange frisch.“ Karel Čapek
7. Tag: Der Traum des Schriftstellers – Die Čapek-Villa in Stará Huť. Wer bekommt schon eine Villa zur Hochzeit geschenkt? Dem Schriftsteller Karel Čapek und seiner Frau, der Schauspielerin Olga Scheinpflugová ist das passiert. Natürlich sehen wir uns dieses außerordentliche Geschenk beim Städtchen Dobřis an. Hier traf er sich mit seinen Freunden und Schriftstellerkollegen und hier sind einige seiner wichtigsten Werke entstanden. Hier gibt es endlich einmal die Möglichkeit, diesem ebenso klugen wie unterhaltsamen Schriftsteller näherzukommen. Was könnte schöner sein als eine Lesung aus dem „Jahr des Gärtners“ hier in dieser bezaubernden See- und Wiesenlandschaft? Dann wandern wir auf einem hübschen Wiesen- und Waldpfad (3 km, ein leichter Anstieg) bis zum „Versailles Mittelböhmens“, dem überdimensionalen Schloss der Familie Colloredo-Mansfeld mit seinen historischen Parkanlagen. Auch Schloss Dobris bildet ein wichtiges Element der tschechischen Literaturlandschaft – war es doch der Sitz des tschechischen Schriftstellerverbandes. Hier werden wir noch ein wenig im Park lustwandeln, bevor wir mit dem Zug nach Prag zurückfahren.
8. Tag.: Nach dem Frühstück heimfahren oder verlängern?
Reiseleitung: Arthur Schnabl & Lenka Hubáčková
Leistungen
- 7 Übernachtungen mit Frühstück (Zimmer mit Dusche/WC)
- 2 engagierte & kompetente Begleitpersonen
- alle Fahrten laut Programm
- Lese- und Gesprächsabende, Eintrittskarten
- Infomaterial
-
- und etwas ganz Besonderes: ein extra für diese Reise von unserem Literaten Arthur zusammengestelltes Lesebuch
Mindestzahl der Mitreisenden: 5 || Maximalzahl der Mitreisenden: 18
Sobald wir absehen können, dass wir die Mindestteilnehmerzahl 6 nicht erreichen, informieren wir Sie. Im
Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein.
Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei nicht erreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.
Reisedaten:
Termine 2026
15.03. – 22.03. 
Reisepreis: 1.150 €
EZ – Zuschlag: 290 €
= Frei
= Restplätze
= Ausgebucht| Infoanforderung | Leistungen |
| Technische Infos | AGBs |
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Reisedaten:
Termine 2026
15.03. – 22.03. 
Reisepreis: 1.150 €
EZ – Zuschlag: 290 €
= Frei
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Ausgangspunkt unserer Erkundungen der Prager Peripherie . der Prager Hauptbahnhof ist selbst schon eine Entdeckung wert
Der „Türkenkamin“ im Festsaal von Schloss Troja. Erinnerung an eine noch gar nicht lang vergangene Zeit


























