Kulturreise, Wanderreise, Musik, Literatur, Smetana, Stifter

Die Moldau – eine Reise am Fluss

In den Wäldern des Böhmerwalds geboren, schlängelt sie sich in bezaubernden Mäandern durch Wiesen und Wälder, vorbei an barocken Dörfern und Städten, um am Ende majestätisch durch Prag zu strömen. Zum Mythos aber hat die Moldau die Musik Bedřich Smetanas erhoben: als Idealbild eines Flusses. Heiter und tragisch, lebhaft und gemütlich. Wir folgen der Moldau durch die schönsten südböhmischen Landschaften vom Böhmerwald bis nach Prag. Wir wandern gemütlich durch bezaubernde Landschaften und Orte und wir finden, was die Moldau ausmacht: Böhmen und seine Kultur. Eine Reise für alle, die Musik und Landschaft lieben.

Reisebegleiter und Referenten Der Journalist und leidenschaftliche Literaturkenner Arthur Schnabl aus Regensburg (siehe: LiterArthurHommage) und der kompetent-gelassene Touristiker und Dolmetscher Jiří Franc aus Klatovy begleiten die Reise. Dazu kommen weitere Referenten zu Führungen und Gesprächsrunden über Landschaft, Geschichte, Politik und Alltag in Böhmen.

Eine Liebeserklärung an die Moldau von Arthur Schnabl in der FAZ, 14.05.2020

Programm:

Sa.: Es war im Böhmerwald … Treffpunkt Bahnhof Bayerisch Eisenstein (vorauss. um 17.13. Ankunft der Waldbahn vom IC-Halt Plattling.) Genaues im Anschreiben.
Die Wiege der Moldau liegt im Böhmerwald. Ein Bus bringt uns vom Grenzort Bayerisch-Eisenstein in unser gemütliches Quartier im ehemaligen Holzfällerdorf Modrava, das durch seine Resonanzholzsäge bekannt wurde. Die alte „Bienertsäge“ lieferte das beste Holz für die böhmischen Geigen.

So.: Quellenkunde. Alte Wege führen über die großen Hutungen und Waldlichtungen, die von den Glasmachern in den Wald geschlagen wurden, vorbei an kleinen Hügeln, die von keltischen Goldsuchern an den goldführenden Bächen des Böhmerwaldes aufgehäuft wurden. Eine bezaubernde Wanderung bringt uns zur Quelle der Moldau (11 km, flach), aber Vorsicht, nicht zur wirklichen, sondern zur eigentlichen. Denn hier, am Zusammenfluss der Křemelná mit der Vydra, bei der alten Vinzenzsäge, hatte Bedřich Smetana die Idee für seine Musik. Kein Wunder, denn hier ist eine der schönsten Stellen des Böhmerwaldes. Und das Wasser tönt hier in vielen Skalen. Wenn man am Ufer sitzt, glaubt man tatsächlich die berühmte Flötenmelodie der „Moldau“ zu hören.

Mo.: Die goldene Moldau der Rosenberger. Entlang der Moldau fahren wir in den Süden. Beim Glasdorf Lenora öffnet sich das Flusstal zu einer bezaubernden Auenlandschaft, die wir bei einer abwechslungsreichen Wanderung durchstreifen. (6 km, flach.) Hier vereinen sich die „Kalte Moldau“ und die „Warme Moldau“. Und hier zeigt uns der Goldsucher Egon Urmann auch das Geheimnis der Moldau, hinter dem schon die Kelten her waren. Nach einer angenehmen Mittagspause in einem alten Böhmerwalddorf erreichen wir unser nächstes Quartier im winzigen Moldaustädtchen Rožmberk mit seinem großen Schloss. Eine Besichtigung lohnt sich schon wegen der manieristischen Renaissance-Fresken im Rittersaal. Die comedia dell´ arte in Böhmen.

An der Teufelsmauer: Schon Adalbert Stifter war bezaubert von der Moldau

 

Di.: Wanderung an der Teufelsmauer. Große Granitsteine zwingen die Moldau beim Kloster Hohenfurth regelrecht zum Tanzen. Diese Stelle hat nicht nur Bedřich Smetana musikalisch inspiriert, sondern auch seinen Konkurrenten Antonín Dvořak, der sie in seiner Oper „Die Teufelskäthe“ verewigt. Und der Dichter Adalbert Stifter hat der Teufelsmauer einen wichtigen Platz in seiner Erzählung „Der Waldgänger“ eingeräumt. Schöner kann man die Moldau nicht erleben als bei einer Wanderung (5 km, flach) an der Teufelsmauer. Am Ende warten wir im alten Zisterzienserkloster Hohenfurth auf den Bus, der uns wieder nach Hause bringt.

Mi.: Wer ist die Schönste im ganzen Land? Natürlich ist sie die Schönste Böhmens: das Städtchen Krumau. Italienische und böhmische Künstler schufen hier ein Stadtkunstwerk ohnegleichen. Doch die eigentliche Künstlerin ist wiederum die Moldau, deren Mäander die Form dieses Kunstwerks prägen. Wie in einer großen Acht aus Wasser liegen sich die Burgstadt und die Bürgerstadt gegenüber. Ein Rundgang mit unserem kompetenten Freund und Stadtführer Ivan Slavík vom Krumauer Museum ist ein besonderer Augenöffner. Mit ihm wird sogar diese von Besuchern überlaufene Schönheit zu einem großen individuellen Erlebnis. Und wer schon alles gesehen hat in Krumau, der sollte das Fotoatelier Seidel besuchen, das das Werk und das Ambiente von drei Fotografen-Generationen beherbergt. Ein Genuß für jeden Nostalgiker.

Do.: Die Moldaukaskaden. Nach Budweis wird die Moldau zu einer Kaskade aus Stauseen. Schlösser und Dörfer reihen sich an ihren Ufern. Wir halten bei Hluboká, einer der berühmtesten böhmischen Schlossanlagen. Am versteckten Schlossteich bekommt Rusalkas „Lied an den Mond“ eine ganz besonders wehmütige Note. Anschliessend besuchen wir das Städtchen Bechyně, das wie ein Adlernest über der Lužnice, der kleinen Schwester der Moldau, thront. Es ist eines jener unbekannten Kleinode, die wir besonders schätzen. Im Dörfchen Lešany beziehen wir dann unser neues Quartier, das, wie könnte es auch anders sein, ein kleines Schlösschen ist. Wir wohnen allerdings bescheiden in der ehemaligen Gutsscheune.

Fr.: Smetanas Blick – Wanderung zwischen Moldau und Sázava. Immer wieder muss man über die Kraft des Wassers staunen. Beim Zusammenfluss mit der Sázava hat sich die Moldau tief in den böhmischen Granit eingeschnitten. Fast 200 Meter sieht man von der Felsnase, die man „Smetana´s Blick“ nennt, in die Tiefe. Von diesem beeindruckenden Ausblick wandern wir durch Wälder und Wiesen zur kleinen Schwester, der Sázava (12 km, An- und Abstiege). Kein Wunder, dass wir unterwegs dem „Vodnik“, dem Wassermann begegnen, dieser typischen böhmischen Märchenfigur. Dann aber zurück in unser Schlösschen, wo uns ein erlesenes Musikerlebnis erwartet: ein Abend mit dem rennomierten Prager Rundfunktrio, das uns einen Querschnitt böhmischer Musik präsentiert, vom 17. bis ins 20 . Jahrhundert.

Sa.: Wassermusik – auf der Moldau zwischen Zvíkov und Prag. Es wird Zeit, aufs Wasser zu gehen. Am Zusammenfluss von Moldau und Otava liegt auf einem schwer zugänglichen Felssporn die magische Burg Zvíkov: ein spätgotisches Kleinod mit interessanten Fresken, die das religiöse und profane Leben des Mittelalters schildern. Von hier bringt uns ein Ausflugsdampfer gemächlich zum bekannten Schwarzenberg-Schloss Orlík. Dort wartet schon der Bus nach Prag, wo wir die letzte Nacht verbringen. Standesgemäß natürlich auf der Moldau, nämlich in dem schmucken und messingglänzenden Botel (Schiffshotel) „Albatros“. Ein Abendspaziergang am Moldauufer mit Blick auf den beleuchteten Hradschin und ein Abendessen in Václav Havels Moldaukneipe als krönender Abschluss der Reise.

So.: Rückfahrt oder Verlängerung in Prag. Wir helfen gerne, Bestpreis können wir aber nicht garantieren.

Genau Informationen zur Reise im Anschreiben

Lesen Sie die Liebeserklärung an die Moldau von Arthur Schnabl, FAZ, 14.05.2020

Leistungen

  •  8 Übernachtungen mit Halbpension (Zimmer mit Dusche/ WC)
  • 2 kompetente und engagierte Begleitpersonen
  • Transfer ab Bahnhof in Bay. Eisenstein, Ende in Prag
  • alle Fahrten, Eintritte, ReferentInnen laut Programm
  • fundiertes Karten-, Info- und Lesematerial

Maximalzahl der Mitreisenden: 18 || Mindestteilnehmerzahl: 8

Sobald wir absehen können, dass wir die Mindestteil-
nehmerzahl 8 nicht erreichen, informieren wir Sie. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

Reisedaten:

Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

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Alle Fotos copyright Arthur Schnabl. Zum Vergrößern einfach auf Foto klicken

Auf dem Böhmerwaldplateau entspringt die Moldau

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Das herrliche Naturreservat "Die Tote Au" ist der Geburtsort der Moldau

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Tschechisches Bier nach der Moldauwanderung

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Auf dem Böhmerwald-Plateau. Der Hammerbach, einst Goldbach der Kelten

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Smetanas "Moldauquelle": Zusammenfluß von Křemelna und Vydra

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Mit dem Goldsucher Egon Urmann an der Moldau

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Das bezaubernde Städtchen Rožmberk an der Moldau

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Steine und Wasser: Die Moldau bei der Teufelsmauer

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Der Rosenberger Reiter am Tor von Kloster Hohenfurth

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Krumau, Residenzarchitektur an der Moldau

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Krumau. Sgrafitti überall

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Schloss Hluboka in Südböhmen

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Das Städtchen Běchyne an der Lužnice

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Unser Quartier Schloss Lešany

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Der schöne Konzertsaal in Lešany: ideal für unsere Live-Musik

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Böhmische Geschichte: Burg Zvíkov am Zusammenfluss von Moldau und Otava

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Ein kunsthistorischer Schatz: Die spätgotischen Fresken in Zvíkov

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Schiffsausflug zu Schloss Orlik

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Die Moldau in Prag. Blick von der Campa-Insel auf die Altstadt

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