Literraturreise in Polen / Danzig / Kaschubei / Ostsee / Pommern

Land am Meer
Ostsee, Kaschubei und Danzig

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„Pomorze, Pomerellen, Pommern…“:das alles sind Namen für das alte Land am Meer zwischen Stralsund und Danzig. Seine historische Kultur ist so vielfältig wie die Sprachen, die hier gesprochen wurden: Deutsch, Polnisch und manchmal auch Schwedisch. Ein sprödes und schönes Land zwischen Weizenäckern und Ostseestränden, zwischen Feldereinsamkeit und Badesaison. Geprägt von Backsteinkirchen, Adelsschlössern und Bauernkaten. Strand- und Wiesenwanderungen, verbummelte Schlosstage, heiter-nachdenkliche Lesungen zwischen Kühen, Störchen und Hunden … und nicht zu vergessen: der frische Ostseefisch – Meerglück pur. Theodor Fontane, Elisabeth v. Arnim, Uwe Johnson, Pawel Huelle und Günter Grass haben seine spröde Anmut und seinen herben Duft liebevoll und kritisch in Worte gefasst.

Reiseleiter: Arthur Schnabl und Iwona Buckowska

 

Programm:

Samstag: Anreise + Begrüßungsabend in der „Villa Roma“. Die „Usedomer Bäderbahn“ fährt bis zur neuen Bahnstation in Swinemünde/Swinoujscie-Centrum. Hier werden Sie erwartet (Ankunft laut Fahrplan 2019 um 19.40 h) und in unser Quartier  begeleitet. (Genaueres im Anschreiben.) Autofahrer bekommen eine Anfahrtskizze.
Unser Quartier bis Montag ist die „Villa Roma“, eine charmant überkandidelte Familienvilla, die zum Verweilen regelrecht einlädt.

Sonntag: Kessin, Swinemünde oder Świnoujście? Vom alten Bade- und Hafenort Swinemünde ist wenig geblieben. Auch die „Adler-Apotheke“, in der Theodor Fontane seine Jugend verlebte, ist verschwunden. Fontanes Charakteristik: „ein unschönes Nest, aber zugleich auch wieder ein Ort von ganz besonderem Reiz“, gilt noch immer. Als „Kessin“ hat er das Städtchen in die Weltliteratur geschrieben. Wir schlendern auf den Spuren von Effi Briest durch Straßen und Dünen zum Ostseestrand, an dem Effi Briest und Major Crampas ihre Rendezvous hatten. Dann an der Swine bis ins Stadtzentrum zurück (ca 5 km) Am Abend ein Leseabend zu Fontane: zwischen Balladen, Erinnerungen und Romanen.

Montag: Sagenhaftes Vineta – Woliner Küstenwanderung. Ein besonders schönes Stück Ostseestrand erstreckt sich zwischen den Flüssen Swina und Dziwna. Weite Sandstrände, Dünen, Steilufer, von lichtem Laubwald bewachsen: kein Wunder, dass die Insel Wolin zum Nationalpark erklärt wurde. Wir erkunden dieses Naturparadies mit einer Küstenwanderung (ca. 11 km), wo wir auch von der sagenhaften Stadt Vineta hören, deren Hochmut sie zum Untergang verurteilte. Am Ende darf man nicht vergessen, in den Fischbuden von Miesdroj, den fangfrischen Ostsee-Fisch zu probieren. Meeresglück pur! Dann geht´s weiter mit dem Bus durch alte Alleen in die tiefste pommersche Provinz. Im Dörfchen Rybokarty bei Gryfice liegt unser neues Quartier: ein altes Herrenhaus am See, mit reizenden Gastgebern und schönen Gasträumen, mit offenen Türen und Herzen. Die Zimmer sind einfach (alle mit Du/WC), ohne großen Komfort. Aber das Schloss ist voller Seele: Theodor Fontane hätte es gewiß gefallen.

Dienstag: Zwischen Land und Meer – am Camminer Bodden. Kamieñ Pomorski / Cammin ist der alte Bischofssitz Pommerns am Camminer Bodden. Stadt und Wasser sind hier auf besonders reizvolle Weise zusammengewachsen. Eine melancholische Landschaft, in der Wind und Stille regieren. Herb und von großer innerer Tiefe. Nach einer Wanderung (7 km) durch Wiesen und kleine Dörfer ragt als Höhepunkt die alte Backstein-Kathedrale über der vielfältigen Wasserwelt des Boddens auf. Sie ist der einzige ehrwürdige Überrest der alten pommerschen Kultur in diesem Landstrich. Eine herb-schöne Landschaft, die auch den Erzählstil des hier geborenen Schriftstellers Uwe Johnson geprägt hat.


Mittwoch: Schlösser und Kleinbürger – im Treptower Land.
Wenn’s klappt, fahren wir mit auf der Schmalspurbahn an die Ostsee zur berühmten Kirchenruine von Hoff, die bereits Lyonel Feininger zeichnete. Der Kliffweg, der von Hoff nach Rewal führt (ca. 3 km), gehört zu den schönsten Höhenwegen der Ostsee. Im Landesinneren liegt das Städtchen Treptow / Trzebiatów.  Schon von weitem sieht man die mächtige  Backsteinkirche über Treptow /Trzebiatów thronen. Dieses hübsche Städtchen entzückte schon den Maler Lyonel Feininger. Zum Glück haben sich trotz des Krieges viele seiner Motive erhalten, etwa der runde „Grützturm“ und viele alte Bürgerhäuser. Nach einem kleinen Stadtbummel und Mittagessen wartet im Schloss eine kleine „Kaffeetafel“ mit vielen Geschichten auf uns. Denn Trzebiatów ist so etwas wie eine „Vertriebenen-Stadt“: Pommer, Polen und Ukrainer reichen sich hier die Hände.

„Treptow … eine eigene friedliche Schönheit des Ortes geht mir auf, etwas, was man lieb gewinnt …“  Lyonel Feininger

Donnerstag: Pommersche Zeit ist keine Zeit: Ruhetag. Es wird Zeit, einmal Zeit zu haben. Unser Schloss lädt regelrecht dazu ein, die Stunden zu verbummeln. Am See sitzen, lesen oder die Umgebung in kleinen Wanderungen erkunden; es gibt viele Möglichkeiten den Tag ganz nach seinem Geschmack zu verbringen. Wer möchte, kann auch mit dem Bähnchen ins Grüne fahren und durch Wiesen und Dörfer zurückwandern. Am Abend gibt es dann vielleicht noch ein kleines Konzert, und dann wird´s schon Zeit, die Koffer wieder zu packen. Sehr ungern, wie wir Ihnen versprechen können.

Freitag: Sahara am Meer – Dünenwanderung bei Leba. Mit dem Charterbus geht es nun weit nach Osten zu den großen Wanderdünen von Leba. Wind, Sand und Wolken formen eine nie gesehene und unerwartete Landschaft. Eine Dünenwanderung zwischen Ostsee und Lebasee ist ein großes Natur-Erlebnis. (Ca. 5 – 7 km). Dann ins Landesinnere, wo es immer hügeliger wird. Felder, Wälder und Seen wechseln alle paar Minuten: die Kaschubei ist ein liebliches Land. Unser Quartier, eine kleine Pension, liegt im Städtchen Chmielno, 5 min vom See entfernt.

Die Kaschubei: das sind Hügel, Wiesen, Seen und Wäldchen. Es ist, als habe der liebe Gott zuviel davon gehabt und den Rest hier einfach ausgeschüttet. Ein Land zum Wandern, Schwimmen und In-den-Himmel-gucken. Weit weg von der Metropole Danzig und doch ganz nah dran. Günter Grass hat diesem stillen Bauernland zu literarischem Ruhm verholfen.

 

Samstag: Remus’ Land – Kaschubische Wanderungen. Hügel, Wiesen, Seen und Wäldchen: unsere Wanderung (ca. 13 km, meist flach) um den Brodno-See herum zeigt, dass dieses stille Bauernland zwischen Kornblumen und Erdbeerfeldern einer der schönsten Flecken Europas ist – nicht nur in den Augen des Narren Remus, den der Schritfsteller Alexsander Majkowski geschaffen hat. Als Tüpfelchen auf dem i oder besser gesagt: als Deckelchen auf dem Topf besuchen wir in Chmielno die Töpferei der Familie Necel, die seit Generationen traditionelles kaschubisches Geschirr fertigt.

 

Sonntag: Die Kartause in der Kaschubei. Das Städtchen Kartuzy ist das Zentrum der kaschubischen Schweiz. Seinen Namen hat es von dem alten Kartäuserkloster, dessen Kirche wir besuchen werden. Und im Heimatmuseum lernen wir das kaschubische Alphabet, wozu aber das Hirn erst mit Schnupftabak gereinigt werden muss. Das alles wird uns Herr Sattke beibringen, der selbst zu den interessanten kaschubischen Exponaten gehört. Danach wandern wir durch die reizenden kaschubischen Hügel zum Abendessen bei unserem Freund Janusz und seiner Familie, wenn sie denn Zeit für uns hat.(8 km)  (Wenn nicht, dann gibt es eine andere Überraschung) Seine Scheune ist gerade groß genug, um uns unterzubringen. Nach den Kochkünsten von Anja passen wir dann leider nicht mehr hinein.

Montag: Fahrt nach Danzig – auf Oskars Spuren in Langfuhr. Am Ende der  Kaschubei, aber schon in einer anderen Welt, liegt Danzig, die „Perle der Ostsee“.
Mit dem Linienbus fahren wir bis in die Danziger Arbeitervorstadt Langfuhr/ Wrzeszcz wo Günter Grass aufwuchs. Im Gegensatz zur Altstadt ist dieses Viertel nicht im Krieg zerstört worden. Dort suchen wir mit Hilfe unserer Stadtfüherin Magda in authentischen proletarischen Gassen und Hinterhöfen nach Grass´ Trommler Oskar Mazerath. Dann fahren wir endlich in unser Quartier, das angenehme und ruhige Hotel „Dom Muzyka“, das nur 10 Fußminuten vom historischen „Langen Markt“ mit seiner grandiosen Häuserkulisse liegt.

Dienstag: „Die Perle der Ostsee“ – Rückfahrt. Zugegeben: Nicht jede Stadtführung ist eine Freude. Die unserer Danzig-Kennerin Magda schon. Sie stammt aus Wresz, hat sich mit Günter Grass beschäftigt und steht ihrer Heimatstadt mit kritischem Patriotismus gegenüber. Witzig und schlagfertig erzählt sie nicht nur von der alten Geschichte. Stundenlang könnte man ihr zuhören aber… Bitte zu beachten: Um 13 h ist die Reise leider zu Ende. Sie müssen Flugzeug oder Zug erreichen. Deshalb werden wir versuchen, Magdas Führungen so frühzeitig wie möglich zu legen.

Rückfahrt oder -flug? Es gibt bei frühzeitiger Buchung günstige Flüge von Danzig z.B. nach Frankfurt, Bremen, München. (Mit dem Stadtbus vom Bahnhof brauchen Sie ca. 40 min zum Flughafen.) Und es gibt schnelle Nachmittagsverbindungen nach Berlin in 7-8 Stunden. Bei früherer Buchung sind Eurospareisen ab 39€ möglich. (Genaueres im Anschreiben) Die Reiseleiter begleiten Sie jedenfalls zum Bahnhof (20 Min. zu Fuß von der Altstadt), wo wir auf Wunsch vorher das Gepäck abgegeben haben. Oder wollen Sie verlängern?

Verlängerung? Ohne Gruppe ist es auch schön! Es wäre kein Wunder, wenn Sie in einer Stadt wie Danzig noch einige Tage bleiben möchten. Sie können in unserem klassisch-gepflegten altstadtnahen Hotel „Dom Muzyka“ die Zimmerreservierung verlängern. – Wir können dabei helfen.  (DZ mit Frühstück: ca. 90 € EZ: ca. 65 €). Oder tagesaktuell die besten Hotelpreise und Buchungsbedingungen bekommen Sie über www.hrs.de


„Lange Wellen treiben schräg gegen den Strand, wölben Buckel mit Muskelsträngen, heben zitternde Kämme, die im grünsten Stand kippen“. (Uwe Johnson)

Reiseleiter: Arthur Schnabl und Iwona Buckowska

Leistungen Literaturreise Polen:

 

  • 10 Übernachtungen mit Halbpension

in angenehmen Häusern, alle Zimmer mit Du/WC; gutes Essen

 

  • 2 kompetente Begleitpersonen
  • alle Fahrten in Polen (von Swinemünde bis Gdansk)
  • alle Tickets, Eintritte, Lesungen, Kulturprogamme
  • ausführliches Karten-, Info- und Lesematerial

 

Maximalzahl der Mitreisenden: 18 ||  Mindestteilnehmerzahl: 8

Bei gelbem Punkt („nur noch wenige Plätze frei“) findet die Reise natürlich sicher statt. Um Ihnen (und uns, insbes. Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl eventuell nicht erreichen. Im Allgemeinen wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindetteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

Reisedaten:

Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

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Der breite Strand von Swinemünde. Ideal, um sich für Strandwanderungen einzulaufen.

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Fontane-Lesung in den Dünen

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Das alte Herrenhaus von Rybokarty, unser hinterpommer´sches Glück

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Wandern in der Pommer´schen Boddenlandschaft

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Heimkommen nach der Wanderung

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Abendessen auf Polnisch: Hier kochen die Dorffrauen.

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Strandwanderung im Woliner Nationalpark.

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Frischer Seefisch und geräucherte Spezialitäten in den Fischbuden von Miesdroj.

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Die wunderbare Barockorgel des Caminer Domes.

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Blick auf den Strand von Hoff.

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Fischen wie früher. Gleich am Strand wird der fisch verkauft-

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Treptow, Urbild eines pommer´schen Landstädtchens und Motiv von Lyonell Feininger

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Ruhetag im Schloss. Literatur und Bier am See.

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Die große Wanderdüne von Leba. Ein Berg aus Sand, Wolken und Licht.

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Leba ist ein Erlebnis der besonderen Art.

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Wanderung um den Brodnosee. Wiesen, See und kleine Hügel bilden ein ideales Wanderngebiet.

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Ländliche Szenen sind in der Kaschubei überall zu finden.

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Emotionales und kulinarisches Erlebnis: Essen bei unseren Freunden Anja und Janusz

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Die Karthause der Kaschubei: Kartuzy

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Danzig: Blick von der Marienkirche auf die Altstadt

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Danzig-Wresz: Den Hinterhof von Günter Grass gibt es noch immer.

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Nein, das ist nicht Günter Grass ...

Nein, das ist nicht Günter Grass …