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Radel-Schmankerl im Oberpfälzischen & Böhmischen Wald

Radeln Oberpfälzer Wald

Radeln im Oberpfälzer Wald

Unsere zweite Bayrisch-Böhmische Radtour mit Altchef Erwin und Neuchefin Katka bringt uns in die wohl am meist vergessenen Region des ohnehin schon in seiner Schönheit sehr unterschätzten, dünn besiedelten Oberpfälzer und Böhmischen Waldes auf. Wir erleben bei aller Naturnähe und ländlicher Ruhe auch eine kulturell und historisch spannende Landschaft in einem deutsch-tschechischen „Niemandsland“: am 23.12.‘89 durchschnitten die Bonner und Prager Außenminister Genscher und Dienstbier per Bolzenschneider nahebei ganz offiziell den Eisernen Vorhang; Jahrhunderte zuvor war die Region eine der kriegerisch umstrittendsten in Mitteleuropa  – weswegen es auch nicht überrascht, dass hier die „burgenreichste Landschaft Deutschlands“ ist; im 17. Jh. nahm von Oberviechtach aus eine ganz besondere Medizingeschichte ihren Ausgang; heute versucht die Region mit sanftem Verve und mit großem Recht touristisch bekannter zu werden – zum Beispiel mit Modellprojekten zur Biodiversität oder zur tschechisch-deutschen Versöhnung.
Empfehlung:  Nicht-SportlerInnen brauchen in der sehr hügeligen Region unbedingt ein zuverlässiges E-Bike!

Reisebegleitung: Erwin Aschenbrenner, Katka Karl Brejchová und Astrid Giesen

PROGRAMM:

Sonntag:
Für Zugfahrer Anfahrt am Bahnradweg Bayrisch-Böhmische Freundschaft
1. Treffpunkt um 14 Uhr Bahnhof Schwandorf

(13.46 Uhr Ankunft RE2 aus München/Regensburg, 13.49 Uhr RE40 aus Nürnberg; 13.38 Uhr RB23 aus Marktredwitz)
Passend zu unserem Tourenmotto radeln wir den Freundschaftsweg 35 km stetig leicht bergauf zum Hotel.

2. Treffpunkt 18 Uhr im Hotel.

Radverleih geht über: www.sunshinebikes.de/verleih-und-verkauf.html; Tel.: 09431 / 4701050.
Verleih eines E-Bike für 7 Tage kostet ca. 200 €; Lieferung für kleinem Aufpreis zum Bahnhof Schwandorf (8 km)
Rücktransport von Mensch, Rad und Gepäck zum Bahnhof Schwandorf besprechen wir vor Ort.

Unsere erste Unterkunft ist das Café-Hotel Weigl am Marktplatz in Oberviechtach
Die „Goldstadt Bayerns“ ist ein großartiger  Ausgangspunkt für natur- und kulturnahe Touren im Oberpfälzer Wald.

Blick vom Wildstein auf den Oberpfälzer Wald

Blick vom Wildstein auf den Oberpfälzer Wald

 

Montag:  Burgruinen und Biodiversität
Zu welchen der vielen Burgstätten zuerst? Wir radeln nach Tännesberg, das mit Öko-Projekten Furore macht: vom Obstlehrpfad über Pflege besonderer Tierrassen und Getreidesorten bis Landschaftsschutz. Die ehemalige Doppelburg am Schlossberg ist heute gleichzeitig ein Kalvarien-Kleinod und ein sehenswertes Biotop mit fantastischer Rundumsicht. Unten am Marktplatz ist gerade das „Haus der Biodiversität“ in Fertigstellung und durchaus nicht unumstritten. Wir bekommen eine Führung durch das dörfliche Megaprojekt am Rande einer (ehemaligen?) Leerstandsmelancholie. Mittagspause können wir im Biergarten nebenan machen (passend zum Ort gibt es vielleicht ein Emmer-Bier zum Tännesberger Rotvieh-Schinken oder zum Juradistl-Lamm)  oder auch bei der sympathisch-originellen Wirtin am nahen Badeweiher. Der malerische Rückweg führt uns von dort an einer romantischen Kapelle und an der fantastischen Aussicht des Burgstall Wildstein vorbei. Wir steuern zum Abendessen die schöne urige Schänke in Lukahammer an, wo sich zudem der größte Bierkrug der Welt bestaunen lässt. Danach können wir es 6 km heimrollen lassen zum Hotel in der Stadt.
(Hügelig: ca. 40 km, ca. 700 hm)

"Rotes Höhenvieh" am Kainzbach bei Tännesberg

„Rotes Höhenvieh“ am Kainzbach bei Tännesberg

Dienstag: Zwischen Steinbruchsee, Mooren, Fluss-, Wallfahrts- und Burgidyllen
Vor unserer Haustüre die imposante Burg Murach, die uns sowohl einen eindrücklichen Blick in die Geschichte wie auch in die Landschaft des Oberpfälzer Waldes bietet. Ob wir danach über Prackendorf in das südlich gelegene bergige Gelände zwischen Steinbrüchen und traumhaft romantischen Seen oberhalb des Kulzer Mooses radeln oder flacher die Radwege an Ascha, Schwarzach und Murach nützend zur pfalzgräflichen Schlossanlage von Neunburg vorm Wald, das hängt von Wetter, Lust und Laune ab. Auch ob wir am Weg durch manch zauberhafte Dörfer und Weiler uns noch die Muse gönnen für Abstecher zu der ausdrucksvollen Kapelle Schönbuchen und zum mächtigen Bergfried beim Schloss Thanstein. Je nachdem werden wir dann am Abend auch mehr oder weniger Zeit haben für einen Spaziergang durch das kleine, aber feine Städtchen Oberviechtach oder gar noch für eine Führung durch das Dr. Eisenbarth-Museum.
(Hügelig: 40-55 km, 500-800 hm)

Steinbruchsee oberhalb des Kulzer Moos

Steinbruchsee bei Prackendorf unterhalb der Platte

Weiterfahrt Mittwoch: Vom Bayrischen ins Böhmische „Niemandsland“
Wir nützen den 2. Abschnitt des Bayrisch-Böhmischen-Freundschaftsweges, 15 schöne Rad-km durch Wiesen und Wald leicht bergauf bis Schönsee. Stammkunden kennen das Städtchen mit seinem „Centrum  Bavaria Bohemia“ schon, bei warmen Sonnenwetter wollen sicher einige wieder den schönen Badesee nützen; ansonsten machen wir im Café Zeitgeist eine erste Brotzeitpause. Danach geht es steiler bergauf,  vorbei an der malerischen Burgruine Reichenstein und ein Stück am alten „Sautreiberweg“ zum Böhmerwaldturm: weiter Traumblick zurück auf unsere oberpfälzischen Radelstrecken und voraus in die Böhmischen Wälder. Noch auf Bayrischer Seite liegen die Ruinen des Weiler Bügellohe, den Vertriebene aus dem nahen Wenzelsdorf in der Hoffnung auf baldige Rückkehr 1946 bauten, um ihn in den 1960ern aufgrund der harten abseitigen Lebensbedingungen doch wieder aufgeben zu müssen. Hinter der Grenze radeln wir durch pure wunderschöne Natur, in der erst auf den zweiten Blick die unzähligen Kulturspuren deutlich werden. Es geht durch kleinere Wüstungen (auch durch das ehemalige Wenzelsdorf, heute „Václav“) nach Plöß (jetzt Pleš), wo von den weit über 100 Häusern neben den alten Obstbäumen, Alleen, Friedhofsmauern und Gräbern nur noch ein altes Gasthaus stehen blieb, das seit der Wende hocherfolgreich in Betrieb ist. In der Kneipe mit schönem Biergarten treffen wir Katka zu nachmittäglichem Kaffee oder Brotzeit und organisieren für die FahrerInnen ein bequemes Nachholen ihrer Autos.
Die anderen radeln mit Katka in einer knappen Stunde hinunter zur neuen Unterkunft.
(Hügelig, mit lang gezogenem Grenzberg, 40 km, 650 hm)

Radeln im Böhmischen Niemandsland - bei Pleš (Plöß)

Radeln im Böhmischen Niemandsland – bei Pleš (Plöß)

Unsere 2. Unterkunft ist das komfortable „Resort Český les“ („Hotelanlage Böhmischer Wald“) im Grenzdorf Železná (Eisendorf) gleich neben dem Eisendorfer Weiher. Es ist absolut ruhig gelegen, mit schöner Gartenterasse, dazu ein großer Wellnessbereich …

Donnerstag: Wiederbelebte Niemandslanddörfer und Böhmische Wallfahrtsraditionen
Unser heutiges Hauptziel ist die Burgruine Přimda/Pfraumberg, die schon zu Zeiten der  Romantik zu einem Ausflugsziel restauriert wurde und zu den ältesten romanischen Bauten Böhmens gehört. Überhaupt begegnen wir auf  den abgelegenen Radwegen in der entsiedelten Böhmerwaldregion mannigfaltigen Spuren religiöser und feudaler Geschichte. Der heiligen Apolonia etwa oder der Jagdgöttin Diana. Ihr Fresko finden wir in einer romantisch gelegenen Schlossruine, die die Adelsfamilie Kolowrat restituiert bekam. Ob deren Aktivitäten neben großen Forstwirtschaftsgewinnen auch eine sanfte Wiederbesiedelung bewirken können?
(35 km, 500 hm)

Dianaberg, das Jagdschloss der Kolowrat - wann wird es wohl wieder bewohnt sein?

Dianaberg, das Jagdschloss der Kolowrat – wann wird es wohl wieder bewohnt sein?

Freitag: Historische Orte und malerische Natur erleben
Auf schönen einsamen Grenzlandwegen geht es über die barocke Steinbrücke im Städtchen Bělá nad Radbuzou (Weißensulz) zu einem ganz besonderen Ziel: dem einst  von Fürst Trauttmansdorff gegründeten Gestüt  in Svržno (Zwirschen) bei Hostouň, dessen 200 Lippizaner (darunter der Großteil der Spanischen Hofreitschule aus Wien) 1945 die ebenso verrückte wie dramatische „Operation Cowboy“ erlebten. Wie sie ablief und ausging, erzählen wir vor Ort.
(40 km, 550 hm)

Der Farský potok (Fahrbach) speist den Weiher bei unserem Hotelresort im Grenzdorf Železná (Eisendorf)

Der Farský potok (Fahrbach) speist den Weiher unseres Hotelresorts, rechts der Radarturm am Velký Zvon

Samstag: Kurzer oder längerer Ausflug in die bayrisch-barocke Zoigl-Gemütlichkeit
Keine 5 Radminuten sind es von unserer schönen Hotelanlage an die Grenze „Tillyschanze“ in der Gemeinde Eslarn, einer der 5 zentralen Zoigl-Orte, dessen Kommunbrauhaus deutlich macht, dass das Zoiglbier mehr als nur Genussmittel ist.  Am Weiterweg führen schöne Wege und schmale Straßen zu vielfältigen urigen Wirtschaften dies- und jenseits der Grenze – mal schauen, welche davon wir aufsuchen. Bei warmen Wetter lädt zudem der komfortable Natur-Badesee südöstlich von Eslarn zu einer ausführlichen Pause ein.
So lässt sich  dieser Tag (es könnte nach Wetter und Laune auch der Donnerstag oder Freitag sein) als lockerer Pausentag mit leichten 15 Radel-km einrichten oder auch zu einer abwechslungsreichen und hügeligen 40-km-Tour mit 500 hm ausdehnen.

Kuhweide im Böhmischen Niemandsland östlich unseres Hotels

Kuhweide im Böhmischen Niemandsland östlich unseres Hotels

Sonntag: Heimfahrt nach dem Frühstück
Wir helfen bei der Orga der Rückfahrt der Zugfahrer zum Bahnhof Schwandorf.
Genaueres dazu mit dem Infopaket.

Friedhof in Plöß

Friedhof in Pleš (Plöß)

Leistungen

 

  •  7 Übernachtungen mit Frühstück
  • engagierte, kompetente Begleitperson
  • kulturnahe Führungen, alle Eintritte, Infomaterial

 

 

 

 

 

Mindestzahl der Mitreisenden: 8 || Maximalzahl der Mitreisenden: 16

Bei gelbem Punkt („ noch wenige Plätze frei“) findet die Reise sicher statt. Um Ihnen (und Reiseleitern und Hotels) Planungssicherheit zu geben, informieren wir Sie möglichst frühzeitig, sobald wir absehen, dass wir die Mindestzahl evtl. nicht erreichen. Meist wird dies 2-3 Monate vor Reisebeginn sein. Unsere letzte Rücktrittsmöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist 3 Wochen vor Reisebeginn.

Reisedaten:

Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

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Burgblick auf den Oberpfälzer Wald

Burgblick auf den Oberpfälzer Wald

 

Reisedaten:

Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.

Frei = Frei Restplätze = Restplätze Ausgebucht = Ausgebucht

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Radtour mit Katka

Radtouren mit Katka (in Böhmen)

 

Astrid und Erwin

Astrid und Erwin (in Bayern)

 

Landschaftskino am Wildstein

Landschaftskino am Wildstein

 

Schafe am Burgstall und Kalvarienberg von Tännesberg

Schafe am Burgstall und Kalvarienberg von Tännesberg

 

Burg Murach

Burg Murach

 

Herbstblick - von der Platte auf Oberpfälzer See, Wald, Wiese und Dorf

Herbstblick – über Oberpfälzer See, Wald & Wiese auf Prackendorf

 

Wallfahrtskapelle Schönbuchen

Wallfahrtskapelle Schönbuchen

 

Spiegelung am Steinbruchsee

Spiegelung am Steinbruchsee

 

"Woge hinter Woge" - Wälderblick vom Böhmerwaldturm

„Woge hinter Woge“ – Wälderblick vom Böhmerwaldturm

 

Verlassenes Bügellohe

Verlassenes Bügellohe

 

Blick von Plöß auf den ehemaligen Radarturm am Velky Zvon (Plattenberg)

Blick von Plöß auf den ehemaligen Radarturm am Velky Zvon (Plattenberg)

 

Landschaftskino vom Grenzberg bei der Bugruine Reichenstein - Blick nach Süden auf den Böhmerwald-Hauptkamm

Landschaftskino vom Grenzberg bei der Bugruine Reichenstein – Blick nach Süden auf den Böhmerwald-Hauptkamm

Grenzübergang für RadlerInnen

Grenzübergang für RadlerInnen

 

Hat das Jagdschloss UMfallgefahr?

Hat das Jagdschloss UMfallgefahr?

 

Schlossallee nach Dianaberg

Schlossallee nach Dianaberg

 

Verlassene Dörfer an der Grenze: Plöß, Rappauf und Wenzelsdorf (bis 1945), Bügellohe (1946-1962)

Verlassene Dörfer an der Grenze: Plöß, Rappauf und Wenzelsdorf (bis 1945), Bügellohe (1946-1962)

 

Oberpfälzer Gesundheitstipp am Türstock des Kommunbrauhauses Eslarn

Oberpfälzer Gesundheitstipp am Türstock des Kommunbrauhauses Eslarn

 

Bělá nad Radbuzou (Weißensulz) und Eslarn - Böhmisch-Bayrische Partner- und Nachbarstädte

Bělá nad Radbuzou (Weißensulz) und Eslarn – Böhmisch-Bayrische Partner- und Nachbarstädte

 

Dianaberg - Beschreibung

Dianaberg – Beschreibung

 

Vom Dianaberg hinunter Richtung Přimda- vorbei an der Holzkapelle der Kolowrats

Vom Dianaberg hinunter in Richtung Přimda – vorbei an der Holzkapelle der Kolowrats

 

 

Selten und schön: verbliebenes Haus im böhmischen Niemandsland

Selten und schön: verbliebenes Haus im böhmischen Niemandsland

 

Durch Waldland mit viel Felsen und Moos

Durch Waldland mit viel Felsen und Moos

 

Radwege im Niemandsland, bei Plöss

Radwege im Niemandsland, bei Plöss

 

 

Oft im Blickfeld beim Radeln in Böhmen: der Radarturm am Velký Zvon

Oft im Blickfeld beim Radeln in Böhmen: der Radarturm am Velký Zvon (Plattenberg, 859 m ü.NN)

 

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